Ziel dieses Artikels - Stryker Aktie Analyse
In diesem Artikel erhältst du eine umfassende Analyse der Stryker-Aktie. Mit der Stryker-Aktienanalyse kläre ich die Frage, ob die Aktie von Stryker aktuell kaufenswert ist. Zunächst gebe ich dir einen Überblick über das Unternehmen und sein Geschäftsmodell. Im Anschluss werde ich mithilfe der Chartanalyse aufzeigen, welche Kursniveaus derzeit besonders relevant sind. Danach folgt eine detaillierte fundamentale Bewertung, um zu ermitteln, ob die Stryker-Aktie als Investment attraktiv ist. Abschließend werde ich mit den Aktienkönig-Bewertungsmodellen prüfen, ob Stryker zu deinem Investmentstil passt.
Viel Spaß beim Lesen!
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1. Schnellüberblick: Stryker Aktie Analyse
Stryker ist eines der weltweit führenden Medizintechnikunternehmen und bietet eine breite Palette an Produkten und Dienstleistungen für Krankenhäuser, Arztpraxen und andere medizinische Einrichtungen an. In einem der Aktienkönig-Bewertungsmodelle erzielt die Aktie von Stryker aktuell die Höchstpunktzahl. Mehr dazu erfährst du am Ende dieser Analyse.
| ISIN | WKN | US8636671013 | 864952 |
| Sektor | Gesundheitswesen |
| Industrie | Ausstattung und Produkte für das Gesundheitswesen |
| Marktkapitalisierung | 150.637 Mio. USD |
| Dividendenrendite | 0,9% |
| KGV | 42,4 |
| KUV | 6,9 |
| Rendite 5 Jahre (p.a.) | 11,5% (nur Kurs) |
| Rendite 5 Jahre (p.a.) | 12,7% (mit Dividenden) |
| Rendite 10 Jahre (p.a.) | 14,4% (nur Kurs) |
| Rendite 10 Jahre (p.a.) | 16,0% (mit Dividenden) |
2. Kurzvorstellung - Stryker Aktie Analyse
2.1. Was macht Stryker?
Stryker wurde im Jahr 1946 vom gleichnamigen Gründer dem orthopädischen Chirurgen Dr. Homer Stryker gegründet. Das Unternehmen ist eines der weltweit führenden Medizintechnikunternehmen und bietet eine breite Palette an Produkten und Dienstleistungen für Krankenhäuser, Arztpraxen und andere medizinische Einrichtungen an.
Der Gründer Dr. Homer Stryker hat während seiner Tätigkeit als Arzt damals festgestellt, dass viele vorhandene medizinische Geräte nicht optimal für die Patientenversorgung geeignet waren. Daher begann er eigene medizinische Instrumente und Geräte zu entwickeln, die den Anforderungen seiner Praxis besser entsprachen. Zu den ersten Erfindungen gehörten bewegliche Betten, die eine einfachere Umlagerung ermöglichten, Gehhilfen sowie eine motorisierte Gipssäge.
Damals war das Unternehmen noch unter dem Namen The Orthopedic Frame Company bekannt. Erst 1964 erfolgte die Umbenennung in Stryker, um auch der wachsenden Produktpalette gerecht zu werden, die inzwischen über orthopädische Produkte hinausging.
An die Börse ging Stryker im Jahr 1979. Wesentliche Entwicklungen trieb Stryker im den 1990er-Jahren voran – teilweise durch Eigenentwicklung aber auch durch Übernahmen. Hierzu gehörten unter anderem der Einstieg in die Endoskopie und minimalinvasive Chirurgie mit der Übernahme von Dimensional Imaging. Außerdem baute Stryker sein Produktangebot im Bereich medizinischer Instrumente und OP-Ausstattung weiter aus.
Die drei Hauptgeschäftsbereiche des Unternehmens sind Medizinische und chirurgische Technologien, Orthopädie sowie Neurotechnologie und Wirbelsäule. Im Segment Medizinische und chirurgische Technologien bietet Stryker OP-Ausstattung (wie OP-Tische und Leuchten), Endoskopie- und Bildgebungssysteme, Instrumente für die minimalinvasive Chirurgie, Patientenbehandlungssysteme (wie Krankenhausbetten oder Reanimationsgeräte) sowie Robotergestützte Chirurgie an.
Der Geschäftsbereich Orthopädie umfasst Implantate für Gelenkersatzoperationen, sportmedizinische Produkte sowie Produkte zur Traumaversorgung (wie Platten und Schrauben). Und im Segment Neurotechnologie und Wirbelsäule bietet Stryker Produkte für die Behandlung neurologischer Erkrankungen, Lösungen für die Wirbelsäulenchirurgie, Stimulationstherapien für Schmerzmanagement sowie Geräte für die Behandlung von Schlaganfällen.
Die USA sind mit einem Umsatzanteil von aktuell rund 75% der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt für das Unternehmen. Aktuell beschäftigt Stryker etwa 52.000 Mitarbeiter.
