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Markteinschätzung Februar

Titelbild zum Blogbeitrag Markteinschätzung Februar

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Performance-Rückblick

Index-Heatmap

Den Januar haben die Aktienmärkte in Europa und den USA tendenziell mit leichten Gewinnen abgeschlossen. Im Schnitt lag die Performance der wichtigsten Indizes bei etwa +1,4%. Besonders auffällig ist der große Verlust beim MDAX von -4,3%. Obwohl der MDAX bereits zwei vergleichsweise schwache Jahre hinter sich hat, ist auch in diesem Jahr kein erfolgreicher Jahresstart gelungen. Aus Europa fällt vor allem der niederländische Aktienindex (AEX) mit einem großen Gewinn von +4,0% auf.

Der DAX, Stoxx600 und S&P 500 nehmen sich auf Monatssicht nicht viel. Die Renditeunterschiede sind so gering, dass es hier keine tiefere Analyse bedarf. Erstaunlich ist dafür der Unterschied in Asien. Der Nikkei ist mit +8,4% besonders erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Auf der anderen Seite zeigten sich die Börsen in China und Hong Kong dafür äußerst schwach. Der Hang Seng hat einen Verlust von -9,2% erzielt. Der Hang Seng befindet sich seit Jahren in einem Abwärtstrend und setzt diese Tendenz ungebremst fort.

Heatmap mit den Renditen der wichtigsten Aktienindizes im Januar
Heatmap mit den Renditen der wichtigsten Aktienindizes im Januar

Performance im Januar

Wie bereits gesagt gibt es im Januar zwischen den großen Leitindizes keine großen Performanceunterschiede. Der Nasdaq100 hat den Januar zwar am schwächsten gestartet, konnte zur Monatsmitte dann aber deutlich aufholen. In den letzten Tagen gab der US-Techindex dann zwar wieder etwas nach, beendet den Monat aber dennoch stark. Am stabilsten über den Monat hinweg entwickelt hat sich der S&P 500. Zu Monatsbeginn hat der S&P 500 am wenigsten nachgegeben und sich bis zum Monatsende dann auch stabil gehalten. Eine kleine Rallye zwischen der Monatsmitte und dem Monatsende hat der Stoxx 50 verzeichnet. Insgesamt lässt sich hier aber sagen, dass es keine nennenswerten Performanceunterschiede gibt.

Chart für die wichtigsten Aktienindizes im Januar
Performance DAX, Stoxx Europe 50, S&P 500 und Nasdaq100 im Januar

Performance im letzten Jahr

Auf Sicht der letzten 12 Monate ist der Nasdaq100 klar der stärkste Index mit einem Gewinn von 40,3%. Ein Großteil dieser Outperformance zu den weiteren Indizes ist nach wie vor auf den Mai und Juni letzten Jahres zurückzuführen. Der S&P 500, DAX und Stoxx 600 haben sich die letzten 12 Monate im Gleichschritt bewegt, wobei der Gewinn beim S&P 500 mit +19,1% am größten ausfällt. Enttäuschend ist wie bereits erwähnt die Performance vom MDAX mit -9,7%. Nach einem schwachen Jahr 2023 hätte man in der Hoffnung sein dürfen, dass zumindest der Jahresstart 2024 besser verläuft. Aber auch da hat der MDAX seinen Rückstand nur noch einmal ausgeweitet.

Charts für die wichtigsten Aktienindizes (DAX, MDAX, Stoxx600, S&P 500 und Nasdaq100) die letzten 12 Monate
Performancevergleich DAX, MDAX, Stoxx600, S&P 500, Nasdaq100 über die letzten 12 Monate

Blick auf die Volatilität: VIX

Dass sich die Aktienmärkte aktuell in einem sehr ruhigen Umfeld bewegen, zeigt auch ein Blick auf den Volatilitätsindex VIX. Der VIX ist ein Maß für die implizite Volatilität des S&P 500. Die implizite Volatilität leitet sich aus Optionen auf den S&P 500 ab und spiegelt die Erwartungen der Marktteilnehmer über die Volatilität in den nächsten 30 Tagen wider.

Aktuell liegt der VIX bei nur 13,8 Punkten und damit auf einem historisch äußerst niedrigen Niveau. Zuletzt hat der VIX Ende Oktober ein höheres Niveau von über 20 erreicht. Es ist durchaus möglich, dass die Volatilität auch die kommenden Wochen weiterhin niedrig bleibt. Allerdings steigt mit jeder Woche auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Schwankungen an den Aktienmärkten mal wieder etwas zunehmen können.

