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Marktanalyse Januar

Titelbild zur Marktanalyse Januar

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Ziel der Marktanalyse Januar

In diesem Beitrag möchte ich dir meine Marktanalyse für die Aktienmärkte für den Januar vorstellen. Zunächst werfen wir aber einen Blick auf die Performance der letzten Wochen und Monate. Anschließend untersuche ich mit dir in der Chartanalyse für die wichtigsten Indizes auf welche Kursniveaus es jetzt ankommt. Außerdem analysieren wir die Entwicklung der Inflation und die Geldpolitik. Ziel der Marktanalyse ist, dass du weißt, was du in den nächsten Wochen am Aktienmarkt erwarten kannst.

Performance-Rückblick

Index-Heatmap

Im Dezember haben wir an den weltweiten Aktienmärkten eine sehr unterschiedliche Entwicklung gesehen. Während sich der DAX mit einem Gewinn von +1,4% relativ stabil halten konnte, beenden die meisten anderen Indizes den Dezember mit Verlusten. Diese Entwicklung ist eher untypisch, weil der Dezember statistisch betrachtet als einer der stärksten Börsenmonate gilt. Aber das Jahr 2024 hat gezeigt, dass auf solche Statistiken eben kein Verlass ist.

Einen besonders großen Rückgang hat der Dow Jones verzeichnet mit -5,3%. Hierzu muss aber erwähnt werden, dass der Dow Jones aufgrund seiner Berechnungslogik kein guter Maßstab ist und sich der Blick in den USA daher immer auf den S&P 500 und Nasdaq100 richten sollte. Auch der S&P 500 hat sich mit -2,5% aber eher schwach entwickelt, während der Nasdaq100 mit +0,4% zumindest noch einen kleinen Gewinn verzeichnen konnte.

Der breite europäische Aktienmarkt beendet den Dezember mit -0,5% eher seitwärts. Besonders stark im Minus ist der StoxxNordic (-4,1%), was allerdings auf den starken Kurseinbruch bei Novo Nordisk zurückzuführen ist. Komplett losgelöst von der unterdurchschnittlichen Entwicklung in den USA und Europa war im Dezember der asiatische Aktienmarkt mit Gewinnen von +4,4% beim Nikkei sowie +3,3% beim Hang Seng.

Heatmap mit den Renditen der wichtigsten Aktienindizes im Dezember
Heatmap mit den Renditen der wichtigsten Aktienindizes im Dezember

Performance im Dezember

Der Monatschart zeigt deutlich, dass es vor allem ein Event war, das die Performance auf Monatssicht zerschossen hat. Am Mittwochabend (19.12.) haben vor allem der S&P 500 als auch der Nasdaq100 einen deutlichen Einbruch verzeichnet. Auslöser dafür war die Notenbanksitzung der FED – dazu später mehr.

Bis zum Ende des Monats haben sich die Aktienmärkte von diesem Rückschlag nicht mehr erholt, sondern ihr Niveau eher gehalten. Auffällig ist dabei auch, dass die europäischen Aktienmärkte deutlich stabiler durch diese Phase durchgekommen sind. Der S&P 500 hat sich im Dezember überraschend schwach gezeigt und dümpelte bereits in der ersten Monatshälfte eher vor sich hin.

Chart für die wichtigsten Aktienindizes im Dezember
Chart für die wichtigsten Aktienindizes im Dezember

Performance im letzten Jahr

Auf Jahressicht sind die US-Aktienmärkte nach wie vor der klare Gewinner. Während der S&P 500 Ende November mit dem Nasdaq100 gleichziehen konnte, sorgt die schwache Performance im Dezember nun dafür, dass der S&P 500 wieder leicht hinter den Nasdaq100 zurückfällt. Vergleichsweise stark hat sich zuletzt vor allem der DAX gezeigt, der mit einer Rendite von +19% schon fast an den S&P 500 herankommt. Fairerweise muss aber erwähnt werden, dass der DAX als Performanceindex Dividenden bereits mitberücksichtigt, der S&P 500 als Kursindex hingegen nicht.