2.2. Brancheneinordnung nach GICS
Die Brancheneinordnung wird nach dem Global Industry Classification Standard (GICS) vorgenommen. Stryker gehört dem Sektor Gesundheitswesen an. Innerhalb dieses Sektors ist Stryker der Industriegruppe „Ausstattung & Dienste im Gesundheitswesen“ zuzuordnen. Innerhalb dieser Industriegruppe gehört Stryker der Industrie „Ausstattung & Produkte für das Gesundheitswesen“ an. Die folgende Grafik zeigt dir noch einmal die Einordnung von Stryker nach dem GICS-Schema.
Der Sektor Gesundheitswesen gehört zu den defensiven Sektoren. Dienstleistungen aus dem Gesundheitswesen werden unabhängig von der aktuellen wirtschaftlichen Lage permanent nachgefragt, deshalb geht von dem gesamten Sektor eine hohe Stabilität aus. Dennoch weisen einzelne Unternehmen aus dem Gesundheitswesen auch größere Schwankungen auf. Ob Stryker dazu gehört, erfährst du im Laufe dieser Analyse.
Gemessen an der Marktkapitalisierung sind die größten Unternehmen aus dem Gesundheitswesen aus den USA Eli Lilly, UnitedHealth, Johnson & Johnson und AbbVie. Aus Europa sind hier vor allem Novo Nordisk, Roche Holding, Novartis und AstraZeneca zu nennen.
Betrachten wir ausschließlich die Industrie „Ausstattung & Produkte für das Gesundheitswesen“, sind Abbott Laboratories, Intuitive Surgical, Boston Scientific und Stryker die größten Unternehmen. Aus Europa gehören EssilorLuxottica und Siemens Healthineers zu den größten Marktteilnehmern der Industrie.
2.3. Geschäftsbereiche von Stryker
Die Umsätze von Stryker verteilen sich über folgende Geschäftsbereiche:
- Chirurgische Ausrüstungen und neurotechnische Produkte: Hierzu gehören unter anderem elektromotorische chirurgische Instrumente, Endoskopiegeräte, digitale Bildgebungssysteme und neurochirurgische Ausrüstungen: 58%
- Orthopädische Implantate & Wirbelsäule: Hierzu gehören unter anderem Gelenkprothesen, traumatologische Implantate und Mikroimplantate: 42%
Die aktuelle Aufteilung in zwei Unternehmensbereiche verfolgt Stryker seit 2019. Seitdem ist die Umsatzverteilung zwischen den Segmenten äußerst konstant. Das spricht dafür, dass Stryker über seine beiden Segmente hinweg ähnliche Wachstumsraten verzeichnen kann und beide Segmente einen wesentlichen Anteil zum Erfolg des Unternehmens beitragen.
2.4. Marktkapitalisierung & Aktionärsstruktur
Die Marktkapitalisierung von Stryker beläuft sich aktuell auf rund 150 Milliarden USD. Damit gehört Stryker zu den Large-Caps. Am deutschen Aktienmarkt wäre Stryker gemessen an der Marktkapitalisierung eines der größten Unternehmen. Aus dem S&P 500 rangiert Stryker damit in etwa auf Rang 60.
Aktuell befinden sich von Stryker rund 382 Millionen Aktien im Umlauf. Der Streubesitz beläuft sich auf 95%. Einziger strategischer Großaktionär mit einem Anteil von 5,3% ist der ehemalige CEO John W. Brown. Weitere große Anteilseigner von Stryker sind The Vanguard Group (8,5%) sowie Greenleaf Trust (4,7%) und BlackRock (4,5%), die ihre Anteile in der Rolle eines Vermögensverwalters halten.
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3. Historische Kursentwicklung von Stryker
3.1. Chartanalyse für die Stryker Aktie
Das Ziel der Chartanalyse in diesen Abschnitt ist es, zunächst anhand der Analyse des langfristigen Charts herauszufinden, ob es einen langfristigen Aufwärtstrend gibt, und wo sich die Aktie in Relation zu diesem Trend aktuell befindet. Anschließend ermöglicht die Analyse des Charts der letzten 3-5 Jahre die Ableitung des aktuell herrschenden Trends sowie die Bestimmung besonders wichtiger Kursmarken, anhand derer sich letztlich Handelsentscheidungen ableiten lassen.
Über den Chart der letzten 20 Jahre ist klar zu erkennen, dass sich die Aktie von Stryker vor allem zwischen 2011 und 2020 in einem sehr stabilen Aufwärtstrend bewegt hat. In dieser Zeit war die Stryker-Aktie in der Lage eine hohe Rendite bei gleichzeitig sehr geringen Risiken zu erwirtschaften.
Seitdem haben die Kursschwankungen allerding zugenommen, der Trend ist aber nach wie vor aufwärts gerichtet. Seit 2020 kommt der Aufwärtstrend bei Stryker durch die hellblaue Aufwärtstrendlinie zum Ausdruck. Aktuell verläuft diese bei rund 315 USD. Die letzten Jahre haben sich Kursniveaus im Bereich dieser Trendlinie immer wieder gut für einen Einstieg angeboten. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau wäre dafür allerdings eine größere Korrektur von -20% erforderlich.
