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Mit dem Trend-Check in starke Aufwärtstrends investieren

Titelbild zum Trend-Check mit einem Chart in einem Aufwärtstrend im Hintergrund

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Worum es in diesem Beitrag geht

Der Aktienkönig-Trend-Check ist ein Bewertungsmodell, mit dem du herausfindest, ob eine Aktie eine attraktive Trendaktie ist. Hierfür werden verschiedene Kennzahlen zur Beurteilung der Trendstärke und der Kursrisiken einer Aktie ausgewertet. Zunächst erkläre ich dir, wie die Aktien beim Trend-Check bewertet werden. Außerdem erfährst du, wieso es sich lohnen kann in starke Trendaktien zu investieren.

Anschließend stelle ich dir die einzelnen Kennzahlen, die im Trend-Check betrachtet werden, ausführlich vor. Natürlich wird die Berechnung anhand konkreter Beispiele einfach erklärt. Abschließend erfährst du, wie du den Trend-Check in der Praxis einsetzen kannst und was die Punktzahl überhaupt aussagt.

1. Zielsetzung des Trend-Checks

Der Trend-Check hilft dir dabei Aktien ausfindig zu machen, die über die letzten Monate und Jahre überdurchschnittlich starke Aufwärtstrends verzeichnet haben. Aktien, die nach dem Aktienkönig-Trend-Check auf eine hohe Punktzahl kommen, gelten als starke und attraktive Trendaktien. Mit diesen Trendaktien bist du in der Lage auf den fahrenden Zug aufzuspringen und von einer Fortsetzung des Aufwärtstrends zu profitieren.

Der Trend-Check ist ein Modell, um eine einfache Aktienbewertung nach konkreten Regeln vorzunehmen. Ziel hierbei ist es Aktien mit starken und stabilen Aufwärtstrends zu finden. Tendenziell erzielen Aktien, die im Trend-Check auf eine hohe Punktzahl kommen, künftig eine höhere Rendite.

Die Aussagekraft eines Aktien-Bewertungsmodells lässt sich mithilfe von Backtests analysieren. In Kürze erscheint hierzu auch ein ausführlicher Artikel.

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2. Wie werden Aktien im Trend-Check bewertet?

Beim Trend-Check werden sieben Kennzahlen betrachtet, die ausschließlich auf der historischen Kursveränderung der Aktie basieren. Bei allen Kennzahlen wird außerdem der Vergleich zum Index hergestellt. Fünf dieser sieben Kennzahlen beziehen sich auf die Stärke des Aufwärtstrends, die beiden restlichen Kennzahlen bewerten die Risiken einer Aktie.

Für jede Kennzahl gibt es einen Richtwert, den die Aktie erfüllen muss, damit sie einen Punkt erhält. Je mehr Kriterien eine Aktie besteht, desto mehr Punkte erzielt sie im Trend-Check. Besteht eine Aktie alle Kriterien erhält sie folglich die Maximalpunktzahl von sieben Punkten.

Gerade bei der Bewertung von Aufwärtstrends kommt es auf den Vergleich zum Index an. Lag in den letzten Jahren ein starker Bullenmarkt vor, ist es für eine Aktie nicht schwierig innerhalb von drei Jahren um 50% zu steigen. Befanden sich die Börsen jedoch in einem Bärenmarkt, wäre ein Kurszuwachs von nur 20% innerhalb von drei Jahren bereits ein gutes Resultat. Folglich wird bei allen Kennzahlen im Trend-Check ein Vergleich mit dem Index vorgenommen. Durch den Vergleich mit dem Index lässt sich die Trendstärke einer Aktie in Relation zum Gesamtmarkt besser beurteilen.

3. Welche Kennzahlen kommen zum Einsatz?

Wie bereits gesagt werden beim Trend-Check sieben Kennzahlen betrachtet, die die historische Kursentwicklung einer Aktie mit Blick auf ihre Rendite und ihr Risiko bewerten. In diesem Abschnitt stelle ich dir die sieben Kennzahlen im Detail vor und erläutere dir, welche Kriterien jeweils für die Punktevergabe erfüllt sein müssen.

