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Aktienanalyse LVMH

Titelbild LVMH Aktienanalyse mit einem Louis Vuitton Story im Hintergrund

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Ziel dieses Artikels - LVMH Aktienanalyse

Ziel dieses Artikels ist es dir eine ausführliche Aktienanalyse zur Aktie von LVMH zu geben. Mit der LVMH Aktienanalyse kläre ich die Frage, ob die Aktie von LVMH aktuell kaufenswert ist. Als erstes stelle ich dir kurz das Unternehmen und das Geschäftsmodell vor, anschließend zeige ich dir anhand der Chartanalyse, auf welche Kursniveaus es bei LVMH aktuell ankommt. Danach führe ich eine ausführliche fundamentale Bewertung durch. Mithilfe der Fundamentalanalyse findest du heraus, ob die LVMH-Aktie als Investment attraktiv ist. Anhand der Aktienkönig-Bewertungsmodelle analysiere ich außerdem, ob LVMH für dich und deinen Investmentstil geeignet ist.

Viel Spaß beim Lesen!

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1. Schnellüberblick: LVMH Aktienanalyse

LVMH ist ein Luxusgüter-Konglomerat und besitzt etwa 75 Luxusmarken wie Louis Vuitton, Moët & Chandon, Hennessy, Bulgari, Dior, TAG Heuer und Dom Pérignon. Zu den Produkten des Unternehmens gehören Mode und Lederwaren, Parfüm und Kosmetik, Uhren und Schmuck sowie Spirituosen. Die Aktie von LVMH schneidet in gleich drei Aktienkönig-Bewertungsmodellen sehr gut ab.

ISIN | WKN FR0000121014 | 853292
Sektor Zyklische Konsumgüter
Industrie Textilien, Bekleidung & Luxuswaren
Marktkapitalisierung 396.810 Mio. Euro
Dividendenrendite 1,6%
KGV 26,0
KUV 4,6
Rendite 5 Jahre (p.a.) 18,8% (nur Kurs)
Rendite 5 Jahre (p.a.) 20,0% (mit Dividenden)
Rendite 10 Jahre (p.a.) 19,8% (nur Kurs)
Rendite 10 Jahre (p.a.) 21,9% (mit Dividenden)

2. Kurzvorstellung - LVMH Aktienanalyse

2.1. Was macht LVMH?

LVMH ist ein Luxusgüter-Konglomerat und besitzt etwa 75 Luxusmarken wie Louis Vuitton, Moët & Chandon, Hennessy, Bulgari, Dior, TAG Heuer und Dom Pérignon. Gegründet wurde LVMH im Jahr 1987 durch die Fusion von Louis Vuitton und Moët Hennessy. Die Geschichte des Konzerns geht allerdings zurück bis ins Jahr 1743 und der Gründung von Moët & Chandon. Das französische Unternehmen ist mit einer Marktkapitalisierung von aktuell rund 400 Milliarden Euro einer der größten börsennotierten Konzerne Europas.

Zu den Produkten des Unternehmens gehören Mode und Lederwaren, Parfüm und Kosmetik, Uhren und Schmuck sowie Spirituosen. LVMH verkauft zwar fast ausschließlich zyklische Konsumgüter (also Konsumgüter, deren Konsum anders als bei Lebensmitteln auch längere Zeit aufgeschoben werden kann), dennoch gilt die Aktie als sehr krisensicher. Da LVMH vornehmlich eine gut betuchte Käuferschicht bedient, ist das Unternehmen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in der Lage seine hochpreisigen Produkte zu verkaufen.

LVMH expandiert kontinuierlich durch strategische Akquisitionen. So übernahm das Unternehmen 2011 den italienischen Schmuckhersteller Bulgari und 2021 die amerikanische Schmuckmarke Tiffany & Co. Weitere wichtige Übernahmen waren 2017 der Erwerb von Christian Dior, 2013 die Übernahme des italienischen Kaschmirherstellers Loro Piana sowie 2001 die Übernahme der italienischen Luxusmodemarke Fendi.

Der wichtigste Geschäftsbereich von LVMH ist das Segment Mode und Lederwaren und umfasst den Verkauf von Kleidung und Lederwaren wie beispielsweise Handtaschen. Weiterer wichtiger Geschäftsbereich ist das Segment „selektiver Einzelhandel“. In diesen Bereich fallen verschiedene Handelsunternehmen wie beispielsweise Sephora (eine der weltweit größten Parfümerieketten), Le Bon Marché (luxuriöses Kaufhaus in Paris) sowie der Betrieb zahlreicher Duty Free Shops.

Ein wichtiges Segment des Unternehmens sind außerdem die Parfums und Kosmetika mit Marken wie Christian Dior, Givenchy oder Acqua die Parma. Zum Segment Uhren und Schmuck gehören unter anderem die Marken TAG Heuer, Hublot und Zenith, welche klar das Luxussegment abdecken. Seit 2021 gehört auch die Luxus-Schmuckmarke Tiffany & Co. zum Luxusgüterriesen. Abgerundet wird das Portfolio durch Weine und Spirituosen mit Marken wie Moët & Chandon, Dom Pérignon, Veuve Clicquot und Hennessy.

2.2. Brancheneinordnung nach GICS

Die Brancheneinordnung wird nach dem Global Industry Classification Standard (GICS) vorgenommen. LVMH gehört dem Sektor Zyklische Konsumgüter an. Innerhalb dieses Sektors ist das Unternehmen der Industriegruppe „Gebrauchsgüter & Bekleidung“ zuzuordnen. Eine noch feinere Einteilung ist mit der Einordnung nach einzelnen Industrien möglich. Hiernach gehört LVMH der Industrie „Textilien, Bekleidung & Luxuswaren“ an. Die folgende Grafik zeigt dir noch einmal die Einordnung von LVMH nach dem GICS-Schema.

