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Aktienanalyse Novo Nordisk

Titelbild Novo Nordisk Aktienanalyse mit einem forschenden Arzt im Hintergrund

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Ziel dieses Artikels - Novo Nordisk Aktie Analyse

Ziel dieses Artikels ist es dir eine ausführliche Aktienanalyse zur Aktie von Novo Nordisk zu geben. Mit dieser Aktienanalyse kläre ich die Frage, ob die Novo Nordisk Aktie aktuell kaufenswert ist. Als erstes stelle ich dir kurz das Unternehmen und das Geschäftsmodell vor, anschließend zeige ich dir anhand der Chartanalyse auf welche Kursniveaus es bei Novo Nordisk aktuell ankommt. Danach führe ich eine ausführliche fundamentale Bewertung durch. Mithilfe der Fundamentalanalyse findest du heraus, ob die Novo Nordisk Aktie als Investment attraktiv ist. Anhand der Aktienkönig-Bewertungsmodelle analysiere ich außerdem, ob Novo Nordisk für dich und deinen Investmentstil geeignet ist.

Viel Spaß beim Lesen!

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1. Schnellüberblick: Novo Nordisk Aktie Analyse

Novo Nordisk ist eines der weltweit größten Unternehmen aus der Pharmabranche. Der Fokus des Unternehmens liegt auf der Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung von Diabetes und anderen chronischen Krankheiten. Novo Nordisk blickt inzwischen auf eine 100-jährige Erfolgsgeschichte zurück. In den Aktienkönig-Bewertungsmodellen schneidet die Aktie gut ab. In einem Bewertungsmodell erzielt Novo Nordisk sogar die Höchstpunktzahl.

ISIN | WKN DK0062498333 | A3EU6F
Sektor Gesundheitswesen
Industrie Pharmazeutika
Marktkapitalisierung 447.042 Mio. EUR
Dividendenrendite 0,9%
KGV 49,4
KUV 13,7
Rendite 5 Jahre (p.a.) 42,9% (nur Kurs)
Rendite 5 Jahre (p.a.) 45,1% (mit Dividenden)
Rendite 10 Jahre (p.a.) 22,8% (nur Kurs)
Rendite 10 Jahre (p.a.) 25,2% (mit Dividenden)

2. Kurzvorstellung - Novo Nordisk Aktie Analyse

2.1. Was macht Novo Nordisk?

Novo Nordisk ist eines der weltweit führenden Unternehmen in der Gesundheitsbranche. Der Fokus liegt auf der Erforschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Arzneimitteln zur Behandlung von Diabetes und anderen schweren chronischen Krankheiten wie Adipositas, Hämophilie und Wachstumsstörungen.

Gegründet wurde Novo Nordisk im Jahr 1923 – damals unter dem Namen Nordisk Insulinlaboratorium. Bereits zwei Jahre zuvor im Jahr 1921 entdeckte der dänische Nobelpreisträger August Krogh Insulin. Die Diabeteserkrankung seiner Frau Marie war damals der Auslöser ein lebensrettendes Medikament auf Basis von Insulin herzustellen. August Krogh reiste damals nach Kanada, wo Insulin erstmalig entdeckt wurde. Gemeinsam mit den Wissenschaftlern Hans Christian Hagedorn und August Kongsted begann im Jahr 1923 die Behandlung von Patienten mit Insulin. Fortan war Diabetes keine tödliche Krankheit mehr.

Kurz nach der Gründung von Nordisk Insulinlaboratorium gründeten die beiden Mitarbeiter Harald und Thorvald Pedersen ihr eigenes Unternehmen (Novo Terapeutisk Laboratorium), was einen zunehmenden Konkurrenzkampf der beiden Unternehmen auslöste. Erst im Jahr 1989 fusionierten beide Unternehmen zur heute bekannten Novo Nordisk. Im Laufe der Jahre hat sich das Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt und neue Therapien sowie Technologien eingeführt, um das Leben von Menschen mit chronischen Krankheiten zu verbessern.

Im Jahr 1973 brachte Novo Nordisk das erste Einweg-Insulin-System, den NovoPen, auf den Markt, das die Verabreichung von Insulin erheblich erleichterte und die Lebensqualität von Diabetikern weltweit verbesserte. Mit Beginn der 1990er-Jahre begann das Unternehmen sein Produktportfolio zu erweitern und andere Therapiebereiche wie beispielsweise Wachstumshormone und biopharmazeutische Produkte zu erforschen.

Fokus des Unternehmens ist aber auch heute die Behandlung von Diabetes-Erkrankungen. In diesem Bereich ist Novo Nordisk besonders bekannt für seine umfassende Palette an Insulinprodukten, darunter schnell wirkendes Insulin, lang wirkendes Insulin und Mischinsuline. Darüber hinaus bietet das Unternehmen moderne injizierbare Medikamente zur Blutzuckerkontrolle wie GLP-1-Agonisten (z.B. Victoza und Ozempic) an.

In der jüngeren Vergangenheit hat Novo Nordisk auch bedeutende Fortschritte in der Behandlung von Adipositas gemacht. Produkte wie Saxenda und die Abnehmspritze Wegovy sollen bei der Gewichtungsreduktion helfen. Außerdem ist Novo Nordisk im Bereich der biopharmazeutischen Behandlungsmethoden tätig. In diesem Bereich konzentriert sich das Unternehmen auf die Behandlung von seltenen Blutkrankheiten, Wachstumsstörungen und Hormonersatztherapien. Bekannte Produkte sind NovoSeven zur Behandlung von Hämophilie und Norditropin, ein Wachstumshormonpräparat.

2.2. Brancheneinordnung nach GICS

Die Brancheneinordnung wird nach dem Global Industry Classification Standard (GICS) vorgenommen. Novo Nordisk gehört dem Sektor Gesundheitswesen an. Innerhalb dieses Sektors ist Novo Nordisk der Industriegruppe „Pharmazeutik, Biotechnologie & Lebenswissenschaften“ zuzuordnen. Eine noch feinere Unterteilung ist nach den einzelnen Industrien möglich. Hiernach gehört Novo Nordisk zur Industrie „Pharmazeutika“. Die folgende Grafik zeigt dir noch einmal die Einordnung von Novo Nordisk nach dem GICS-Schema.

Brancheneinordnung Novo Nordisk nach dem GICS-Schema
Brancheneinordnung Novo Nordisk nach dem GICS-Schema

Der Sektor Gesundheitswesen ist ohne Frage einer der defensiven Sektoren. Die Nachfrage nach Produkten aus dem Gesundheitswesen (insbesondere im Bereich der Pharmazeutika) ist unabhängig von der aktuell wirtschaftlichen Lage. Diese Tatsache ist ein wesentlicher Faktor, der Aktien aus dem Gesundheitswesen so attraktiv macht. In wirtschaftlich schwachen Zeiten halten sich Pharmaunternehmen relativ stabil.

Außerdem profitieren Unternehmen aus dem Gesundheitswesen von der kontinuierlich steigenden Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen. Dies liegt zum einen an einer konstant wachsenden Weltbevölkerung, zum anderen aber auch daran, dass mit Entdeckung neuer Behandlungsmethoden das Behandlungsspektrum immer größer wird und sich somit zusätzliche Umsätze generieren lassen.

Neben Novo Nordisk sind Eli Lilly, UnitedHealth, Johnson & Johnson, AstraZeneca, Novartis und Roche Holding weitere große Unternehmen der Branche Gesundheitswesen. Mit Ausnahme von UnitedHealth sind die genannten Unternehmen auch der Industrie „Pharmazeutika“ zuzuordnen.

2.3. Geschäftsbereiche von Novo Nordisk

Novo Nordisk unterteilt seine Geschäftsbereiche in lediglich zwei Bereiche. Diese teilen sich wie folgt auf:

  • Diabetes & Adipositas: In diesem Segment fokussiert sich Novo Nordisk auf sein seit Gründung bestehendes Kerngeschäft (Behandlung von Diabetes). Auch die Behandlung von Adipositas gehört zu diesem Segment.
  • Seltene Krankheiten: In den Bereich Behandlung seltener Krankheiten fallen unter anderem die Behandlung von Hämophilie, Blutkrankheiten und hormonelle Störungen.