Weitere wichtige Unterstützungen werden erst ersichtlich, wenn wir den Chart etwas heranzoomen. Die erste Unterstützung findet die Aktie von Stryker bei rund 350 USD (orange). Diese ergibt sich aus den letzten zwei Tiefpunkten der vergangenen Monate. Außerdem verläuft auf diesem Niveau aktuell die 200-Tage-Linie.
Einen großen Unterstützungsbereich weist die Stryker-Aktie dann zwischen 310 und 330 USD auf (grün markiert). Dieser ergibt sich aus der Aufwärtskurslücke von Anfang 2024 sowie zwei Tiefpunkten aus dem Jahr 2024. Da auf diesem Niveau aktuell auch die hellblaue Aufwärtstrendlinie verläuft, geht von diesem Bereich für den mittel- bis langfristigen Aufwärtstrend eine besonders hohe Bedeutung aus. Solange die Aktie von Stryker über diesem Kursniveau notiert, ist also alles in Ordnung.
Bei einem Bruch dieser Unterstützung würde sich das Chartbild zwar etwas eintrüben, dann wartet bei rund 306 USD (lila) aber noch eine weitere mögliche Supportzone. Diese ist auf mehrere markante Hochpunkte aus dem Jahr 2023 zurückzuführen.
Aktuell ist die Aktie von Stryker dabei ihr Allzeithoch von rund 400 USD (blau) zu überwinden. Dieser Widerstand ist als eher schwach anzusehen. Schließlich ist es Stryker auch in der Vergangenheit immer wieder gelungen neue Allzeithochs zu markieren.
Die Aktie von Stryker befindet sich in einem starken Aufwärtstrend, welcher seit 2020 allerdings größere Schwankungen aufweist als in den Jahren zuvor. Wichtigste Unterstützung ist der Bereich zwischen 310 und 330 USD. Dieses Niveau sollte im Sinne der Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends auch halten. Kaufenswert ist die Aktie von Stryker bereits bei einer Korrektur in die Nähe der ersten Unterstützung von 350 USD.
3.2. Aktie vs. Index & Sektor
Um beurteilen zu können, wie stark sich eine Aktie die letzten Jahre entwickelt hat, müssen wir die Performance mit dem Index vergleichen. Darüber hinaus ist auch ein Vergleich mit dem Sektor-Index sehr wertvoll. Der folgende Chart zeigt dir die Entwicklung der Aktie von Stryker im Vergleich zum S&P 500 sowie dem S&P 500 Healthcare-Index. Der S&P 500 Healthcare-Index ist der Branchenindex des S&P 500 für den Sektor Gesundheitswesen.
Über die letzten zehn Jahre hat die Stryker-Aktie eine Rendite von +333% erzielt. Im Vergleich zu einem ohnehin starken S&P 500 mit +195% hat sich die Aktie damit sehr gut entwickelt. Allerdings ist auch klar zu sehen, dass die Aktie von Stryker zum einen im Frühjahr 2020 aber auch in der ersten Jahreshälfte 2022 größere Kursrückgänge verzeichnet hat als der Gesamtmarkt. Damit wird bereits ersichtlich, dass es sich bei Stryker nicht gerade um eine defensive Aktie aus dem Sektor Gesundheitswesen handelt.
Dass der Sektor Gesundheitswesen sonst eher defensiv ist, ist auch an der Performance des S&P 500 Healthcare-Index zu sehen. Dieser konnte um nur +112% steigen. Vor allem die letzten beiden Jahre tendierte der Sektor eher seitwärts. Hier muss dann wieder positiv hervorgehoben werden, dass sich Stryker diesem Trend entkoppeln konnte und dennoch eine starke Performance verzeichnet hat, obwohl der Sektor im Vergleich zum S&P 500 eher eine Underperformance verzeichnen musste.
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Haftungsausschluss
Alle in diesem Beitrag dargestellten Informationen dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlageberatung oder Finanzanalyse im Sinne des WpHG dar. Es werden keine Empfehlungen bezüglichen einzelner Wertpapiere abgegeben. Insbesondere die Vorstellung einzelner Aktien spiegelt die persönliche Meinung des Verfassers wider und ist keinesfalls als Aufforderung zum Kauf oder Verkauf zu interpretieren. Auch alle weiteren Informationen sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Wertpapiere. Jeder Anleger, der die zur Verfügung gestellten Informationen nutzt, handelt selbstbestimmt und trägt somit die Verantwortung für sein Handeln und die daraus resultierenden Gewinne oder Verluste. Jedes Investment in Aktien ist mit Risiken behaften, die auch zu einem Totalverlust führen können.
Es besteht die Möglichkeit, dass in diesem Beitrag erwähnten Wertpapiere gleichzeitig im Besitz des Verfassers sind. Dadurch entstehende Interessenkonflikte können nicht ausgeschlossen werden. Alle Informationen wurden sorgfältig recherchiert. Eine Garantie oder Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der zur Verfügung gestellten Informationen und Daten kann jedoch nicht übernommen werden.
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