Vor allem im europäischen Vergleich wird aber deutlich, dass der DAX eine hohe Stärke aufweist und insbesondere über die letzten Monate viel besser performt als der Stoxx600. Beim Stoxx600 ist seit Sommer 2024 nur noch eine Seitwärtsbewegung zu erkennen, während sich der DAX in einem stabilen Aufwärtstrend befindet. Aufgrund der schwachen Entwicklung des MDAX im Dezember ist die Schere zwischen den deutschen Large-Caps und den Mid-Caps noch weiter auseinander gegangen.

Performance für die wichtigsten Indizes über die letzten 12 Monate
Performance für die wichtigsten Indizes über die letzten 12 Monate

Blick auf die Volatilität: VIX

Im Dezember hat der VIX nach der FED-Sitzung wieder einen Ausschlag in Richtung der 30 Punkte verzeichnet und damit das zweithöchste Niveau des Jahres 2024 markiert. An den hohen VIX infolge des Mini-Crashs Anfang August 2024 kam der Anstieg nun aber bei Weitem nicht heran. Dennoch haben sich die Aktienmärkte überraschend volatil gezeigt – für den Dezember eine eher untypische Entwicklung.

Es dauerte allerdings nicht lange, bis sich die Lage wieder beruhigt hat. Insgesamt lässt sich sagen, dass es eine sehr gesunde Entwicklung ist, dass der VIX zuletzt öfter Niveaus von über 20 Punkten erreicht hat. Vor allem in der ersten Jahreshälfte 2024 war die Volatilität sehr gering und es bestand jederzeit die Gefahr, dass sich diese ausgelassene Stimmung in einer Abwärtsbewegung und damit einem steigenden VIX entlädt. Im Prinzip haben wir das Anfang August auch gesehen. Diese Gefahr besteht aktuell nicht, da die Aktienmärkte zuletzt ausreichend volatile Phasen durchgemacht haben. Mit einem aktuellen Stand von rund 17 Punkten befindet sich der VIX auf einem normalen Niveau.

Entwicklung des VIX seit Juni 2023
Entwicklung des VIX seit Juni 2023

Tops & Flops im Dezember

Für den deutschen Aktienmarkt werden die 100 Aktien des HDAX betrachtet, für die USA analysieren wir die Aktien des Nasdaq100 und für den europäischen Aktienmarkt betrachten wir die Aktie des Stoxx Europe 50.

Top/Flop Aktien aus dem HDAX (Deutschland)

Top-Aktien & Flop-Aktien aus dem HDAX im Dezember 2024
Top-Aktien & Flop-Aktien aus dem HDAX im Dezember 2024

Top/Flop Aktien aus dem Nasdaq100 (USA)

Top-Aktien & Flop-Aktien aus dem Nasdaq100 im Dezember 2024
Top-Aktien & Flop-Aktien aus dem Nasdaq100 im Dezember 2024

Top/Flop Aktien aus Europa (Stoxx Europe 50)

Top-Aktien & Flop-Aktien aus dem Stoxx Europe 50 im Dezember 2024
Top-Aktien & Flop-Aktien aus dem Stoxx Europe 50 im Dezember 2024

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Performance einzelner Branchen

Für die Analyse zyklischer und defensiver Sektoren werden die Branchenindizes des S&P 500 und Stoxx600 betrachtet. Die zyklischen Sektoren haben im Dezember einen Verlust von -1,5% verzeichnet, sich damit aber deutlich stabiler gehalten als die defensiven Sektoren mit einem Verlust von -4,2%.

Für das eher schwache Marktumfeld ist diese Entwicklung untypisch. Im Dezember herrschte an den Börsen infolge der FED-Sitzung eine erhöhte Unsicherheit und dennoch haben die sonst stabilen defensiven Sektoren größere Rückgänge verzeichnet. Vor allem die Sektoren Energie, Gesundheitswesen und Versorger schneiden mit Verlusten von jeweils über -5% schwach ab.