 

Umsatzverteilung nach Segmenten bei Novo Nordisk
Umsatzverteilung nach Segmenten bei Novo Nordisk

Das Segment „Diabetes & Adipositas“ ist mit einem Umsatzanteil von 93% der größte Geschäftsbereich des Unternehmens. Die letzten Jahre war hier sogar ein wachsender Trend zu erkennen. Während das Segment „Seltene Krankheiten“ im Jahr 2018 noch einen Umsatzanteil von 16% ausgemacht hat, ist dieser inzwischen auf gut 7% zurückgegangen. Damit ist klar, dass die Geschäftsentwicklung von Novo Nordisk nahezu ausschließlich vom Bereich „Diabetes & Adipositas“ abhängt. Wünschenswert wäre hier noch eine genauere Unterteilung zwischen der Diabetes-Behandlung und der Adipositas-Behandlung. Diese wird von Novo Nordisk aktuell allerdings nicht ausgewiesen.

2.4. Marktkapitalisierung & Aktionärsstruktur

Die Aktie von Novo Nordisk weist eine Marktkapitalisierung von umgerechnet rund 440 Milliarden Euro auf. Damit ist Novo Nordisk nach aktuellem Stand das wertvollste europäische börsennotierte Unternehmen. Mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 200 Milliarden Euro gilt ein Unternehmen nicht mehr nur als Large-Cap, sondern ist bereits als Mega-Cap einzustufen. Bei Mega-Caps handelt es sich in der Regel um derart große Unternehmen, die eine Marktposition eingenommen haben, die ihnen kaum mehr strittig gemacht werden kann. 

Aktuell sind von Novo Nordisk rund 3,1 Milliarden Aktien im Umlauf. Diese befinden sich zu 94% im Streubesitz. Der Teil, der nicht dem Streubesitz zuzuordnen ist, ist die Beteiligung der Novo A/S (Holdinggesellschaft) in Höhe von etwa 6%. Strategische Investoren, die ihren Anteil halten, um Einfluss auf das Unternehmen auszuüben, gibt es bei Novo Nordisk keine. Weitere große Anteilseigner sind neben Novo A/S ausschließlich Vermögensverwalter wie beispielsweise Capital Research Global Investors, Vanguard und die Norges Bank mit Anteilen von jeweils etwa 3%.

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3. Historische Kursentwicklung von Novo Nordisk

3.1. Chartanalyse für die Novo Nordisk Aktie

Das Ziel der Chartanalyse in diesen Abschnitt ist es, zunächst anhand der Analyse des langfristigen Charts herauszufinden, ob es einen langfristigen Aufwärtstrend gibt, und wo sich die Aktie in Relation zu diesem Trend aktuell befindet. Anschließend ermöglicht die Analyse des Charts der letzten 2-3 Jahre die Ableitung des aktuell herrschenden Trends sowie die Bestimmung besonders wichtiger Kursmarken, anhand derer sich letztlich Handelsentscheidungen ableiten lassen.

Novo Nordisk-Chart (Wochenchart) über die letzten 20 Jahre mit Chartanalyse
Novo Nordisk-Chart (Wochenchart) über die letzten 20 Jahre mit Chartanalyse

Im Chart über die letzten 20 Jahre ist bei Novo Nordisk ein klarer Aufwärtstrend zu erkennen, welcher allerdings durch eine längere Seitwärtsbewegung zwischen 2015 und 2020 unterbrochen wurde. Aktuell bewegt sich die Aktie in einem steilen Aufwärtstrendkanal mit Ursprung Anfang 2021 (blau gefärbt) konstant nach oben.

Fraglich ist allerdings, wie lange diese Trendstärke anhalten kann. Bereits zwischen 2009 und 2015 befand sich die Aktie von Novo Nordisk in einem starken Aufwärtstrend, bis die Trendlinie (grau markiert) dann gebrochen wurde. Einen großen Crash hat die Aktie zwar nicht durchgemacht, aber einige langfristig orientierte Anleger damals auf die Geduldsprobe gestellt.

Aktuell herrscht auf jeden Fall eine sehr hohe Dynamik in der Aktie. Daher ist es umso wichtiger das mittelfristige Chartbild im folgenden Chart genauer zu betrachten.

Novo Nordisk-Chart (Tageschart) über die letzten 3 Jahre mit Chartanalyse
Novo Nordisk-Chart (Tageschart) über die letzten 3 Jahre mit Chartanalyse

Der Chart über die letzten drei Jahre zeigt den eben bereits erkennbaren Aufwärtstrendkanal nochmal deutlicher. Hier ist auch schön zu sehen, dass die untere Begrenzung immer wieder für eine Stabilisierung sorgen konnte. Allerdings drehte die Aktie von Novo Nordisk auch schon nach deutlich kürzeren Korrekturen immer wieder nach oben. Nun also auf eine Korrektur bis auf das untere Niveau des Aufwärtstrendkanals zu warten könnte dazu führen, dass du niemals bei Novo Nordisk investiert sein wirst.

Vor allem ab Mitte letzten Jahres hat sich der Aufwärtstrend abermals beschleunigt, wie die hellblaue Trendlinie zeigt. Diese ist im Falle einer Korrektur nun eine wichtige Anlaufstelle. Aktuell verläuft diese Trendlinie bei rund 900 DKK. Nachdem die Aktie von Novo Nordisk Anfang Juni einen Kurssprung verzeichnet hat und das bisherige Allzeithoch damit erneut eindrucksvoll überwinden konnte, bietet auch das ehemalige Allzeithoch von rund 930 DKK in Kombination mit der entstandenen Aufwärtslücke eine gute erste Unterstützung.

Aber selbst, wenn diese beiden Niveaus im Falle eines Kursrückgangs nicht halten sollten, findet sich bei 825 DKK (lila markiert) die nächste Supportzone. Diese resultiert aus den Tiefs im laufenden Jahr. Außerdem verläuft hier die 200-Tage-Linie. Ein Rückgang bis auf das Niveau von 740 DKK (orange) erscheint mittelfristig unwahrscheinlich.

Der Aufwärtstrend bei Novo Nordisk hat sich die letzten Monate nochmal beschleunigt. Langfristig gehört die Aktie zu einer der besten am europäischen Aktienmarkt. Das Warten auf eine ausgedehnte Korrektur könnte dazu führen, dass du den Einstieg in die Aktie verpasst. Charttechnisch betrachtet ist ein Einstieg in den laufenden Trend möglich – kleine Korrekturen bieten sich hierfür natürlich noch besser an.

3.2. Aktie vs. Index & Sektor

Um beurteilen zu können, wie stark sich eine Aktie die letzten Jahre entwickelt hat, müssen wir die Performance mit dem Index vergleichen. Darüber hinaus ist auch ein Vergleich mit dem Sektor-Index sehr wertvoll. Der folgende Chart zeigt dir die Entwicklung von Novo Nordisk im Vergleich zum Stoxx600 sowie dem Stoxx600 Healthcare-Index. Der Stoxx600 Healthcare-Index ist der Branchenindex des Stoxx600 für den Sektor Gesundheitswesen.

Performancevergleich: Novo Nordisk & Stoxx600 & Stoxx600 Healthcare-Index
Performancevergleich: Novo Nordisk & Stoxx600 & Stoxx600 Healthcare-Index

Die Rendite von Novo Nordisk über die letzten zehn Jahre im Vergleich zum Gesamtmarkt ist beeindruckend. Während die Aktie von Novo Nordisk einen Gewinn von +676% verzeichnet hat, kommt der Stoxx600 gerade mal auf einen Kurszuwachs von +48%. Dass der Sektor Gesundheitswesen aber gefragt ist, zeigt der Gewinn von +82% des Stoxx600 Healthcare-Index. Hierbei ist aber anzumerken, dass die Aktie von Novo Nordisk in diesem Branchenindex eine hohe Gewichtung hat und maßgeblich zur starken Performance des Branchenindex beigetragen hat.