Damit die Berechnungen einfach zu verstehen sind, erkläre ich dir die Berechnungen am Beispiel von PepsiCo. Hierfür werden die Daten bis zum 12.12.2023 betrachtet.

3.1. Performance über 6 Monate

Die erste Kennzahl im Trend-Check ist die Performance einer Aktie über die letzten sechs Monate. Zur Performance gehören neben der Kursentwicklung auch ausgeschüttete Dividenden. Betrachtet wird also der Total Return über die letzten drei Monate.

Bei einer Kennzahl, die die Rendite über einen bestimmten Zeitraum auswertet, ist es allerdings wenig sinnvoll, eine starre Grenze vorzugeben, ab wann eine Aktie einen Punkt erhält und wann nicht. Schließlich ist die Performance einer Aktie stark von der aktuellen Lage des Gesamtmarktes abhängig. Daher entscheidet auch die Performance des zugrundeliegenden Leitindex, ob die analysierte Aktie einen Punkt erhält oder nicht.

Eine Aktie erhält dann einen Punkt, wenn ihre Performance (also ihr Total Return) über die letzten sechs Monate besser war als der des Index. Beim zugrundeliegenden Index werden ebenfalls Total Return Daten betrachtet.

Chart Performancevergleich PepsiCo vs. S&P 500 über 6 Monate
PepsiCo vs. S&P 500 über 6 Monate

Stellt sich natürlich noch die Frage, welcher Index für den Vergleich überhaupt herangezogen wird? Das ist davon abhängig in welchem Land die Aktie an der Börse notiert ist.

  • Für eine Aktie aus Deutschland ist der DAX der Vergleichsindex
  • Für eine europäische Aktie wird der Stoxx600 herangezogen
  • Und für eine amerikanische Aktie wird der S&P 500 betrachtet

Wie eben bereits erwähnt wird bei jedem Index der Performanceindex bzw. Total-Return-Index betrachtet.

Werfen wir nun einen Blick auf das Beispiel mit PepsiCo. In den letzten sechs Monaten hat PepsiCo eine Rendite von -7,15%% erzielt (inklusive Dividenden). Der S&P 500 Total Return Index (ebenfalls inklusive Dividenden) kam auf eine Rendite von +8,63%. Da PepsiCo nicht an die Rendite des S&P 500 herankommt, kann in diesem Fall kein Punkt vergeben.

3.2. Performance über 3 Jahre

Neben der Performance einer Aktie über sechs Monate wird als zweite Kennzahl im Trend-Check die Performance über die letzten drei Jahre ausgewertet. Auch hier erfolgt ein Vergleich mit dem jeweiligen Index. Indem die Performance über zwei sehr unterschiedliche Zeiträume betrachtet wird, bildet der Trend-Check die Rendite einer Aktie deutlich besser ab, als wenn nur ein Zeitraum analysiert werden würde.

Eine Aktie erhält dann einen Punkt, wenn ihre Performance (also ihr Total Return) über die letzten drei Jahre besser war als der des Index. Beim zugrundeliegenden Index werden ebenfalls Total Return Daten betrachtet.

Chart Performancevergleich PepsiCo vs. S&P 500 über 3 Jahre
PepsiCo vs. S&P 500 über 3 Jahre

Über die letzten drei Jahre hat PepsiCo eine Rendite von +27,0% erzielt (inklusive Dividenden). Der S&P 500 als Total-Return-Index kommt allerdings auf eine Rendite von +33,4%. Da PepsiCo nicht an die Rendite des S&P 500 herankommt, kann auch bei der zweiten Kennzahl kein Punkt vergeben werden.

3.3. Abstand zum GD200

Bei der dritten Kennzahl im Trend-Check wird der Abstand einer Aktie zu ihrem 200-Tage-Durchschnitt analysiert.  Der 200-Tage-Durchschnitt einer Aktie ist einer der am häufigsten betrachteten Durchschnitte, um die Trendrichtung einer Aktie zu bestimmen. Je größer der Abstand einer Aktie zu ihrem 200-Tage-Durchschnitt ist, desto stärker ist der Aufwärtstrend.