Vergleich zyklischer und defensiver Sektoren im Dezember
Vergleich zyklischer und defensiver Sektoren im Dezember

Chartanalyse - Marktanalyse Januar

Chartanalyse für den DAX

Chartanalyse für den DAX (Stand 02.01.2025)
Chartanalyse für den DAX (Stand 02.01.2025)

Im Dezember ist es dem DAX erstmalig gelungen über 20.000 Punkte zu steigen. Dieses Kursniveau habe ich in meiner letzten Markteinschätzung auch als realistisches Ziel herausgestellt. Infolge der Schwäche nach der FED-Sitzung ist der DAX anschließend aber wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 20.000 Punkten gefallen.

Sehr schön zu sehen war, dass im Bereich des vorherigen Allzeithochs von 19.670 Punkten (blau) eine Stabilisierung gelungen ist. Dieses Niveau dient nun auch im Januar als erste wichtige Unterstützung. Mit Kursrückgängen in diesen Bereich muss auf jeden Fall gerechnet werden.

Darunter bietet die grün markierte Unterstützung 1 die nächste wichtige Supportzone zwischen 18.570 und 18.900 Punkten. Hier liegen diverse Hoch- und Tiefpunkte der letzten Monate. Außerdem verläuft hier die 200-Tage-Linie. Ein Rückgang bis in diesen Bereich ist im Januar eher unwahrscheinlich. Sollte es dennoch dazu kommen, würden sich hier ideale Einstiegspunkte ergeben. Die weiteren Unterstützungen dienen zurzeit lediglich der Orientierung und dürften im Januar keine Rolle spielen.

Einziger Widerstand ist aktuell das Allzeithoch von 20.520 Punkten (orange). Der DAX hat im Januar auf jeden Fall das Potenzial dieses Niveau wieder ins Visier zu nehmen. Für neue Allzeithochs scheint aktuell allerdings die Dynamik zu fehlen.

Chartanalyse für den S&P 500

Chartanalyse für den S&P 500 (Stand 01.02.2025)
Chartanalyse für den S&P 500 (Stand 02.01.2025)

Der S&P 500 hat sich im Dezember zunächst sehr schwankungsarm gezeigt. Nach der FED-Sitzung ist der Index dann allerdings in den Unterstützungsbereich 1 zwischen 5.790 und 5.870 Punkten gefallen und konnte sich hier stabilisieren. Eine Korrektur bis in den Bereich von 5.900 Punkten habe ich in meiner letzten Markteinschätzung als „gesundes Szenario“ bezeichnet, da so eine Überhitzung vermieden wird.

Letztlich war für diese Korrektur allerdings ein Event von außen (die FED-Sitzung) erforderlich. Langfristig betrachtet kam diese Korrektur aber ganz gelegen. Aktuell befindet sich der S&P 500 nur noch 6% über seiner 200-Tage-Linie und ist damit nicht mehr überhitzt. Kurzfristig kommt es nun auf den Unterstützungsbereich 1 an, wo eine nachhaltige Stabilisierung durchaus denkbar ist. Eine Korrektur bis auf das letzte markante Tief von Anfang November (5.670 Punkte, lila) liegt aber ebenfalls im Rahmen des Möglichen.

Kritisch wird es erst bei Kursen unterhalb von Unterstützung 2 (rund 5.400 Punkte). Für einen Rückgang in diesen Bereich müsste es allerdings derart turbulent im Januar zugehen, sodass damit erstmal nicht zu rechnen ist.

Neue Allzeithochs von über 6.090 Punkten (blau) sind im Januar allerdings ebenfalls unrealistisch. Im Dezember wurden die Aktienmärkte nach der FED-Sitzung wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Bereits moderate Gewinne und Kurse von über 6.000 Punkten wären im Januar ein begrüßenswerter Start in das Jahr.

Chartanalyse für den Nasdaq100

Chartanalyse für den Nasdaq100 (Stand 02.01.2025)
Chartanalyse für den Nasdaq100 (Stand 02.01.2025)

Auch der Nasdaq100 hat in der Folge der FED-Sitzung im Dezember einen gehörigen Rückschlag verkraften müssen. Hier kommt es in den kommenden Tagen nun auf die Unterstützung 1 zwischen 20.300 und 20.700 Punkten an. Zuletzt konnte sich der Nasdaq100 Mitte November auf diesem Niveau stabilisieren. Kurse in diesem Bereich sind bereits attraktiv für neue Käufe.