Der Chart zeigt aber auch, dass Novo Nordisk nicht durchgehend eine Outperformance verzeichnet hat. Zwischen 2016 und 2020 bewegte sich die Aktie zum Großteil der Zeit im Gleichschritt mit dem Gesamtmarkt. Erst ab 2020 ist die Rallye bei Novo Nordisk wieder richtig in Fahrt gekommen.

3.3. Outperformance Aktie vs. Index

Im Aktie-vs-Index-Chart siehst du, wie sich die Aktie von Novo Nordisk über die letzten 20 Jahre im Vergleich zum Index entwickelt hat. Der Chart zeigt dir zum jeweiligen Zeitpunkt die Outperformance beziehungsweise Underperformance verglichen mit dem Startzeitpunkt Anfang 2004 an.

Outperformance-Chart Novo Nordisk letzte 20 Jahre
Outperformance-Chart Novo Nordisk letzte 20 Jahre

Die eben bereits erkannte Stärke von Novo Nordisk über die letzten Jahre wird im Outperformance-Chart auch nochmal deutlich. Da es sich beim Outperformance-Chart allerdings nicht um einen logarithmischen Chart handelt, erhält die jüngste Kursentwicklung hier automatisch eine größere Bedeutung. Dass die starke Entwicklung bei Novo Nordisk nicht ausschließlich auf die Zeit ab 2020 zurückzuführen ist, zeigt auch die Performance ab 2004 bis 2016. Allein in dieser Zeit ist die Rendite von Novo Nordisk um rund 1.300%-Punkte höher gewesen als die des Stoxx600.

Eine weitere Betrachtung, die wir in diesem Zusammenhang vornehmen, ist die Auswertung der rollierenden Outperformance. Hierbei wird für jeden Zeitpunkt analysiert, wie hoch die Rendite der Aktie und des Index über die jeweils letzten fünf Jahre war. Mithilfe dieser Betrachtung lässt sich herausfinden, wie häufig die Aktie besser performt hat als der Index.

Wie du den Chart richtig liest, erkläre ich dir an einem Beispiel: Anfang 2023 zeigt der Rollierende-Outperformance-Chart eine Outperformance von etwa 170% an. Das bedeutet, dass die Aktie von Novo Nordisk in den fünf Jahren zuvor (also Anfang 2018 bis Anfang 2023) eine um 170%-Punkte höhere Rendite erzielt hat als der Stoxx600.

Chart rollierende Outperformance von Novo Nordisk der jeweils letzten 5 Jahre
Chart rollierende Outperformance von Novo Nordisk der jeweils letzten 5 Jahre

Was am Chart der rollierenden Outperformance von Novo Nordisk sehr schön zu sehen ist, ist die Tatsache, dass du seit 2004 über keinen einzigen 5-Jahres-Zeitraum eine schlechtere Performance mit der Aktie erzielt hättest als mit einem Investment in den Stoxx600. Hierbei handelt es sich um ein besonders hohes Qualitätsmerkmal, weil das nur äußerst wenige Aktien von sich behaupten können.

Natürlich gibt es über kürzere Zeiträume immer mal Phasen, wo der Index besser war. Entscheidend ist aber, dass du gerade bei längerfristigen Zeiträumen mit Novo Nordisk nie schlechter unterwegs gewesen wärst als mit dem Index. Lediglich für 5-Jahres-Haltezeiträume, die zwischen 2017 und 2020 endeten, lag die Performance von Novo Nordisk lediglich auf dem Niveau des Stoxx600. Dafür gab es aber auch zahlreiche Phasen, in denen die Aktie allein auf Sicht von fünf Jahren 200%-Punkte mehr Rendite erwirtschaften konnte als der Stoxx600.

3.4. Drawdown-Chart

Mithilfe des Drawdown-Charts kannst du analysieren, wie groß die Kursrückgänge einer Aktie in den letzten Jahren waren. Startpunkt der Analyse ist Anfang 2004. Seitdem wird für jede Woche beobachtet, wie stark die Aktie ausgehend von ihrem bis dahin erreichtem Hoch maximal gefallen ist.

Drawdown-Chart Novo Nordisk letzte 20 Jahre
Drawdown-Chart Novo Nordisk letzte 20 Jahre

Dass es sich bei Novo Nordisk trotz der starken Kursentwicklung um eine eher defensive Aktie handelt zeigt der Drawdown-Chart der letzten 20 Jahre. Der größte maximale Downdown beträgt gerade einmal -44% und ist Ende 2016 / Anfang 2017 zustande gekommen. Das einzige was hier negativ anzumerken ist, ist, dass die Aktie einen relativ großen Kursrückgang verzeichnet hat, während die Verluste am Gesamtmarkt zu dieser Zeit nicht ganz so groß waren.

Sehr erfreulich ist es dafür zu sehen, dass die Aktie während der Finanzkrise im Jahr 2008 und 2009 nur einen sehr geringen Rückgang verbuchen musste. Dieser beläuft sich auf gerade einmal -30%.

Die Analyse des Drawdown-Charts erlaubt es außerdem, herauszufinden, wie häufig eine Aktie größere Drawdowns aufweist. Ein größerer Drawdown ist definiert, wenn die Aktie mehr als 20% von ihrem zuvor erreichten Hoch entfernt ist. Bei Novo Nordisk war das in den letzten 20 Jahren zu nur 14% der Zeit der Fall.

Vor allem diese Tatsache, dass sich die Aktie zu einem Großteil der Zeit weniger als 20% von ihrem zuvor markierten Allzeithoch entfernt bewegt hat zeigt, dass, es sich bei Novo Nordisk um eine äußerst stabile Aktie handelt.

3.5. Renditedreieck

Das Renditedreieck zeigt dir, welche durchschnittlichen Jahresrenditen du über verschiedene Haltezeiträume mit einer Aktie erzielt hättest. Je öfter hier hohe Renditen zu sehen sind, desto stabiler hat sich die Aktie langfristig betrachtet entwickelt.

Für ein besseres Verständnis zeige ich dir anhand eines Beispiels, wie du das Renditedreieck lesen kannst: Betrachte die Zeile mit dem Kauf 2016 und die Spalte mit dem Verkauf 2022. An dieser Stelle steht eine Rendite von 24,3%. Diese Rendite sagt aus, dass Novo Nordisk zwischen dem Kauf Ende 2016 und dem Verkauf Ende 2022 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 24,3% erzielt hat.

Renditedreieck für Novo Nordisk
Renditedreieck für Novo Nordisk

Die Ergebnisse des Renditedreiecks von Novo Nordisk sind wirklich beeindruckend. Mit Ausnahme von ein paar einstelligen Jahresrenditen in der Zeit zwischen 2016 und 2020 sind hier fast ausschließlich jährliche Renditen in der Nähe von 20%, teilweise sogar deutlich darüber hinaus zu sehen. Das bedeutet, dass du gerade mit einem langfristigen Investment in die Aktie von Novo Nordisk eine sehr gute Performance erzielen kannst, auch wenn du zu einem eher ungünstigen Zeitpunkt in die Aktie eingestiegen bist.

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4. Fundamentale Bewertung für die Novo Nordisk Aktie

Nach einer ausgiebigen charttechnischen Analyse von Novo Nordisk geht es nun um die fundamentale Bewertung. Betrachten möchte ich hier mit dir in erster Linie die Umsatz- und Gewinnentwicklung, Bewertungskennzahlen, die Entwicklung der Dividende, die Rentabilität, Margen und über die Erwartungen beziehungsweise Prognosen zur Aktie.