Entwicklung des VIX zwischen 2018 und 2024
Entwicklung des VIX letzte fünf Jahre

Tops & Flops im Januar

Für den deutschen Aktienmarkt werden die 100 Aktien des HDAX betrachtet:

Top/Flop Aktien aus dem HDAX (Deutschland)

Top-Aktien & Flop-Aktien aus dem HDAX im Januar 2024
Top-Aktien & Flop-Aktien aus dem HDAX im Januar 2024

Top/Flop Aktien aus dem Nasdaq100 (USA)

Top-Aktien & Flop-Aktien aus dem Nasdaq100 im Januar 2024
Top-Aktien & Flop-Aktien aus dem Nasdaq100 im Januar 2024

Top/Flop Aktien aus Europa (Stoxx Europe 50)

Top-Aktien & Flop-Aktien aus dem Stoxx Europe 50 im Januar 2024
Top-Aktien & Flop-Aktien aus dem Stoxx Europe 50 im Januar 2024

Performance einzelner Branchen

Für die Analyse zyklischer und defensiver Sektoren werden die Branchenindizes des S&P 500 und Stoxx600 betrachtet. Im Januar gab es zwischen defensiven Sektoren und zyklischen Sektoren nur sehr geringe Unterschiede. Da sich die Aktienmärkte im Januar aber auch eher seitwärts bewegt haben beziehungsweise zum Monatsende moderate Gewinne verbuchen konnten, wundert auch die geringe Differenz an dieser Stelle wenig.

Deutlich größere Unterschiede gab es dafür zwischen den einzelnen Sektoren. Besonders stark zeigten sich Technologiewerte mit einem Gewinn von +6,8% im Januar. Auch Telekommunikationsaktien zogen mit +4,2% deutlich an. Zu den Verlierern gehören hingegen Grundstoffe (-3,8%) und Versorgen (-3,3%).

Vergleich zyklischer und defensiver Sektoren im Januar
Vergleich zyklischer und defensiver Sektoren im Januar

Chartanalyse

Chartanalyse für den DAX

Chartanalyse für den DAX (Stand 03.02.2024)
Chartanalyse für den DAX (Stand 03.02.2024)

Der DAX befindet sich seit einigen Wochen in einer Seitwärtsbewegung. Nach der starken Rallye im November und Dezember, als der DAX in nicht einmal zwei Monaten rund 16% zulegen konnte, ist die Konsolidierung auf dem aktuell hohen Niveau wenig verwunderlich. Wichtig war Anfang November, dass der DAX seine Abwärtstrendlinie (grau) überwinden konnte. Da innerhalb dieser Rallye allerdings keine nennenswerte Korrektur stattfand, ist der Trend leider nicht ganz so sauber. Ein guter und stabiler Aufwärtstrend zeichnet sich dadurch aus, dass sich neue höhere Hochpunkte und höhere Tiefpunkte immer abwechseln. Da der Anstieg Ende letzten Jahres aber wie am Schnürchen lief, gab es solche Tiefpunkte erst gar nicht.

Folglich dient die laufende Konsolidierung als die Ausbildung solcher Tiefpunkte. Besonders wichtig ist hierbei die Zone zwischen 16.230 und 16.530 Punkten. Hier liegen gleich drei Hochpunkte aus dem Jahr 2023 sowie das letzte Tief der Korrektur von Mitte Januar. Sollte der Ausbruch über die Marke von 17.000 Punkten nicht nachhaltig gelingen, wäre die grün gefärbte Unterstützungszone die erste Anlaufstelle. Deutlich tiefere Kursniveaus sind im Februar eher unwahrscheinlich.

Über den Februar hinaus könnte der DAX in einem schlechten Szenario diese Zone nach unten durchbrechen, dann findet sich die nächste Unterstützung in Form der 200-Tage-Linie bei aktuell 15.951 Punkten. Darunter bildet erst das Niveau zwischen 15.440 und 15.650 Punkte Unterstützung. Hier liegen drei markante Tiefpunkte aus der Seitwärtsbewegung im Sommer letzten Jahres. Damit dieses Niveau erreicht wird, müsste es von der wirtschaftlichen Lage her aber zunächst deutlich negative Signale geben.