Kurse unterhalb dieses Niveaus sind im Januar unwahrscheinlich. Solange der Nasdaq100 aber über Unterstützung 2 notiert (zwischen 19.300 und 19.700 Punkten), ist der langfristige Aufwärtstrend intakt. Hier verläuft zurzeit außerdem die 200-Tage-Linie.

Das Allzeithoch von rund 22.100 Punkten (blau) dürfte im Januar aber auch das maximale Potenzial darstellen. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau würde das einem Gewinn von +5% entsprechen, mit dem wir zum Start in das Jahr bereits sehr zufrieden sein dürften. Im Idealfall gelingt im Unterstützungsbereich 1 (oder schon knapp darüber) also eine Stabilisierung von der ausgehend ein Herantasten an das Allzeithoch erfolgt.

Chartanalyse für den Stoxx600

Chartanalyse für den Stoxx600 (Stand 02.01.2025)
Chartanalyse für den Stoxx600 (Stand 02.01.2025)

Der Stoxx600 befindet seit Mai 2024 in einer Seitwärtsbewegung und unterscheidet sich damit stark vom DAX, S&P 500 sowie dem Nasdaq100. Am europäischen Aktienmarkt ist die Stimmung daher eher verhalten, auf der anderen Seite gibt es hier auch keinerlei Tendenzen einer Überhitzung. Das bedeutet im Umkehrschluss allerdings nicht, dass der Stoxx600 nun besonders aussichtsreich wäre.

Sehr wichtig war, dass es dem Stoxx600 gelungen ist seine Unterstützung bei 496 Punkten (hellblau) zu verteidigen. Kurse knapp oberhalb dieses Niveaus sind attraktive Kaufkurse. Sollte diese Unterstützung hingegen doch gebrochen werden, muss das Niveau von 481 Punkten (lila) halten. Dieses ergibt sich aus dem Tief des Crashs im August 2024. Bei Kursen darunter würde für den Stoxx600 ein Abwärtstrend vorliegen.

Auf dem Weg nach oben bildet die 200-Tage-Linie bei aktuell 513 Punkten den ersten kleinen Widerstand. Solange der Stoxx600 aber nicht über den Widerstandsbereich von 525 bis 530 Punkten (rot markiert) steigt, ist der Seitwärtstrend weiterhin intakt. Dieser Widerstandsbereich ist als sehr stark einzustufen, da der Stoxx600 nun schon öfter daran gescheitert ist neue Allzeithochs zu markieren. Ein nachhaltiger Bruch dieser Zone könnte also neues Potenzial entfalten. Im Januar ist allerdings maximal mit einem Anstieg in die Nähe dieses Widerstands zu rechnen.

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Entwicklung der Inflation

Inflation in den USA

Die letzten Inflationsdaten aus den USA wurden am 11.12. veröffentlicht und beziehen sich auf die Preisentwicklung im November. Die Inflationsrate liegt bei 2,7% und damit 0,1%-Punkte höher als noch im Oktober. Mit einem derartigen Anstieg war im Vorfeld aber bereits gerechnet worden. Umso überraschender war, dass die Aktienmärkte an dem Tag der Veröffentlichung positiv reagiert haben. Der S&P 500 eröffnete direkt mit einem Plus von +0,4% und baute dieses bis zum Handelsschluss auf +1,0% aus.

Entwicklung der Inflationsrate in den USA letzte 10 Jahre
Entwicklung der Inflationsrate in den USA letzte 10 Jahre

Vom Tief der Inflationsrate von 2,4% im September haben wir uns damit aber wieder etwas entfernt. Es wird die kommenden Monate nun sehr wichtig sein, dass die Inflation nicht wieder über 3,0% steigt, andernfalls dürfte auch von der FED eine klare Reaktion kommen, die zur Folge hätte, dass weitere Zinssenkungen auf sich warten lassen würden. Die nächsten Inflationsdaten aus den USA folgen am 15.01.2025.