4.1. Umsatz & Gewinn im Zeitverlauf

4.1.1. Umsatzentwicklung

Im letzten Geschäftsjahr 2023 hat Novo Nordisk einen Umsatz von 232.261 Millionen DKK erwirtschaftet. Über die letzten zehn Jahre lag das jährliche Umsatzwachstum bei +10,8% pro Jahr. Ein Großteil dieses Wachstums ist allerdings auf die Zeit zwischen 2021 bis 2023 zurückzuführen. Die Umsatzentwicklung passt auch sehr gut zur Aktienkursentwicklung. Wir hatten ja gesehen, dass sich die Aktie zwischen 2016 und 2020 eher seitwärts bewegt hat. Tendenziell stagnierten in dieser Zeit auch die Umsätze. Speziell ab 2021 haben die Umsätze ein deutliches Wachstum verzeichnet. Dieses Wachstum hatte der Markt damals bereits erwartet, was die starke Rallye bei Novo Nordisk zur Folge hatte.

Umsatzentwicklung letzte 10 Jahre für Novo Nordisk
Umsatzentwicklung letzte 10 Jahre für Novo Nordisk

4.1.2. Gewinnentwicklung

Der Gewinn Novo Nordisk lag im letzten Geschäftsjahr 2023 bei 83.683 Mio. DKK. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Gewinnwachstum von 12,8%. Auch hier ist ein Großteil des Gewinnwachstums auf die Geschäftsjahre 2022 und vor allem 2023 zurückzuführen. Daraus lässt sich ableiten, dass eine starke Aktienkursentwicklung bei Novo Nordisk auch voraussetzt, dass sowohl Umsätze als auch Gewinne ein starkes Wachstum aufweisen. Sollte sich anbahnen, dass sich eine der beiden Wachstumsraten deutlich abflacht, dürfte auch die Dynamik bei der Aktie deutlich an Schwung verlieren.

Gewinnentwicklung letzte 10 Jahre für Novo Nordisk
Gewinnentwicklung letzte 10 Jahre für Novo Nordisk

4.1.3. Umsatz & Gewinn über einzelne Quartale

Auch über die einzelnen Quartale ist bei Novo Nordisk ein deutliches Wachstum zu erkennen. Über die letzten vier Quartale lagen die Wachstumsraten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum jeweils bei deutlich über 20%, teilweise sogar bei über 30%. Im letzten Quartal (Q1 2024) war zwar eine etwas niedrigere Wachstumsrate zu erkennen, dennoch ist ein Umsatzwachstum von 22% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum als äußerst stark einzustufen.

Novo Nordisk Umsatzentwicklung auf Quartalsbasis für die letzten zwei Jahre
Novo Nordisk Umsatzentwicklung auf Quartalsbasis für die letzten zwei Jahre

Bei den Gewinnen sieht die Entwicklung über die einzelnen Quartale sogar noch stärker aus. Hier ist es Novo Nordisk sogar gelungen in zwei Quartalen Wachstumsraten von über 50% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Auch hier fällt das Wachstum im jüngsten Quartal (Q1 2024) mit +28% zwar etwas geringer aus, dennoch befindet sich das Unternehmen weiterhin auf einem starken Wachstumskurs.

Dass sich die Aktie die letzten zwei Jahre so stark entwickelt hat, ist also keinesfalls auf einen Hype zurückzuführen, sondern passt auch sehr gut zu der Umsatz- und Gewinnentwicklung in den letzten Quartalen. Hier lässt sich auch sagen, dass die Aktie bereits einiges von der starken Geschäftsentwicklung vorweggenommen hat.

Novo Nordisk Gewinnentwicklung auf Quartalsbasis für die letzten zwei Jahre
Novo Nordisk Gewinnentwicklung auf Quartalsbasis für die letzten zwei Jahre

4.2. Bewertungskennzahlen

Mithilfe der Analyse von Bewertungskennzahlen, lässt sich bestimmen, ob eine Aktie günstig oder teuer ist. Die beiden besten Kennzahlen aus dem Bereich der Bewertungskennzahlen sind das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) sowie das KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis). Das aktuelle KGV und KUV einer Aktie sagen allerdings noch nicht allzu viel aus. Bewertungskennzahlen fallen je nach Unternehmen, Sektor und Industrie sehr unterschiedlich hoch aus. Wirklich aussagekräftig sind Bewertungskennzahlen erst dann, wenn sie mit anderen Unternehmen verglichen werden (diese Analyse folgt später noch) oder wenn das KGV und KUV einer Aktie im historischen Vergleich analysiert wird. Genau darum soll es hier jetzt gehen.

Das KGV von Novo Nordisk liegt aktuell bei 49,4 und damit deutlich über dem historischen Durchschnitt der letzten 20 Jahre von 25,6, aber auch weit über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 28,5. Aktuell weist Novo Nordisk eine so hohe Bewertung auf, wie es die letzten 20 Jahre noch nie der Fall gewesen ist.

Ein derart hohes Bewertungsniveau ist nur damit zu rechtfertigen, dass davon ausgegangen wird, dass die hohen Wachstumsraten der letzten zwei bis drei Jahre auch über die kommenden Jahre anhalten. Wird Novo Nordisk diesen Erwartungen gerecht, ist das aktuelle Bewertungsniveau sogar noch zu akzeptieren. Bricht das Wachstum bei Novo Nordisk hingegen wieder ein, liegt aktuell eine massive Überbewertung vor.

KGV von Novo Nordisk im historischen Vergleich
KGV von Novo Nordisk im historischen Vergleich

Ähnlich wie beim KGV weist auch das KUV von Novo Nordisk einen stark steigenden Trend auf. Das KUV liegt aktuell bei 13,7 und damit ebenfalls weit über den Durchschnitten der letzen zehn und 20 Jahre. Wie bereits beim KGV erwähnt, ist eine derart hohe Bewertung nur zu rechtfertigen, wenn das Unternehmen die nächsten Jahre ein hohes Wachstum aufweisen kann. Dazu später mehr.

KUV von Novo Nordisk im historischen Vergleich
KUV von Novo Nordisk im historischen Vergleich

Das KGV und KUV liegt bei Novo Nordisk aktuell auf einem äußerst hohen Niveau. Über die letzten 20 Jahre wurden derart hohe Bewertungen nie zuvor erzielt. Auf den ersten Blick mag nun eine deutliche Überbewertung vorliegen. Sollte es dem Unternehmen aber tatsächlich gelingen auch in den kommenden Jahren das starke Wachstum der letzten zwei bis drei Jahre aufrecht zu erhalten, ist die aktuelle Bewertung akzeptabel.

4.3. Dividende

In der folgenden Abbildung siehst du, wie sich die Dividende je Aktie und die Dividendenrendite von Novo Nordisk in den letzten zehn Jahren entwickelt haben. Während die Dividendenrendite Anfang 2017 noch bei rund 3% lag, ist die Dividendenrendite seitdem in Richtung 2% gefallen. Durch den starken Kursanstieg der Aktie seit 2020 ist die Dividendenrendite inzwischen auf 1% zurückgegangen.

Schön zu sehen ist zwar, dass Novo Nordisk die Dividende regelmäßig angehoben hat. Vor allem für das letzte Geschäftsjahr ist die Dividende deutlich gestiegen. Die Dividenden wachsen allerdings nicht so schnell, wie der Aktienkurs steigt. Entsprechend sehen wir bei Novo Nordisk eine rückläufige Dividendenrendite.

Entwicklung der Dividendenrendite & Dividende je Aktie von Novo Nordisk
Entwicklung der Dividendenrendite & Dividende je Aktie von Novo Nordisk

4.4. Rentabilitätskennzahlen

Mithilfe der Rentabilitätskennzahlen lässt sich ermitteln, ob ein Unternehmen in der Lage ist mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln einen ansehnlichen Ertrag zu erzielen. Hierfür werden die Eigenkapitalrendite (ROE = Return on Equity) und die Gesamtkapitalrendite (ROA = Return on Assets) ausgewertet.