Naheliegend wäre es nun zu sagen, dass eine Aktie einen Punkt erhält, wenn ihr Kurs über dem 200-Tage-Durchschnitt liegt. Dann bleibt die aktuelle Marktlage aber außen vor. Folglich wird auch hier ein Vergleich zum Index aufgestellt.

Eine Aktie erhält einen Punkt, wenn ihr Abstand zu ihrem 200-Tage-Durchschnitt größer ist als der Abstand des Index zu seinem 200-Tage-Durchschnitt.

Chart PepsiCo mit 200-Tage-Durchschnitt
PepsiCo mit 200-Tage-Durchschnitt

Aktuell (wie gesagt werden die Daten Stand 12.12.23 betrachtet) notiert die Aktie von PepsiCo bei 168,47 USD. Der 200-Tage-Durchschnitt verläuft hingegen bei 175,77 USD. Setzen wir die beiden Kennzahlen zueinander ins Verhältnis, kommen wir zu dem Ergebnis, dass PepsiCo aktuell -4,2% unter dem 200-Tage-Durchschnitt liegt. Solange kein Vergleich zum S&P 500 durchgeführt wurde, lässt sich mit dieser Zahl aber noch nicht viel anfangen. Daher betrachten wir nun noch, den S&P 500 und seinen 200-Tage-Durchschnitt:

Chart S&P 500 mit 200-Tage-Durchschnitt
S&P 500 mit 200-Tage-Durchschnitt

Der S&P 500 notiert aktuell bei 4.644 Punkten, der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 4.306 Punkten. Der S&P 500 liegt also 7,8% über seinem 200-Tage-Durchschnitt. Auch für die dritte Kennzahl kann für PepsiCo kein Punkt vergeben werden, da der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt bei PepsiCo schlechter ist als beim S&P 500.

3.4. Abstand zum 52-Wochen-Hoch

Auch die Kennzahl „Abstand zum 52-Wochen-Hoch“ ist schnell erklärt, schließlich sagt bereits der Name aus, wie sich diese Kennzahl berechnet. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch ergibt sich, indem der aktuelle Aktienkurs einer Aktie ins Verhältnis zu ihrem in den letzten 52 Wochen erreichten Hoch gesetzt wird.

Eine Aktie erhält einen Punkt, wenn der Abstand zu ihrem 52-Wochen-Hoch nicht größer ist als der Abstand vom Index zu seinem 52-Wochen-Hoch zuzüglich 5%-Punkten. Die kleine Toleranz von 5%-Punkten ist eingebaut, da im Falle eines neuen 52-Wochen-Hochs beim Index sonst auch nur Aktien einen Punkt erhalten würden, die am selben Tag ebenfalls ein neues Hoch markiert haben.

Erneut betrachten wir das Beispiel mit PepsiCo. Aktuell notiert die Aktie bei 168,47 USD. Das Hoch der letzten 52 Wochen liegt bei 196,88 USD. Daraus ergibt sich ein Abstand von -14,4% (=168,47 / 196,88 – 1).

Chart PepsiCo mit laufendem 52-Wochen-Hoch
PepsiCo mit laufendem 52-Wochen-Hoch

Auch hier ist ein Vergleich mit dem Index wichtig. Der S&P 500 befindet sich aktuell nahezu auf seinem Hoch der letzten 52 Wochen. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt also 0%.

Chart S&P 500 mit laufendem 52-Wochen-Hoch
S&P 500 mit laufendem 52-Wochen-Hoch

Für die Kennzahl „Abstand zum 52-Wochen-Hoch“ kann für PepsiCo kein Punkt vergeben werden. Da der S&P 500 aktuell auf seinem 52-Wochen-Hoch notiert, dürfte PepsiCo maximal 5% darunter liegen. Der Abstand beträgt aktuell allerdings -14,4%.

3.5. Rollierende Outperformance

Mit der Kennzahl „Rollierende Outperformance“ wird es nun etwas komplexer. Aber die erhöhte Komplexität lohnt sich, da sich mit dieser Kennzahl die Outperformance einer Aktie zu ihrem Index über verschiedene Zeiträume messen lässt.