Inflation in der Euro-Zone

Die finalen Inflationsdaten für die Euro-Zone für den November wurden am 18.12. veröffentlicht. Die Inflationsrate für den November lag bei 2,2% und damit leicht unter der am 29.11.2024 veröffentlichten Prognose von 2,3%. Im Vergleich zum Vormonat handelt es sich hierbei allerdings um einen Anstieg von zuvor 2,0%. Eine Reaktion gab es an den Aktienmärkten allerdings nicht. Ein Grund dafür war sicherlich auch, dass bereits einen Tag später das wichtigste Event des Monats – die Notenbanksitzung der FED – auf dem Kalender stand. Die vorläufigen Inflationsdaten für den Dezember für die Euro-Zone gibt es am 07.01.2025, die finalen Daten folgen dann am 17.01.2025.

Entwicklung der Inflationsrate in der Euro-Zone letzte 10 Jahre
Entwicklung der Inflationsrate in der Euro-Zone letzte 10 Jahre

Was machen die Notenbanken?

Wie eingangs bereits erwähnt war es im Dezember die Notenbanksitzung der FED, die die Richtung bestimmte. Am Mittwoch, den 19.12. gab die FED ihre letzte Zinsentscheidung für das Jahr 2024 bekannt und versetzte den Aktienmärkten damit einen kleinen Schock. Während sich die Aktienmärkte bis dahin im Dezember schwankungsarm zeigten und viele Indizes ihre Gewinne weiter ausbauen konnten, folgte nach der FED-Sitzung dann ein starker Einbruch.

Im Vorfeld wurde von der FED eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 4,25% bis 4,50% erwartet. Diese Senkung wurde so auch geliefert. Insgesamt hat die FED im Jahr 2024 den Leitzins damit um einen vollen Prozentpunkt gesenkt.

Entwicklung der Leitzinsen in den USA und der Euro-Zone
Entwicklung der Leitzinsen in den USA und der Euro-Zone

Ein kurzer Rückblick: Anfang November 2023 hatte die FED für das Jahr 2024 drei Zinssenkungen von in Summe 0,75%-Punkten in Aussicht gestellt und die Aktienmärkte damit in einen Rallyemodus versetzt. Nun haben die Börsen sogar noch etwas mehr bekommen.

Dafür drückte die Aussicht auf das Jahr 2025 bei den Anlegern jedoch gehörig auf die Stimmung. Die FED gibt sich für 2025 deutlich zurückhaltender und stellt weniger Zinssenkungen in Aussicht als bisher angenommen. Im September wurde noch mit vier Senkungen im Jahr 2025 gerechnet. Entsprechend haben vor allem die US-Indizes mit großen Verlusten reagiert. Der S&P 500 verzeichnete noch am selben Abend der FED-Sitzung einen Verlust von -3,2%. Beim Nasdaq100 stand sogar ein Verlust von -3,6% zu Buche.

Nun ist die neue Erwartung an die Geldpolitik aber in den Aktienkursen eingepreist und der Schock wurde verarbeitet. Die Aktienmärkte stellen sich somit auf eine weniger expansive Geldpolitik ein. Sollten im laufenden Jahr also doch mehr Zinssenkungen anstehen, könnte das von den Aktienmärkten wiederum sehr positiv aufgenommen werden.

Im Dezember stand am 12.12. außerdem noch der Zinsentscheid der EZB an. Die EZB hat den Leitzins wie erwartet um 25 Basispunkte auf 3,0% gesenkt. Eine nennenswerte Reaktion gab es an den Aktienmärkten dabei allerdings nicht. Im Dezember stand klar der FED-Sitzung im Fokus und diese hat die Börsen schließlich gehörig durchgeschüttelt.

Die nächsten Termine der FED & EZB:

Berichtssaison

Im dritten Monat eines Quartals ist es im Rahmen der Berichtssaison sehr ruhig. Im Dezember gab es kaum größere Unternehmen, die ihre Zahlen vorgelegt haben und von denen eine Auswirkung auf den Gesamtmarkt hätte ausgehen können.