Entwicklung der Eigenkapitalrendite (ROE) von Novo Nordisk über die letzten 10 Jahre
Entwicklung der Eigenkapitalrendite (ROE) von Novo Nordisk über die letzten 10 Jahre

Für das letzte Quartal erreicht Novo Nordisk eine beeindruckende Eigenkapitalrendite von knapp 100%. Das bedeutet, dass Novo Nordisk aufs Jahr hochgerechnet so viel Gewinn macht, wie aktuell Eigenkapital in der Bilanz steht. Es gibt nur äußerst wenige Unternehmen mit einer derart hohen Rentabilität. Die letzten Jahre war bei Novo Nordisk auch nochmal eine Steigerung der Eigenkapitalrendite zu sehen. Diese ist allerdings auf eine Reduktion der Eigenkapitalquote zurückzuführen.

Entwicklung der Gesamtkapitalrendite (ROA) von Novo Nordisk über die letzten 10 Jahre
Entwicklung der Gesamtkapitalrendite (ROA) von Novo Nordisk über die letzten 10 Jahre

Die Gesamtkapitalrendite von Novo Nordisk liegt für das letzte Quartal bei 32,5%. Speziell zwischen 2016 und 2022 war hier eine rückläufige Gesamtkapitalrendite zu sehen. Die letzten beiden Jahre konnte Novo Nordisk die Gesamtkapitalrendite dann aber wieder deutlich steigern. Anders als bei der Steigerung der Eigenkapitalrendite, die auf eine Reduzierung der Eigenkapitalquote zurückzuführen ist, ist der Anstieg der Gesamtkapitalrendite das Ergebnis stark steigender Gewinne.

4.5. Margen

Eine weitere wichtige Art von Kennzahlen in der fundamentalen Bewertung von Aktien sind Margen. Hierfür werden die Bruttomarge und die Nettomarge betrachtet. Diese beiden Margen eignen sich in Kombination besonders gut, weil die Nettomarge auf Basis des Jahresüberschusses berechnet wird, der ganz unten in der Gewinn- und Verlustrechnung steht, während die Bruttomarge den Bruttoertrag verwendet, der sehr weit oben in der Gewinn- und Verlustrechnung zu finden ist.

Bruttomarge und Nettomarge Novo Nordisk letzte 10 Jahre
Bruttomarge und Nettomarge Novo Nordisk letzte 10 Jahre

Die Marken entwickeln sich beim Novo Nordisk sehr konstant. Die Bruttomarge lag über die letzten zehn Jahre sehr stabil bei 80 bis 85%. Und auch die Nettomarge weist eine äußerst hohe Konstanz auf, wie sie sonst nur bei sehr wenigen Unternehmen zu sehen ist. Über die letzten zehn Jahre schwankte die Nettomarge zwischen 30% und 37%. Aktuell liegt sie bei etwa 36%. Insgesamt lässt sich sagen, dass die Margen bei Novo Nordisk äußerst hoch sind. Eine Bruttomarge von über 80% ist nur äußerst selten anzutreffen und auch eine Nettomarge von über 30% können nur die wenigsten Unternehmen aufweisen.

4.6. Erwartetes Umsatz- und Gewinnwachstum

In diesem Abschnitt werten wir die Prognosen von Analysten hinsichtlich des erwarteten Umsatz- und Gewinnwachstums für Novo Nordisk aus. Natürlich handelt es sich bei Prognosen um äußerst unsichere Kennzahlen. Hilfreich sind die Daten aber auf jeden Fall dabei, um ein Bild darüber zu bekommen, welches Wachstum für das Unternehmen überhaupt erwartet wird und ob das Wachstum der letzten Jahre gehalten oder gar ausgeweitet werden kann.

Prognose Umsatzwachstum nächste 5 Jahre für Novo Nordisk
Prognose Umsatzwachstum nächste 5 Jahre für Novo Nordisk

Der Blick auf das erwartete Umsatz- und Gewinnwachstum ist vor allem beim Novo Nordisk äußerst wichtig. Wie bereits bei der Analyse des KGV erwähnt, sind die aktuell hohen Bewertungen nur dann zu rechtfertigen, wenn es dem Unternehmen gelingt das hohe Wachstum der letzten drei Jahre auch in den kommenden Jahren fortzusetzen.

Für das Umsatzwachstum wird für die kommenden fünf Jahre ein sehr starkes Wachstum von 16,6% pro Jahr erwartet. Zum Vergleich: Über die letzten zehn Jahre lag das Umsatzwachstum bei 10,8% pro Jahr. Der Umsatz soll von 232.261 Mio. DKK im Geschäftsjahr 2023 auf über 500.000 Mio. DKK im Jahr 2028 wachsen. Entscheidend ist natürlich, dass Novo Nordisk auch in der Lage ist dieses Wachstum tatsächlich zu erzielen. Wenn das aber gelingt ist die aktuell hohe Bewertung nicht mehr ganz so kritisch anzusehen.

Prognose Gewinnwachstum nächste 5 Jahre für Novo Nordisk
Prognose Gewinnwachstum nächste 5 Jahre für Novo Nordisk

Bei den Gewinnen ist bei Novo Nordisk sogar von einem noch höheren Wachstum auszugehen. Über die kommenden fünf Jahre sollen die Gewinne um durchschnittlich 17,7% pro Jahr steigen. Zum Vergleich: Über die letzten zehn Jahre lag das jährliche Gewinnwachstum bei 12,8%. Wie du an der Abbildung auch gut sehen kannst, wird erwartet, dass das starke Gewinnwachstum der letzten zwei bis drei Jahre auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden soll. Die Gewinne sollen ausgehend von 83.683 Mio. DKK im Jahr 2023 auf 188.753 Mio. DKK im Jahr 2028 steigen.

Auch hier sei also noch einmal erwähnt, dass wenn Novo Nordisk es tatsächlich schafft, dieses hohe Wachstum zu realisieren, die vergleichsweise hohe Bewertung aktuell auch nicht problematisch ist.

5. Peer-Analyse für Novo Nordisk

5.1. Die Vergleichsunternehmen

Da es innerhalb der Industrie „Pharmazeutika“ ausreichend große Vergleichsunternehmen gibt, fokussiert sich die Peers-Analyse auf diese Unternehmen. Konkret werden wir Novo Nordisk mit Eli Lilly, Novartis, AstraZeneca und Roche Holding vergleichen. Im Gesundheitswesen gibt es noch eine Reihe weiterer großer Unternehmen wie beispielsweise auch UnitedHealth. Letztere sind allerdings als Dienstleister im Gesundheitswesen tätig und wären für diesen Vergleich daher weniger gut geeignet.

Eli Lilly: Eli Lilly ist in der Erforschung und Entwicklung von Arzneimitteln für die Bereiche Neurowissenschaft, Endokrinologie, Infektionen, Herz- und Kreislauferkrankungen und der Onkologie tätig. Zu den wichtigsten Medikamenten des Unternehmens gehören das Antidepressivum Prozac sowie das Krebspräparat Onkovin, das auch bei bereits fortgeschritten Tumorerkrankungen eingesetzt wird. Neben Novo Nordisk ist Eli Lilly einer der größten Marktteilnehmer im Bereich der Behandlung von Diabetes.

Novartis: Das schweizerische Unternehmen Novartis entwickelt und vertreibt zahlreiche Produkte zur Krankheitsbehandlung und Prophylaxe. Zum Medikamentenportfolio gehören Spezialmedikamente, Generika, Humanimpfstoffe, rezeptfreie Medikamente zur Selbstmedikation und Produkte für die Tiermedizin.

AstraZeneca: AstraZeneca ist vor allem in der Erforschung und Entwicklung von Medikamenten für die Bereiche Atemwege und Immunologie, Herz-Kreislauf und Stoffwechsel, Krebs, entzündliche Erkrankungen, Infektionen und neurologische Störungen tätig. Aber auch Medikamente für die Behandlung von Diabetes, Depressionen und Schizophrenie gehören zum Angebot.

