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Worauf es bei der Aktienanalyse wirklich ankommt

Titelbild wie du Aktien analysieren kannst mit zahlreichen Diagrammen und einem Mann im Anzug im Hintergrund

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Ziel dieses Beitrags

Wie kannst du eigentlich eine zuverlässige Aktienanalyse und Aktienbewertung durchführen? Sollte die Analyse des Geschäftsmodells und der Zukunftsaussichten eines Unternehmens im Fokus stehen oder ist die Bewertung auf Basis von Kennzahlen wichtiger? In diesem Artikel erkläre ich dir, worauf es bei der Aktienbewertung wirklich ankommt.

Du erfährst, wieso die Aktienbewertung auf Basis von Kennzahlen so wichtig ist und wie du damit gute von schlechten Aktien unterscheiden kannst. Hierbei gehe ich auch darauf ein, wieso nicht jede Aktienkennzahl einen Mehrwert bietet und du erfährst, wie du herausfindest, ob eine Kennzahl zur Aktienbewertung geeignet ist oder nicht. Abschließend zeige ich dir noch, wie ich verschiedene Aktienkennzahlen zu meinen eigenen Aktienkönig-Bewertungsmodellen zusammengefasst habe und wie du diese Modelle für dich nutzen kannst.

1. Nett zu wissen vs. echter Mehrwert

Ziel einer Aktienanalyse muss es sein, dass du beurteilen kannst, ob du mit der analysierten Aktie künftige eine gute Rendite erzielen kannst. Im Rahmen der Aktienanalyse gibt es viele Informationen, die zwar nett zu wissen sind, dir bei der Beurteilung, ob die Aktie ein gutes Investment ist oder nicht, aber nicht wirklich weiterhelfen.

Allein die Analyse des Geschäftsmodells oder der Branche wird dir nicht weiterhelfen, um zu beurteilen, ob es sich lohnt in eine Aktie zu investieren. Natürlich ist es wichtig zu wissen, wie das Unternehmen überhaupt Geld verdient. Indem du nun aber seitenlange Geschäftsberichte liest und die Strategien des Unternehmens für die Zukunft bewertest, kannst du keine Bewertung für eine Aktie aufstellen.

Ich will damit nicht sagen, dass du auf die Analyse des Geschäftsmodells, die Beurteilung der Zukunftsaussichten oder zahlreicher weiterer solcher schwer messbaren Faktoren verzichten sollst. Du solltest aber wissen, dass die dahinterstehende Arbeit im Verhältnis zum Nutzen eher gering ist. All diese Informationen sind nett zu wissen, ihr Nutzen, wenn es darum geht zu beurteilen, ob die Aktie künftig zu den großen Gewinnern gehören wird oder nicht, ist aber eher gering.

Viel wichtiger ist die quantitative Aktienanalyse. Bei der quantitativen Aktienanalyse geht es darum, dass du zahlreiche Aktienkennzahlen auswertest und auf Basis dessen beurteilen kannst, ob es sich lohnt in eine Aktie zu investieren oder nicht.

Anhand von Zahlen kannst du eine Aktie zuverlässig bewerten. Hier gibt es auch keinen Interpretationsspielraum. Zahlen sind so wie sie sind und liefern dir klare Aussagen. Die Analyse des Geschäftsmodells hingegen lässt viel Raum für Interpretationen zu. Während die Analyse des Geschäftsmodells also eher in den Bereich „nett zu wissen“ fällt, bietet dir die Aktienbewertung auf Basis von Kennzahlen einen echten Mehrwert.

2. Aktienanalyse auf Basis von Kennzahlen

Kennzahlen helfen dir dabei Aktien zu bewerten. Mit fundamentalen Kennzahlen kannst du unter anderem die Rentabilität oder das Wachstum eines Unternehmens bewerten. Technische Kennzahlen geben dir Auskunft über die Entwicklung und das Verhalten des Aktienkurses. Auch diese Informationen helfen dir zu beurteilen, ob eine Aktie eine gute Performance aufweist und wie hoch ihre Risiken sind.

2.1. Gute von schlechten Aktien unterscheiden

Indem du Aktien auf Basis von Kennzahlen analysierst, bist du in der Lage gute von schlechten Aktien zu unterscheiden. Hierzu ein ganz einfaches Beispiel:

Natürlich ist es besser Aktien von Unternehmen zu kaufen, die zuletzt ein Gewinnwachstum vorweisen konnten, anstatt Aktien zu kaufen, die zuletzt mit rückläufigen Gewinnen zu kämpfen hatten.

Das klingt jetzt vielleicht etwas banal, aber dahinter steckt nichts anderes als eine automatisierte Aktienbewertung: Du kannst unzählige Aktien analysieren, und alle aussortieren, die ein negatives Gewinnwachstum aufweisen.

2.2. Du musst wissen, ob dir eine Kennzahl einen Mehrwert bietet

Dass Aktien mit einem positiven Gewinnwachstum künftig tendenziell besser performen als Aktien mit einem negativen Gewinnwachstum, dürfte dich jetzt vielleicht nicht überraschen. Diese Aussage klingt fast schon so logisch, dass man sie gar nicht prüfen müsste. Aber Vorsicht: Investmententscheidungen sollten nicht auf Basis von Annahmen getroffen werden, sondern immer einem Faktencheck unterzogen werden.