Interessant wird es dafür wieder ab Mitte Januar, wenn die nächste Berichtssaison am 15.01. mit den Quartalszahlen der Banken beginnt (unter anderem Goldman Sachs und JP Morgan). Die Schwergewichte des S&P 500 folgen dann Ende des Monats (hierzu gehören unter anderem Apple, Amazon, Microsoft, Alphabet und Meta). Die Entwicklung der Quartalsergebnisse kann dann auch wieder Auswirkung auf den Gesamtmarkt haben. Speziell in der zweiten Monatshälfte wird daher wieder der Blick auf die Berichtssaison interessant.

Kalender – anstehende Wirtschaftstermine

Datum / Uhrzeit Termin
03.01. um 09:55 Arbeitslosenquote Deutschland
03.01. um 16:00 ISM Manufacturing Index
06.01. um 14:00 Inflation Deutschland (Dezember vorläufig)
07.01. um 11:00 Inflation Euro-Zone (Dezember vorläufig)
07.01. um 11:00 Arbeitslosenquote Euro-Zone
07.01. um 16:00 ISM Non-Manufacturing Index
08.01. um 14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht
08.01. um 16:00 Verbrauchervertrauen Euro-Zone
09.01. um 08:00 Industrieproduktion Deutschland
10.01. um 14:30 US-Arbeitsmarktbericht
14.01. um 14:30 Produzentenpreise USA (Dezember)
15.01. um 11:00 Industrieproduktion Euro-Zone
15.01. um 14:30 Inflation USA (Dezember)
16.01. um 08:00 Inflation Deutschland (Dezember final)
16.01. um 14:30 Einzelhandelsumsätze USA
17.01. um 11:00 Inflation Euro-Zone (Dezember final)
17.01. um 15:15 Industrieproduktion USA
21.01. um 11:00 ZEW-Konjunkturerwartungen
24.01. um 09:30 Einkaufsmanagerindizes (PMI) Deutschland
24.01. um 10:00 Einkaufsmanagerindizes (PMI) Euro-Zone
24.01. um 15:45 Einkaufsmanagerindizes (PMI) USA
27.01. um 10:00 Ifo-Geschäftsklimaindex
28.01. um 16:00 Verbrauchervertrauen USA
29.01. um 20:00 FED-Zinsentscheid
30.01. um 10:00 BIP Deutschland (Q4 vorläufig)
30.01. um 11:00 BIP Euro-Zone (Q4 vorläufig)
30.01. um 11:00 Arbeitslosenquote Euro-Zone
30.01. um 14:15 EZB-Zinsentscheid
30.01. um 14:30 BIP USA (Q4 vorläufig)
31.01. um 09:55 Arbeitslosenquote Deutschland
31.01. um 14:00 Inflation Deutschland (Januar vorläufig)
31.01. um 14:30 PCE (private Konsumausgaben) USA (Dezember)

Fazit zur Marktanalyse Januar

Im Dezember wurden die Aktienmärkte mit der FED-Sitzung zurück auf den Boden der Tatsachen geholt. Die FED stellt für 2025 weniger Zinssenkungen in Aussicht als bislang angenommen. Als Reaktion darauf haben vor allem die US-Indizes innerhalb eines Tages große Verluste verzeichnet. Bis zum Jahresende ist jedoch eine Stabilisierung gelungen.

Aktuell liegt an den Aktienmärkten damit keine überhitzte Situation mehr vor. Nachdem es über die Feiertage nun ruhig geworden ist, wird es nun vor allem in den ersten Handelstagen des Jahres spannend, ob die Anleger den FED-Schock bereits vollständig verarbeitet haben. Dabei ist es sehr wichtig, dass die genannten Unterstützungen der großen Indizes halten. Gelingt das, besteht für den Januar auf jeden Fall das Potenzial einer freundlichen Entwicklung. Neue Allzeithochs sind allerdings unwahrscheinlich.

Richtig spannend wird es allerdings erst gegen Ende Januar. Dann gewinnt die Berichtssaison mit den Quartalszahlen der US-Großkonzerne so richtig an Fahrt. In der zweiten Januarhälfte geht es bereits mit den ersten Quartalszahlen der US-Großbanken los. Außerdem stehen Ende des Monats noch die Zinsentscheidungen der EZB und FED an.

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