Roche Holding: Die Roche Holding ist stark in der Erforschung und Entwicklung neuartiger Gesundheitslösungen tätig. Die Produkte umfassen diverse medizinische Bereiche von der Prävention über die Diagnostik bis hin zur Therapie. Roche gilt als weltweit führender Anbieter von In-vitro-Diagnostika, von diversen Arzneimitteln gegen Krebs und für die Transplantationsmedizin.

5.2. Peers-Analyse

Die folgende Tabelle zeigt dir für Novo Nordisk sowie die vier Vergleichsunternehmen die wichtigsten fundamentalen Kennzahlen.

wdt_ID wdt_created_by wdt_created_at wdt_last_edited_by wdt_last_edited_at Aktie Novo Nordisk Eli Lilly Novartis AstraZeneca Roche Holding
1 ISIN DK0062498333 US5324571083 CH0012005267 GB0009895292 CH0012032048
2 MarketCap in EUR 447.224 789.017 216.548 226.475 215.825
3 KGV 49,4 131,2 24,1 38,7 17,5
4 KUV 13,7 23,6 4,9 5,1 3,4
5 Dividendenrendite 0,9% 0,6% 3,5% 1,8% 3,8%
6 ROE 99,9% 51,1% 19,9% 17,3% 40,1%
7 ROA 32,5% 10,5% 8,8% 6,4% 13,8%
8 Eigenkapitalquote 33,9% 16,8% 46,7% 38,7% 32,4%
9 Nettomarge 36,0% 15,4% 18,4% 13,0% 19,6%
10 Gewinnwachstum 10Y 12,8% 1,1% -0,7% 8,8% 0,3%
13 Umsatzwachstum 10Y 10,8% 4,0% -1,2% 5,9% 2,3%

Bei den hier vorgestellten Unternehmen handelt es sich ausschließlich um Mega-Caps mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 200 Milliarden Euro. Das größte europäische Pharmaunternehmen Novo Nordisk kommt gemessen nach der Marktkapitalisierung an Eli Lilly mit einem Börsenwert von knapp 800 Milliarden Euro allerdings nicht heran.

Dass die Aktie von Novo Nordisk mit einem KGV von knapp 50 nicht direkt massiv überbewertet sein muss, dürfte vor allem jetzt durch den Peers-Vergleich deutlich werden. Eli Lilly verzeichnet mit einem KGV von 131 eine noch viel höhere Bewertung. Zwar ist Novo Nordisk im Vergleich zu den anderen drei Unternehmen deutlich teurer bewertet – vor allem Roche überzeugt mit einem niedrigen KGV von nur 17,5 – allerdings weisen die anderen Unternehmen speziell beim Wachstum ihre Schwächen auf, wo wir gleich noch drauf zu sprechen kommen.

Ähnlich wie das KGV verhält es sich auch mit dem KUV. Dieses ist mit 13,7 bei Novo Nordisk bereits hoch, Eli Lilly erreicht mit einem KUV von 23,4 allerdings eine noch viel höhere Bewertung. Auch hier sind die drei anderen Unternehmen mit einem KUV zwischen 3,4 und 5,1 deutlich günstiger.

Bei den hohen Bewertungen von Novo Nordisk und Eli Lilly verwundert es wenig, dass wir hier auch die geringsten Dividendenrenditen sehen. Dass Pharmaunternehmen auch hohe Dividenden zahlen können, sehen wir bei Novartis und Roche mit Dividendenrenditen von 3,5% bis 3,8%.

Blicken wir hingegen auf die Rentabilitätskennzahlen ist nun Novo Nordisk der klare Gewinner in diesem Vergleich. Besonders beeindruckend ist die Eigenkapitalrendite von 100%. Da die Eigenkapitalquote mit 34% in etwa im Mittelfeld liegt, ist die hohe Eigenkapitalrendite also nicht mal auf eine besonders niedrige Eigenkapitalquote zurückzuführen. Die hohe Profitabilität wird auch nochmal beim Blick auf die Gesamtkapitalrendite deutlich. Hier stellt Novo Nordisk mit einer Gesamtkapitalrendite von 33% alle anderen Unternehmen klar in den Schatten.

Gleiches gilt auch für die Nettomarge. Während die Nettomarge bei Novo Nordisk mit 36% einen Rekordwert erzielt, fällt diese bei den anderen vier Unternehmen deutlich niedriger aus. Nur Roche kann mit einer Nettomarge von 20% hier halbwegs mithalten.

Großer Pluspunkt für Novo Nordisk ist auch das Umsatz- und Gewinnwachstum. Keines der vier anderen Unternehmen bringt es hier auf zweistellige Wachstumsraten über die letzten zehn Jahre. Selbst die äußerst hoch bewertete Eli Lilly kommt nur auf ein durchschnittliches jährliches Gewinnwachstum von 1,1%. Bei Novartis und Roche sehen wir sogar stagnierende beziehungsweise leicht rückläufige Umsätze und Gewinne.

5.3. Performancevergleich Peers

Abschließend werfen wir im Peers-Vergleich noch einen Blick auf die Performance der fünf Aktien. Daran lässt sich erkennen, ob eine der Aktien heiß gelaufen ist oder ob es in der Vergangenheit zu größeren branchenunüblichen Verlusten kam. Der Chart betrachtet die letzten fünf Jahre inklusive ausgeschütteter Dividenden.

Performancevergleich Novo Nordisk, Eli Lilly, Novartis, AstraZeneca, Roche Holding
Performancevergleich Novo Nordisk, Eli Lilly, Novartis, AstraZeneca, Roche Holding

Beim Blick auf den Performance-Chart der letzten fünf Jahre wird deutlich, weshalb die Aktien von Novo Nordisk und Eli Lilly die höchsten Bewertungen aufweisen. Beide haben die letzten Jahre eine deutlich höhere Rendite erzielt als die drei anderen Unternehmen. Den Performancevergleich gewinnt Eli Lilly [LLY] mit einer Rendite von +730%. Novo Nordisk [NOVO_B] erzielt mit einer Rendite von +545% ebenfalls ein beeindruckendes Ergebnis.

Zunächst mag es so aussehen, als könnten die restlichen drei Aktien nicht überzeugen. Aber auch AstraZeneca [ANZ] schneidet mit einer Rendite von +119% immer noch gut ab, kommt halt nur nich einmal ansatzweise an Novo Nordisk und Eli Lilly heran. Enttäuschend ist dafür die Performance der beiden Pharmakonzerne aus der Schweiz. Über die letzten fünf Jahre konnte Novartis [NOVN] gerade einmal eine Rendite von +26% erzielen, während Roche [RO] auf eine Rendite von +16% kommt – wohlgemerkt jeweils inklusive Dividenden.

5.4. Peers Fazit

Nach den Bewertungskennzahlen gehört Novo Nordisk zu den teureren Aktien aus der Industrie der Pharmaaktien. Allerdings hat der Peers-Vergleich auch gezeigt, dass noch deutlich höhere Bewertungen möglich sind als ein KGV von 50, welches Novo Nordisk aktuell aufweist. Eli Lilly verzeichnet beispielsweise ein KGV von 131. Zwar weisen Novartis oder vor allem auch Roche deutlich niedrigere Bewertungen auf als Novo Nordisk, dafür stagniert das Wachstum bei diesen Unternehmen allerdings auch.

Novo Nordisk erzielt sowohl bei den Rentabilitäten als auch bei den Margen und dem Wachstum jeweils mit Abstand die besten Ergebnisse im Peers-Vergleich. Angesichts dessen ist die höhere Bewertung der Aktie auch nachvollziehbar.

Im Performancevergleich der letzten fünf Jahre ist Eli Lilly der Gewinner. Novo Nordisk kann mit einer Rendite von +550% in dieser Zeit aber definitiv überzeugen und gehört damit zu den stärksten europäischen Aktien. AstraZeneca aber vor allem Novartis und Roche können da nicht einmal ansatzweise mithalten.