Der DAX hat die letzten Monate immer wieder gezeigt, dass ein Ausbruch auf ein neues Allzeithoch selten von hoher Dynamik begleitet ist. Daher dürfte auch dieses mal ein Ausbruch auf über 17.000 Punkte nicht zu einer massiven Rallye führen. Überhitzt ist der Markt aktuell keinesfalls und im Februar ergibt sich durchaus ein Potenzial in Richtung 17.500 Punkte. Im Falle einer Korrektur ergeben sich spätestens im Bereich um die 16.500 Punkte wieder attraktive Einstiegsniveaus.

Chartanalyse für den S&P 500

Chartanalyse für den S&P 500 (Stand 03.02.2024)
Chartanalyse für den S&P 500 (Stand 03.02.2024)

Auf den ersten Blick ist beim S&P 500 über die letzten 1,5 Jahre ein deutlich schönerer Aufwärtstrend zu erkennen als beim DAX. So weist der S&P 500 eine seit Ende 2022 bestehende Aufwärtstrendlinie (blau) auf, die der DAX vermissen lässt. Grund dafür ist aber auch, dass der DAX bereits vor mehr als einem Jahr einen starken Aufwärtstrend verzeichnet hat und dabei zahlreiche neue Allzeithochs markieren konnte. Diese Entwicklung hat der S&P 500 nun die letzten Monate nachgeholt.

Besonders wichtig war vor wenigen Tagen, dass der S&P 500 sein bestehendes Allzeithoch bei etwa 4.800 Punkten überwinden konnte. Dieser Ausbruch war auch von einer gewissen Dynamik begleitet und verhalf dem Index zu einem Anstieg auf bis zu 4.931 Punkte. Das Niveau um die 4.800 Punkte dient nun als Unterstützung. Erfolgreich getestet wurde das bisherige Allzeithoch allerdings noch nicht. Sollte dieser Test aber erfolgreich verlaufen, ist das eine gute Grundlage für eine Fortsetzung des Anstiegs.

Deutlich eintrüben würde sich das Bild erst, wenn der S&P 500 unter sein Tief der Konsolidierung aus dem Dezember und von Anfang Januar bei rund 4.700 Punkten fällt. Das bedeutet natürlich nicht, dass dann mit einer ausgedehnten Korrektur zu rechnen wäre, die aktuelle Partystimmung wäre aber erstmal unterbrochen.

Aktuell ist eine Fortsetzung der Rallye in Richtung der Marke von 5.000 Punkten wahrscheinlich. Spannend wird dann sein, ob der S&P 500 diese psychologisch wichtige Marke einfach überwinden kann. Im Falle einer Korrektur kann das Niveau um 4.800 Punkte für einen Einstieg genutzt werden. Vorsicht ist bei Kursen von deutlich unter 4.700 Punkten geboten.

Chartanalyse für den Nasdaq100

Chartanalyse für den Nasdaq100 (Stand 03.02.2024)
Chartanalyse für den Nasdaq100 (Stand 03.02.2024)

Beim Nasdaq100 ist seit Ende Oktober 2023 ein schöner Aufwärtstrend zu erkennen. Hierbei wechseln sich höhere Hochpunkte und höhere Tiefpunkte nach und nach ab. Aktuell befindet sich der Nasdaq100 wieder in einer kleinen Korrekturphase, die spätestens bei 16.250 Punkten enden sollte. Dieses Niveau markiert den letzten lokalen Tiefpunkt (lila). Fällt der Index darunter, ist der mittelfristige Aufwärtstrend erstmal beendet. Darunter würde dann die 200-Tage-Linie bei aktuell rund 15.200 Punkten wieder in den Fokus rücken. Für Februar ist ein derart starker Rückgang aber unwahrscheinlich.

Für die kommenden Tage wäre eine Korrektur um weitere 3-4% in Richtung von 16.600 Punkten gesund. Auf diesem Niveau bietet sich ein längerfristig orientierter Einstieg an. In einem freundlichen Marktumfeld ist es aber genauso gut möglich, dass der Nasdaq100 sein bisheriges Allzeithoch bei 17.665 Punkten schnell wieder rausnimmt, was dann eine Fortsetzung der Rallye zur Folge haben dürfte. Dynamischer würde solch ein Ausbruch aber vermutlich verlaufen, wenn wir zunächst eine Korrektur um ein paar hundert Punkte sehen.

Fundamentale Marktanalyse

Inflation in den USA

Die Entwicklung der Inflation ist für die Aktienmärkte nach wie vor der entscheidende Faktor. Bislang gab es von den Zentralbanken keine klaren Äußerungen über erste Zinssenkungen. Das liegt auch daran, weil die Rückgänge bei der Inflationsrate zuletzt wieder etwas geringer ausgefallen sind.