Insgesamt wird ein Zeitraum von drei Jahren betrachtet. Innerhalb dieser drei Jahre werden diverse rollierende Zeitfenster über einen Zeitraum von sechs Monaten gebildet. Der erste Zeitraum reicht beispielsweise von Beginn der ersten Woche bis zum Ende der 26 Woche. Der zweite Zeitraum startet mit der zweiten Woche und endet mit der 27. Woche. So wird das Zeitfenster von sechs Monaten über den gesamten Zeitraum von drei Jahren immer um eine Woche verschoben. Daraus ergeben sich dann viele 6-Monats-Zeiträume, über die jeweils die Outperformance von der Aktie zum Index ermittelt wird.

Darstellung einzelner Zeiträume bei der Kennzahl "Rollierende Outperformance"
Darstellung einzelner Zeiträume bei der Kennzahl "Rollierende Outperformance"

Abschließend muss über die einzelnen Zeiträume nur noch ein Durchschnitt gebildet werden. Ist die durchschnittliche Outperformance einer Aktie zu ihrem Index größer als 0, erhält die Aktie einen Punkt, andernfalls nicht.

Die Berechnung der Outperformance von PepsiCo gegenüber dem S&P 500 für alle Zeiträume würde hier zu umfangreich werden. Während PepsiCo in den jüngsten 6-Monats-Zeiträumen gegenüber dem S&P 500 eine deutliche Underperformance verzeichnet hat, sah das vor einem Jahr noch ganz anders aus. Über alle betrachteten 6-Monats-Zeiträume kommt PepsiCo auf eine durchschnittliche Outperformance von 1,55%-Punkten. Folglich kann für diese Kennzahl ein Punkt vergeben werden.

3.6. Volatilität

Die Volatilität ist vermutlich die am häufigsten betrachtete Kennzahl, zur Bewertung der Risiken beziehungsweise der Kursschwankungen einer Aktie. Je größer die Volatilität ist, desto stärker sind die Schwankungen einer Aktie. Eine niedrige Volatilität wird von Investoren in der Regel bevorzugt.

Die Volatilität wird im Trend-Check auf Basis der täglichen Kursveränderungen über einen Zeitraum von drei Jahren berechnet. Haben die Aktienmärkte zuletzt eine turbulente Phase durchgemacht, ist die Volatilität einzelner Aktien natürlich höher. Folglich ist auch hier ein Vergleich mit der Volatilität des Index erforderlich.

Das Regelwerk zur Punktevergabe sieht vor, dass eine Aktie einen Punkt erhält, wenn ihre Volatilität maximal 10%-Punkte größer ist als die des Index.

Du wunderst dich jetzt vielleicht über diesen großen Toleranzbereich. Grund dafür ist, dass eine Aktie für gewöhnlich deutlich größere Schwankungen aufweist, als ein breit aufgestellter Index. Würde das Regelwerk verlangen, dass die Volatilität einer Aktie geringer ist, als die des Index, würde nur noch ein Bruchteil der Aktien diese Prüfung bestehen.

Auf Sicht der letzten drei Jahre hat PepsiCo eine Volatilität von 16,5% erzielt, während der S&P 500 eine Volatilität von 17,5% aufwies. Damit erfüllt PepsiCo ohne Probleme das Kriterium einen Punkt zu erhalten.

3.7. Maximaler Drawdown

Die letzte Kennzahl im Trend-Check ist der maximale Drawdown. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine sehr häufig betrachtete Kennzahl zur Bewertung der Kursrisiken einer Aktie. Der maximale Drawdown gibt Auskunft darüber, wie stark eine Aktie ausgehend von ihrem zuvor erreichten Hoch maximal gefallen ist.

Der maximale Drawdown wird im Trend-Check über einen Zeitraum von fünf Jahren ermittelt. Auch hier ist der Vergleich mit dem Index äußerst wichtig. Haben die Aktienmärkte in den letzten fünf Jahren eine große Krise durchlaufen, sind die maximalen Drawdowns der einzelnen Aktien natürlich deutlich größer, als wenn die letzten fünf Jahre ein stabiler Aufwärtstrend vorlag.