Novartis und Roche sind als die günstigen Alternativen der Branche einzustufen. Hier ist allerdings auch wenig Wachstumspotenzial vorhanden. Interessant sind diese Aktien vor allem auch aufgrund der hohen Dividendenrendite. Geht es allerdings um wachstumsstarke Pharmaaktien ist Novo Nordisk der klare Gewinner. Insbesondere der Vergleich zu Eli Lilly (die eine höhere Bewertung aber ein geringeres Wachstum aufweisen) zeigt, dass die Aktie auch zur aktuellen Bewertung einen genaueren Blick wert ist.

6. Aktienkönig Bewertungsmodelle für die Novo Nordisk Aktie

Der Rest der Aktienanalyse befasst sich mit meinen eigens entwickelten Aktienkönig-Bewertungsmodellen. In vier verschiedenen Modellen zur Aktienbewertung wird Novo Nordisk nun einem ausgiebigen technischen und fundamentalem Check unterzogen. Anhand der Ergebnisse der Bewertungsmodelle kannst du erkennen, für welche Art von Investor die Novo Nordisk-Aktie besonders geeignet ist.

Ein hohes Trend-Rating zeigt, dass die Aktie für Investoren, die gerne in Aktien mit starken Aufwärtstrends investieren, gut geeignet ist. Eine Aktie mit einer hohen Punktzahl im Fundamental-Check ist vor allem für Investoren geeignet, die langfristig in äußerst solide und erfolgreiche Unternehmen investieren wollen. Erzielt die Aktie im Dividenden-Check eine hohe Punktzahl, ist sie ein sehr zuverlässiger Dividendenzahler und eignet sich gut für Dividenden-Investoren. Und eine Aktie, die im Dauerläufer-Check gut abschneidet, eignet sich vor allem für Investoren, die Aktien kaufen möchten, die bereits seit Jahren und Jahrzehnten erfolgreich sind und besser performen als der Markt.

6.1. Trend-Check

Im Trend-Check werden sieben unterschiedliche Kennzahlen betrachtet, die sich ausschließlich auf die historischen Kursdaten der Aktie und des zum Vergleich herangezogenen Index beziehen. Der Trend-Check betrachtet fünf Kennzahlen, die primär die Stärke des Trends der Aktie auswerten und zwei weitere Kennzahlen, die sich auf Risikokennzahlen fokussieren. Durch die Kombination dieser sieben Kennzahlen können Aktien gefunden werden, die starke und gleichzeitig stabile Aufwärtstrends aufweisen.

Ergebnisse des Trend-Checks für Novo Nordisk im Detail
Ergebnisse des Trend-Checks für Novo Nordisk im Detail

Im Trend-Check erzielt die Aktie von Novo Nordisk aktuell starke 6 von 7 Punkten. Dass die Aktie trotz der beeindruckenden Kursentwicklung über die letzten Monate und Jahre dennoch nicht die Höchstpunktzahl erreicht liegt an der zu hohen Volatilität. Die Volatilität von Novo Nordisk liegt mit 29,2% weit über den erlaubten +10%-Punkten im Vergleich zum Stoxx600. Dennoch ist Novo Nordisk keine risikoreiche Aktie, wie der maximale Drawdown von nur -18% über die letzten fünf Jahre zeigt.

Bei den fünf Renditekennzahlen erzielt Novo Nordisk jeden Punkt ohne Probleme. Sowohl über die letzten sechs Monate als auch über die letzten drei Jahre ist eine deutliche Outperformance vorhanden. Auch der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt ist deutlich größer als der des Index zu seinem Durchschnitt. Dass Novo Nordisk vor allem die letzten Jahre eine sehr starke Aktie war zeigt auch die Outperformance über verschiedene 6-Monats-Zeiträume in den letzten drei Jahren. Die durchschnittliche Outperformance über jeweils 6 Monate beläuft sich auf 21,8%.

Mit 6 von 7 Punkten im Trend-Check ist Novo Nordisk eine sehr gute Trendaktie. Lediglich aufgrund der hohen Volatilität lässt die Aktie einen Punkt liegen. Der niedrige maximale Drawdown zeigt aber, dass die Aktie keinesfalls risikoreich ist.

6.2. Fundamental-Check

Beim Fundamental-Check werden insgesamt 15 unterschiedliche fundamentale Kennzahlen ausgewertet. Abgedeckt werden hierbei Kennzahlen zur Profitabilität, Verschuldung, Margen, der Bewertung und natürlich dem Wachstum einer Aktie. Aktien, die eine hohe Punktzahl im Fundamental-Check erhalten, sind fundamental betrachtet grundsolide, verzeichnen ein stabiles Wachstum, sind profitabel und weisen eine angemessene Bewertung auf.

Ergebnisse des Fundamental-Checks für Novo Nordisk
Ergebnisse des Fundamental-Checks für Novo Nordisk

Mit 12 von 15 Punkten im Fundamental-Check kommt Novo Nordisk auch nach diesem Bewertungsmodell auf eine gute Bewertung. Ein zwingender Kaufkandidat für ein auf fundamental attraktiv ausgerichtete Unternehmen ist die Aktie damit allerdings nicht. Grund dafür ist auch die hohe Bewertung. Das KGV liegt mit 49 weit über der erlaubten doppelt so hohen Bewertung des Stoxx600 – gleiches gilt auch für das KUV. Einen weiteren Punkt lässt Novo Nordisk knapp bei der Dividendenrendite liegen, welche mit 0,9% die Vorgabe von 1,0% nicht ganz erreichen kann.

Bei allen weiteren Kennzahlen kann Novo Nordisk dafür überzeugen und holt sich die Punkte mit Leichtigkeit. Wie bereits mehrfach erwähnt sind vor allem die Rentabilitätskennzahlen beeindruckend. Die Eigenkapitalrendite beläuft sich auf 100% und auch die Gesamtkapitalrendite (hier mit Blick auf die letzten zwölf Monate) erreicht mit 25% einen äußerst hohen Wert.

Sehenlassen kann sich außerdem das hohe Umsatz- und Gewinnwachstum. Über die letzten fünf Jahre liegen beide Wachstumsraten bei jeweils etwa 16% pro Jahr. Einige Unternehmen schaffen es nicht mal in Summe über fünf Jahre solch ein Wachstum zu verzeichnen.

Gleichzeitig konnte das Wachstum auch mit einer hohen Stabilität verzeichnet werden, wie Stabilitätsraten von jeweils rund 90% zeigen. Derart hohe Stabilitätsraten beim Umsatz- und Gewinnwachstum sagen aus, dass Novo Nordisk die Umsätze und Gewinne von einem Quartal aufs andere sehr gleichmäßig steigern konnte. Neben einem hohen Wachstum ist das auch ein wichtiger Faktor, schließlich bringt es wenig, wenn das Wachstum primär durch ein einziges starkes Jahr erzielt wurde.

Novo Nordisk erreicht im Fundamental-Check 12 von 15 Punkten. Aufgrund der hohen Bewertung lässt die Aktie zwei Punkte liegen. Die Kriterien bei einem Großteil der restlichen Kennzahlen erfüllt das Unternehmen aber ohne Probleme. Fundamental betrachtet ist Novo Nordisk auf jeden Fall attraktiv. Mit 12 Punkten im Fundamental-Check ist die Aktie allerdings kein zwingender Kaufkandidat für ein Fundamental-Depot.  

6.3. Dividenden-Check

Der Dividenden-Check betrachtet zehn verschiedene Kennzahlen, um die Qualität als Dividendenaktie zu beurteilen. Die ersten sechs dieser Kennzahlen beziehen sich direkt auf Dividenden. Zwei weitere Kennzahlen betrachten das Wachstum des Unternehmens, denn ein solides Wachstum ist erforderlich, damit eine Aktie auch künftig eine gute Dividendenaktie ist. Außerdem werden noch zwei Kennzahlen zur Auswertung der historischen Kursentwicklung herangezogen.