Die letzten Inflationsdaten aus den USA gab es am 11.01. Die Inflationsrate ist in den USA im Dezember wieder leicht auf 3,4% gestiegen. Im November lag die Inflation bei 3,1%. Erwartet wurde zwar ein Anstieg, allerdings nur auf 3,2%. Obwohl die Inflation als 0,2%-Punkte über den Erwartungen lag, haben sich die Aktienmärkte vor allem auch zur Monatsmitte freundlich gezeigt.

Entwicklung der Inflationsrate in den USA letzte 10 Jahre
Entwicklung der Inflationsrate in den USA letzte 10 Jahre

Die Inflationsrate ist in den letzten Monaten zwar wieder klar in den Zielbereich von 2% zurückgekommen, im Bereich von 3% hat sie sich zuletzt allerdings gefestigt. Damit es von der FED klare Aussagen zu Zinssenkungen gibt, dürfte es daher erforderlich sein, dass die Inflationsrate bei den nächsten Veröffentlichungsterminen nochmal ein gutes Stück zurückgeht. Frische Daten zur US-Inflation für den Januar gibt es am 13.02.

Inflation in der Euro-Zone

Auch in der Euro-Zone ist die Inflation spürbar auf dem Rückmarsch. Bis die Inflation in die Nähe von 3% gefallen ist, hat es in der Euro-Zone allerdings ein paar Monate länger gedauert als in den USA. Hierzu seit aber auch erwähnt, dass der starke Anstieg der Inflation im Jahr 2021 in den USA ein paar Monate früher begonnen hat. Im Dezember lag die Inflation in der Euro-Zone noch bei 2,9%. Nach vorläufigen Daten soll die Inflation im Januar auf 2,8% zurückgegangen sein. Mit einem Rückgang in dieser Größenordnung wurde vorab auch gerechnet. Die finalen Daten zur Inflation für den Januar werden am 22.02. erwartet.

Entwicklung der Inflationsrate in der Euro-Zone letzte 10 Jahre
Entwicklung der Inflationsrate in der Euro-Zone letzte 10 Jahre

Was machen die Notenbanken?

Auf ihren Notenbanksitzungen im Januar haben sowohl die EZB als auch die FED ihren Leitzins konstant gehalten. Der Leitzins in der Euro-Zone liegt weiterhin bei 4,5%, während der Leitzins in den USA unverändert in einer Spanne zwischen 5,25% bis 5,50% belassen wurde. Im Vorfeld war sowohl für die EZB als auch für die FED bereits sicher, dass der Leitzins nicht verändert wird.

Viel spannender war es daher für beide Notenbanksitzungen, ob es konkrete Äußerungen gibt, wann die ersten Zinssenkungen erfolgen. Von der EZB wurden die Anleger aber enttäuscht. EZB-Notenbankchefin Lagarde stellte klar, dass es „verfrüht ist, über Zinssenkungen zu sprechen“. Experten rechnen mit einer ersten Zinssenkung im Juni. Eine entsprechende Bestätigung hat die EZB allerdings nicht abgegeben.

Auch die FED hat nach wie vor keinen Termin genannt, wann die Zinsen wieder gesenkt werden. FED-Chef Powell hat Zinssenkungen „irgendwann in diesem Jahr“ in Aussicht gestellt. Das war für die Marktteilnehmer allerdings eine Enttäuschung. Im Vorfeld der Sitzung sind viele Experten bereits von einer ersten Zinssenkung im März ausgegangen. Die aus den Daten der Terminmärkte abgeleitete Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im März lag vor der FED-Sitzung bei 46%. Nun liegt diese Wahrscheinlichkeit nur noch bei 38%. Die Pressekonferenz der FED ist daher als eine Absage an eine schnelle Zinssenkung zu werten.

Als Reaktion auf die Pressekonferenz hat der S&P 500 seine Verluste am Mittwochabend (31.01.) noch ein Stück ausgeweitet. Positiv zu werten ist aber die Tatsache, dass sich die Verkäufe am Donnerstag und Freitag nicht weiter fortgesetzt haben und die Börsen wieder deutlich ins Plus drehen konnten.