Eine Aktie erhält einen Punkt, wenn ihr maximaler Drawdown in den letzten fünf Jahren maximal 5%-Punkte größer ist als der des Index. Auch hier wird also wieder mit einer kleinen Toleranz gearbeitet.

In der folgenden Abbildung siehst du einen Drawdown-Chart für PepsiCo. Dieser Chart zeigt dir an, wie weit PepsiCo zum jeweiligen Zeitpunkt unter dem zuvor erreichten Hoch notiert hatte. Der Start des Drawdown-Charts liegt zu Beginn der Betrachtung vor 5 Jahren. Den größten Drawdown (maximalen Drawdown) hat PepsiCo im Corona-Crash im Frühjahr 2020 verzeichnet. Dieser belief sich auf -29,3%.

Drawdown-Chart für PepsiCo über 5 Jahre
Drawdown-Chart für PepsiCo über 5 Jahre

Nun ist auch wieder ein Vergleich mit dem S&P 500 erforderlich. Auch der S&P 500 hat seinen maximalen Drawdown in den letzten 5 Jahren im Frühjahr 2020 verzeichnet. Mit -33,9% fiel dieser Rückgang allerdings größer aus als bei PepsiCo.

Da der maximale Drawdown in den letzten 5 Jahren bei PepsiCo deutlich unter dem vom S&P 500 liegt, erhält PepsiCo einen weiteren Punkt.

4. Das Ergebnis vom Trend-Check

Für jede der sieben vorgestellten Kennzahlen weißt du nun, wie bestimmt wird, ob eine Aktie für die jeweilige Kennzahl einen Punkt erhält oder nicht. Der letzte Schritt ist nun nur noch die sieben Kennzahlen gemeinsam zu betrachten und eine Summe aus den Punkten zu bilden. Besteht eine Aktie alle sieben Kriterien, erhält sie im Trend-Check die Maximalpunktzahl von sieben Punkten.

PepsiCo konnte im Beispiel bei drei von sieben Kennzahlen das Kriterium zur Punktevergabe bestehen. Folglich erhält PepsiCo 3 Punkte im Trend-Check.

4.1. Wann ist eine Aktie kaufenswert?

Eine Aktie kann höchstens sieben Punkte im Trend-Check erreichen. Das bedeutet aber nicht, dass sie auch unbedingt sieben Punkte erreichen muss, um nach dem Trend-Check kaufenswert zu sein. Bereits sechs Punkte sind ein sehr gutes Ergebnis und reichen für einen Kauf nach dem Trend-Check aus.

Dass es durchaus lohnenswert sein kann, Aktien mit einer hohen Punktzahl im Trend-Check zu kaufen, zeigen auch die Backtests zum Trend-Check. Dieser Beitrag erscheint in Kürze.

4.2. Warnsignale beim Trend-Check

Der Trend-Check ist aber nicht nur in der Lage dir zu zeigen, wenn eine Aktie eine aussichtsreiche und starke Trendaktie ist. Er kann auch genau das Gegenteil und dich vor schwachen Aktien warnen, die du besser nicht kaufen solltest.

Erreicht eine Aktie im Trend-Check zwei Punkte oder weniger, gilt sie als unattraktiv. Diese Aktien erzielen künftig für gewöhnlich niedrigere Renditen. Natürlich kannst du auch mit einer Aktie mit einer niedrigen Punktzahl im Trend-Check mal einen guten Kauf machen, die Wahrscheinlichkeit dafür ist aber eher gering.

4.3. Trend-Check in der Praxis einsetzen

Nachdem du nun weißt, wie du den Trend-Check interpretieren kannst, geht es nun noch darum, wie du die Erkenntnisse in der Praxis umsetzen kannst.

Wie bereits gesagt, sind Aktien mit einer Punktzahl von sechs oder sieben Punkten im Trend-Check äußerst attraktive Trendaktien, mit denen du künftig sehr wahrscheinlich eine gute Rendite erzielen kannst.