Ich kann dir an dieser Stelle aber sagen, ich habe natürlich einige Analysen durchgeführt, die diese Aussage bestätigen. Aktien mit einem positiven Gewinnwachstum performen künftig besser als Aktien mit einem negativen Gewinnwachstum. Wie sich solch eine Analyse durchführen lässt, dazu gleich mehr.

In Kürze veröffentliche ich hierzu auch einen Beitrag, in dem ich dir erkläre, wie ich herausgefunden habe, dass Aktien mit einem positiven Gewinnwachstum eine bessere Performance erzielen als Aktien mit einem negativen Gewinnwachstum.

2.3. Es gibt auch Kennzahlen, die dir nicht weiterhelfen.

Häufig hört man ja, dass günstig bewertete Value-Aktien eine gute Möglichkeit sind, um künftig hohe Renditen zu erzielen. Eine der am meisten betrachteten Bewertungskennzahlen ist der KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis). Da ließe sich doch vielleicht sagen, dass Aktien mit einem besonders niedrigen KGV (beispielsweise von unter 15) künftig besser performen müssen, oder?

Auch hier musst du wieder beachten: Es handelt sich hierbei zunächst um eine Aussage, die erstmal logisch klingt. Entscheidend ist aber, zu analysieren, ob Aktien mit einem KGV von unter 15 künftig auch wirklich eine höhere Rendite erzielen. Auch hierzu habe ich eine Analyse durchgeführt. Der Artikel, in dem ich dir die detaillierten Ergebnisse hierzu vorstelle, erscheint in Kürze.

Dieses Beispiel zeigt dir also, dass es gefährlich ist, ausschließlich auf die Logik und an sich stimmige Konzepte bei der Aktienbewertung zu setzen. Viel wichtiger ist es, herauszufinden, was wirklich funktioniert.

3. Die „guten“ Kennzahlen ausfindig machen

Eine „gute“ und eine „schlechte“ Kennzahl zur Aktienbewertung und Aktienauswahl habe ich dir schon vorgestellt. Die gute Kennzahl war das Gewinnwachstum. Es ist besser Aktien zu kaufen, die ein positives Gewinnwachstum aufweisen, als solche, die ein negatives Gewinnwachstum verzeichnen.

Als schlechte Kennzahl habe ich dir das KGV vorgestellt. Das KGV an sich ist aber keinesfalls eine schlechte Kennzahl. In diesem Beispiel war die Kennzahl nur schlecht, wenn wir auf Aktien mit einem besonders niedrigen KGV von weniger als 15 setzen. Diese entwickeln sich künftig tendenziell schlechter.

Wenn es nun darum geht eine Aktienbewertung auf Basis von Kennzahlen durchzuführen, solltest du in erster Linie die Kennzahlen betrachten, mit denen sich gute von schlechten Aktien unterscheiden lassen.

4. Von der Kennzahl zum Bewertungsmodell

Wenn erstmal bekannt ist, welche Kennzahlen gut dafür geeignet sind, um Aktien zu bewerten, lassen sich diese natürlich auch miteinander kombinieren. Ich habe für diverse Kennzahlen Analysen durchgeführt, welche gut für die Aktienbewertung geeignet sind und welche nicht. In meinen vier Aktienkönig-Bewertungsmodellen habe ich die besten Kennzahlen zur Aktienbewertung zusammengefasst.

Das bedeutet für dich also: Du musst nicht selbst unzählige Analysen durchführen oder jede Aktie einzeln bewerten. Du musst auch nicht eigenständig herausfinden, welche Kennzahlen zur Aktienbewertung am besten geeignet sind. Wichtig ist, dass du verstehst, weshalb einige Kennzahlen besser geeignet sind, um gute von schlechten Aktien zu unterscheiden. Ich bin aktuell dabei für jedes meiner vier Aktienkönig-Bewertungsmodelle einen Artikel zu verfassen, in dem ich dir zeige, welche Renditen es in der Vergangenheit erwirtschaftet hätte. Mithilfe dieser Bewertungsmodelle erhältst du eine schnelle Einschätzung, ob es sich lohnt in eine Aktie zu investieren oder nicht.

5. Fazit: Leg deinen Fokus auf Aktienkennzahlen

Bei der Aktienbewertung geht es darum, dass du beurteilen kannst, ob es sich lohnt in eine Aktie zu investieren oder nicht. Eine gute Aktienanalyse sollte daher eine Aussage darüber treffen können, wie hoch die Chancen sind, dass die analysierte Aktie künftig zu den Gewinnern gehört.

Die Analyse des Geschäftsmodells eines Unternehmens versorgt dich mit Informationen, die nett zu wissen sind. Einen echten Mehrwert liefert dir aber erst die quantitative Aktienanalyse, also die Auswertung diverser Kennzahlen. Aber nicht alle Kennzahlen sind hilfreich. Dein Fokus sollte auf den Kennzahlen liegen, die in der Lage sind, die künftigen Gewinner-Aktien von den Verlierer-Aktien zu unterscheiden. Diese ganzen Analysen musst du aber nicht eigenständig durchführen. Mithilfe meiner vier Aktienkönig-Bewertungsmodelle bekommst du einen schnellen Überblick, ob eine Aktie aussichtsreich ist oder nicht.