Ergebnisse des Dividenden-Checks für Novo Nordisk
Ergebnisse des Dividenden-Checks für Novo Nordisk

Novo Nordisk erzielt im Dividenden-Check gute 8 von 10 Punkten, obwohl die Dividendenrendite mit 0,9% eher gering ausfällt. Dies ist auch ein Grund, weshalb die Aktie im Dividenden-Check keine höhere Punktzahl erreicht.

Der Grund, weshalb Novo Nordisk im Dividenden-Check dennoch gut abschneidet, ist die Ausschüttungsquote von 47%, die dicht am Optimum liegt, sowie die Kontinuität der Dividendenerhöhungen. Vor allem das Dividendenwachstum über die letzten fünf und zehn Jahre fällt mit +12,5% und +14,7% pro Jahr sehr hoch aus.

Punkten kann die Aktie auch bei den Nebenkriterien, die bei einer guten Dividendenaktie ebenfalls erfüllt sein müssen. Dazu gehört ein solides Umsatz- und Gewinnwachstum sowie eine starke Performance und geringe Drawdowns. Wie gesagt scheitert eine bessere Bewertung lediglich an der Dividendenrendite, die durch den starken Kursanstieg der letzten Jahre zu stark gefallen ist.

Trotz einer geringen Dividendenrendite von nur 0,9% schneidet Novo Nordisk im Dividenden-Check mit 8 von 10 Punkten gut ab. Überzeugen kann die Aktie vor allem mit einem hohen Dividendenwachstum. Für ein Dividendenwachstumsdepot ist die Aktie damit attraktiv. Für eine ausgewogene Dividendenstrategie gibt es allerdings bessere Kandidaten.

6.4. Dauerläufer-Check

Mit dem Dauerläufer-Check sollen Aktien aufgespürt werden, die bereits in der Vergangenheit eine gute Performance erzielt haben und dabei nur geringe Schwankungen verzeichnet haben. Gleichzeitig muss ein stabiles Umsatz- und Gewinnwachstum vorliegen. Es werden drei Trend-Kennzahlen, drei Risiko-Kennzahlen und vier Kennzahlen zur Beurteilung der Stärke und Stabilität des Wachstums betrachtet.

Ergebnisse des Dauerläufer-Checks für Novo Nordisk
Ergebnisse des Dauerläufer-Checks für Novo Nordisk

Glänzen kann Novo Nordisk im Dauerläufer-Check. Hier holt sich die Aktie die Maximalpunktzahl von zehn Punkten. Jedes einzelne Kriterium erfüllt Novo Nordisk mit Leichtigkeit, weshalb auch künftig davon auszugehen ist, dass die Aktie über längere Zeit 10 Punkte im Dauerläufer-Check erzielen kann.

Beeindruckend ist der Blick auf die Rendite. Sowohl über die letzten zehn als auch über die letzten 20 Jahre hat Novo Nordisk eine durchschnittliche jährliche Rendite von rund 25% pro Jahr erwirtschaften können (Kurssteigerung + Dividenden). Den Stoxx600 als Total-Return-Index lässt die Aktie damit weit hinter sich.

Die starke Performance führt auch dazu, dass die relative Trendstärke so weit über der Vorgabe liegt, wie es bei kaum einer anderen Aktie der Fall ist. Diese Kennzahl berechnet sich, indem der Abstand der Aktie zu ihrem 10-Jahres-Durchschnitt durch die Volatilität über die letzten zehn Jahre dividiert wird.

Auch bei den Risikomaßen erzielt Novo Nordisk die Punkte ohne Probleme. Die Volatilität über die letzten 20 Jahre liegt mit 25,5% zwar über der des Stoxx600 (18,2%), aber noch innerhalb der erlaubten +10%-Punkte. Da eine Aktie für gewöhnlich stärker schwankt als ein breit diversifizierter Index darf die Volatilität einer Aktie 10%-Punkte größer ausfallen.

Der maximale Drawdown über die letzten 20 Jahre ist bei Novo Nordisk mit -42% deutlich geringer als beim Stoxx600 (-60%). Damit zeigt die Aktie, dass sie langfristig betrachtet ein stabileres Investment ist als der breite Markt. Auch ein Beta von 0,62 zeigt, dass Novo Nordisk weniger stark auf Marktschwankungen reagiert als viele andere Aktien.

Abschließend noch der Blick auf das Umsatz- und Gewinnwachstum der letzten zehn Jahre: Dieses liegt jeweils deutlich über 10% pro Jahr und erfüllt die Vorgabe von 5% somit ohne Probleme. Gleichzeitig fallen die Stabilitätsraten sehr hoch aus. Sowohl für das Umsatzwachstum als auch für das Gewinnwachstum erzielt Novo Nordisk hier Werte in der Nähe von 90%. Den Höchstwert von 100% könnte eine Aktie hier nur erzielen, wenn ihre Umsätze beziehungsweise Gewinne von einem Jahr aufs andere exakt gleich stark steigen.

Mit 10 von 10 Punkten im Dauerläufer-Check ist Novo Nordisk eine sehr starke Dauerläufer-Aktie. Aktuell befindet sich die Aktie auch im Aktienkönig-Dauerläufer-Depot. Die Aktie erfüllt jedes der zehn Kriterien ohne Probleme und gilt somit langfristig betrachtet als sehr attraktive Aktie.

6.5. Zusammenfassung der Aktienkönig-Bewertungsmodelle die Novo Nordisk Aktie

Übersicht über die Ergebnisse der 4 Aktienkönig-Bewertungsmodelle für Novo Nordisk
Übersicht über die Ergebnisse der 4 Aktienkönig-Bewertungsmodelle für Novo Nordisk

7. Fazit zur Novo Nordisk Aktie Analyse

Novo Nordisk ist eines der weltweit größten Unternehmen aus der Pharmabranche. Der Fokus des Unternehmens liegt auf der Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung von Diabetes und anderen chronischen Krankheiten. Novo Nordisk blickt inzwischen auf eine 100-jährige Erfolgsgeschichte zurück.

Langfristig betrachtet bewegt sich die Aktie von Novo Nordisk in einem starken Aufwärtstrend, der in einzelnen Jahren durch eine Seitwärtsbewegung pausiert wird. Aktuell befindet sich die Aktie in einem sehr starken mittel- bis langfristigen Aufwärtstrendkanal. Ein wesentlicher Treiber der Kursentwicklung der letzten zwei bis drei Jahre sind die deutlich gestiegenen Umsätze und Gewinne in dieser Zeit.

Mit einem KGV von rund 50 ist Novo Nordisk auf den ersten Blick nicht günstig bewertet. Die Peers-Analyse hat allerdings gezeigt, dass in der Pharmabranche auch noch höhere Bewertungen möglich sind. Dass Novo Nordisk die letzten Jahre deutlich höhere Bewertungsniveaus erreicht hat, liegt vor allem auch an dem hohen erwarteten Wachstum der kommenden Jahre. Kann der Konzern dieses Wachstum so auch erzielen, ist das aktuell hohe Bewertungsniveau sogar nachvollziehbar. Mit Blick auf die Rentabilitäten, die Margen und das Wachstum gibt es insbesondere in der Pharmabranche kaum ein Unternehmen, das mit Novo Nordisk mithalten kann.

Die Aktie von Novo Nordisk schneidet in allen vier Aktienkönig-Bewertungsmodellen gut ab. Im Dauerläufer-Check erreicht die Aktie mit 10 von 10 Punkten sogar die Höchstpunktzahl. Damit ist Novo Nordisk vor allem für ein Depot, das gezielt in langfristig erfolgreiche Wachstumsunternehmen investiert, sehr attraktiv. Im Fundamental-Check und Dividenden-Check kommt die Aktie ebenfalls auf gute Bewertungen, ist für diese Strategien allerdings kein zwingender Kaufkandidat. Neben einer Dauerläufer-Strategie kommt Novo Nordisk außerdem für ein Trenddepot infrage, welche gezielt von der mittelfristigen Dynamik profitieren möchte.

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