Du solltest aber trotzdem nicht jede Aktie kaufen, die im Trend-Check gut abgeschnitten hat. Findest du eine Aktie mit einer hohen Punktzahl im Trend-Check, kannst du diese Aktie genauer betrachten, und für dich persönlich die Frage klären, ob die Aktie in dein Depot passt. Du solltest mindestens einmal verstehen, was das Unternehmen überhaupt macht und wie es sein Geld verdient.

Solltest du dich dazu entschließen eine starke Aktie aus dem Trend-Check zu kaufen, ist natürlich die Frage, wie du die Position anschließend verwaltest. Solange die Punktzahl für die Aktie im Trend-Check hoch genug ist und du von der Aktie bzw. dem Unternehmen überzeugt bist, kannst du die Aktie halten.

Natürlich ist eine heute aufgestellte Bewertung und Analyse aber nicht für immer gültig. Deshalb musst du die Position wie jede andere Aktie auch im Auge behalten. Nicht jeder Kauf, der sich am Trend-Check orientiert, ist auch ein Erfolg. Und so kann es auch vorkommen, dass die Aktie mit der Zeit eine deutlich niedrigere Punktzahl im Trend-Check erzielt. Sollte das der Fall sein, musst du prüfen, worauf das zurückzuführen ist, und für dich die Frage klären, ob die Aktie noch attraktiv ist, oder du lieber nach anderen starken Trendaktien Ausschau halten möchtest.

5. Für wen sind Trend-Aktien geeignet?

Aktien mit einer hohen Punktzahl im Trend-Check gelten als attraktive und aussichtsreiche Trendaktien. Diese Aktien tendieren dazu auch künftig eine hohe Rendite zu erzielen. Eine Garantie darauf gibt es aber natürlich nicht und in Einzelfällen entwickelt sich eine Position nicht wie gewünscht. Damit musst du auf jeden Fall umgehen können.

Wenn du gerne in Aktien investierst, die bereits solide Aufwärtstrends aufweisen, bist du ein sogenannter Trend-Investor. In diesem Fall ist der Trend-Check ein Bewertungsmodell, mit dem du dich ausführlicher auseinandersetzen solltest.

In Trendaktien zu investieren ist also nur dann sinnvoll, wenn es zu deinem persönlichen Investmentstil passt. Bist du hingegen beispielsweise ein Dividendeninvestor, ist eine starke Trendaktie, die vielleicht nicht einmal eine Dividende zahlt, für dich sicherlich nicht die richtige Wahl.

Als Trendinvestor solltest du außerdem nicht nur eine einzelne Trendaktie kaufen. Wie gesagt gibt es auch immer mal wieder Fälle, in denen eine Aktie trotz guter Ergebnisse im Trend-Check künftig doch nicht so überzeugen kann. Besser ist es daher, wenn du dir nach und nach ein Depot aus mehreren Trendaktien aufbaust.

6. Fazit: Trend-Check – das Bewertungsmodell für Trendinvestoren

Mit dem Trend-Check bist du in der Lage starke Trendaktien ausfindig zu machen. Um eine Aktie nach dem Trend-Check zu bewerten, werden sieben Kennzahlen ausgerechnet, die die historische Trendstärke und Kursrisiken einer Aktie bewerten. Hierbei findet stets ein Vergleich mit dem Index statt, um zu bestimmen, ob die Aktie für das jeweilige Kriterium einen Punkt erhält oder nicht.

Besteht eine Aktie bei allen Kennzahlen das jeweilige Kriterium, erhält sie die Maximalpunktzahl von sieben Punkten im Trend-Check und gilt somit als starke und attraktive Trendaktie. Aber auch sechs Punkte im Trend-Check signalisieren dir eine aussichtsreiche Trendaktie.

Mithilfe des Trend-Checks kannst du also schnell beurteilen, ob eine Aktie für dich als Investment infrage kommt. Natürlich solltest du eine Aktie aber niemals blind kaufen, sondern dich weiter mit dem Unternehmen auseinandersetzen. Der Trend-Check ist aber der ideale Ausgangspunkt, um aus einer Vielzahl von Aktien bestimmen zu können, ob sich ein Kauf überhaupt lohnen kann oder nicht.