Im Februar steht kein weiterer Zinsentscheid an. Die nächsten Notenbanksitzungen am:

Berichtssaison

Vergangene Termine der Berichtssaison

In der folgenden Tabelle siehst du die Ergebnisse der größten Aktiengesellschaften, die in den letzten Wochen ihre Zahlen vorgelegt haben. Hierbei wird immer der Gewinn je Aktie (EPS = Earnings per Share) sowie der Umsatz mit den Erwartungen der Analysten verglichen. Außerdem siehst du die Kursreaktion am Tag der Veröffentlichung. Ein Stern beim Veröffentlichungsdatum zeigt dir, dass die Daten nach Börsenschluss veröffentlicht wurden. In diesem Fall bezieht sich die Kursreaktion auf den folgenden Handelstag. Der Fokus ist hier bewusst auf die größten Aktien gelegt, da diese in der Lage sind den Markt maßgeblich zu beeinflussen.

Ergebnisse der Berichtssaison im Januar: EPS und Umsatz im Vergleich zu den Analystenschätzungen
Ergebnisse der Berichtssaison im Januar: EPS und Umsatz im Vergleich zu den Analystenschätzungen

Die Berichtssaison verläuft bislang recht positiv. Die meisten Schwergewichte am Markt konnten die Erwartungen hinsichtlich Umsatz und Gewinn nicht nur erfüllen, sondern übertreffen. Aber selbst, wenn die Erwartungen übertroffen wurden, hat das bei einigen Aktien in der Folge dennoch zu Verlusten geführt. Ein gutes Beispiel hierfür ist Alphabet: Umsatz und Gewinn liegen zwar nur leicht über den Erwartungen, dennoch wurde die Aktie mit einem Verlust von -7,5% am Folgetag abgestraft.

Besonders enttäuschend verlief die Vorlage des Quartalsberichts bei Tesla. Tesla hat die Erwartungen zwar nur leicht verfehlt, dennoch brach die Aktie im Nachgang um -12,1% ein. Besonders stark zeigte sich hingegen Meta. Sowohl beim Gewinn (EPS) als auch beim Umsatz liegt Meta deutlich über den Erwartungen und bestätigt somit, dass sich das Unternehmen wieder in der Erfolgsspur befindet. Am Folgetag legte die Aktie um satte 20% zu. Insgesamt lässt sich also sagen, dass überwiegend positive Impulse von der Berichtssaison ausgehen.

Anstehende Termine der Berichtssaison

Die größten Unternehmen der USA haben im Januar zwar schon ihre Zahlen vorgelegt, aber auch im Februar gibt es noch einige größere Unternehmen, die über das abgelaufene Quartal berichten. Auch in dieser Tabelle wird der Fokus wieder bewusst auf die größten Unternehmen gelegt.

  • McDonalds: 05.02.
  • L’Oreal: 08.02.
  • Hermes: 09.02.
  • PepsiCo: 09.02.
  • Coca-Cola: 13.02.
  • Cisco Systems: 14.02.
  • WalMart: 19.02.
  • Home Depot: 20.02.
  • Nvidia: 21.02.
  • Nestlé: 22.02.
  • Salesforce: 29.02.

Kalender – anstehende Wirtschaftstermine

Datum / Uhrzeit Termin
05.02. um 11:00 Produzentenpreise Euro-Zone
09.02. um 08:00 Inflation Deutschland (Januar final)
13.02. um 11:00 ZEW-Konjunkturerwartungen
13.02. um 14:30 Inflation USA (Januar)
14.02. um 11:00 BIP Euro-Zone Q4 2023
16.02. um 14:30 Erzeugerpreise USA (Januar)
22.02. um 11:00 Inflation Euro-Zone (Januar final)
23.02. um 08:00 BIP Deutschland Q4 2023
23.02. um 10:00 ifo Geschäftsklimaindex
28.02. um 14:30 BIP USA Q4 2023
29.02. um 14:00 Inflation Deutschland (Februar vorläufig)
01.03. um 11:00 Inflation Euro-Zone (Februar vorläufig)

Fazit für den Februar

Nach der starken Rallye im November und Dezember im Vorjahr haben die Aktienmärkte im Januar ihr hohes Niveau erstmal gefestigt. Die Notenbanken konnten zuletzt nicht für zusätzlichen Schub am Markt sorgen, da es bislang keine klaren Äußerungen gab, wann die Zinsen das erste mal gesenkt werden.

Eine Fortsetzung der freundlichen Entwicklung im Februar scheint wahrscheinlich zu sein. Eine kleine Korrektur von 3-4% zuvor würde aber wenig verwundern und wäre auch gesund. Im Fokus liegt im Februar ganz klar die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten am 13.02. sowie der weitere Verlauf der Berichtssaison.