Brancheneinordnung LVMH nach dem GICS-Schema
Brancheneinordnung LVMH nach dem GICS-Schema

Der Sektor zyklische Konsumgüter gehört, wie der Name bereits sagt, zu den zyklischen Sektoren. Aktien aus zyklischen Sektoren weisen in einer starken Marktphase für gewöhnlich größere Kurssteigerungen auf. Befindet sich die Wirtschaft allerdings in einer schwachen Phase, verzeichnen zyklische Aktien häufig auch größere Rückgänge.

Obwohl LVMH zum Sektor der zyklischen Konsumgüter gehört, weist die Aktie eine verhältnismäßig hohe Stabilität auf. Das liegt vor allem auch daran, dass sich viele Produkte des Unternehmens an eine gut betuchte Käuferschicht richten, die unabhängig von der aktuellen Wirtschaftslage bereit ist hohe Preise zu bezahlen.

Aus Europa gehören neben LVMH noch Hermès, Richemont, Inditex und Ferrari zu den größten Unternehmen aus dem Sektor zyklische Konsumgüter. Aus den USA sind hier Amazon, Tesla, Home Depot und McDonald’s als größte Aktien des Sektors zu nennen.

Betrachten wir das Ganze etwas feiner, und ziehen nur Unternehmen aus der Industrie „Textilien, Bekleidung & Luxuswaren“ heran, ist LVMH das weltweit größte Unternehmen der Industrie gefolgt von Hermès, Richemont, Nike und Adidas.

2.3. Geschäftsbereiche von LVMH

Die Geschäftsbereiche von LVMH unterteilen sich in die folgenden Segmente:

  • Mode & Lederwaren: Hierzu gehören vor allem die Marken Louis Vuitton, Kenzo, Celine, Fendi, Marc Jacobs und Givenchy.
  • Selektiver Einzelhandel: Vertrieb über Ketten wie Sephora, DFS, Miami Cruiseline und die Kaufhäuser Le Bon Marché und La Samaritaine.
  • Uhren & Schmuck: Mit Marken wie Bulgari, TAG Heuer, Zenith, Hublot, Chaumet, Fred Brands und Tiffany.
  • Parfum & Kosmetik: Parfüms (Marken Christian Dior, Guerlain, Loewe und Kenzo) sowie Make-up-Produkte (Make Up For Ever, Guerlain und Acqua di Parma).
  • Weine & Spirituosen: Champagner (Moët & Chandon, Veuve Clicquot, Dom Pérignon) sowie Weine, Cognacs & Whisky.
Umsatzverteilung nach Segmenten bei LVMH
Umsatzverteilung nach Segmenten bei LVMH

Den mit Abstand größten Umsatz erzielt LVMH im Segment „Mode & Lederwaren“ mit einem Umsatzanteil von 49%, gefolgt vom selektiven Einzelhandel mit einem Umsatzanteil von 21%. Insgesamt sind die Umsätze über die einzelnen Bereiche und vor allem die verschiedenen Marken sehr gut verteilt, sodass sich hier klar sagen lässt, dass LVMH nicht von einzelnen Marken besonders abhängig ist.

2.4. Marktkapitalisierung & Aktionärsstruktur

LVMH kommt aktuell auf eine Marktkapitalisierung von rund 400 Milliarden Euro. Damit ist LVMH nach Novo Nordisk aktuell die zweitgrößte börsennotierte europäische Aktiengesellschaft. Mit einer derart hohen Marktkapitalisierung gehört LVMH nicht mehr zu den Large-Caps, sondern ist bereits als Mega-Cap einzustufen.

Als Mega-Caps gelten Aktien mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 200 Milliarden Euro.  Mega-Caps zeichnen sich dadurch aus, dass sie bereits eine Größe erreicht haben, die es sehr unwahrscheinlich macht, dass Mitbewerber ihnen ihre Marktstellung streitig machen. Daher geht von Mega-Caps eine vergleichsweise hohe Stabilität aus.

Aktuell sind von LVMH rund 500 Millionen Aktien im Umlauf. Davon befindet sich allerdings nur etwas mehr als die Hälfte im Streubesitz. Den größten Anteil am Unternehmen (knapp 49%) hält die Familie Arnault.

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3. Historische Kursentwicklung von LVMH

3.1. Chartanalyse für LVMH

Das Ziel der Chartanalyse in diesen Abschnitt ist es, zunächst anhand der Analyse des langfristigen Charts herauszufinden, ob es einen langfristigen Aufwärtstrend gibt, und wo sich die Aktie in Relation zu diesem Trend aktuell befindet. Anschließend ermöglicht die Analyse des Charts der letzten 2-3 Jahre die Ableitung des aktuell herrschenden Trends sowie die Bestimmung besonders wichtiger Kursmarken, anhand derer sich letztlich Handelsentscheidungen ableiten lassen.

LVMH-Chart (Wochenchart) über die letzten 20 Jahre mit Chartanalyse
LVMH-Chart (Wochenchart) über die letzten 20 Jahre mit Chartanalyse

Im Chart über die letzten 20 Jahre ist für die Aktie von LVMH ein klarer Aufwärtstrendkanal mit Startpunkt Ende 2008 zu erkennen. Seitdem hat sich die Aktie stets innerhalb dieses Kanals bewegt. Eine Tendenz, die hier auch schön zu erkennen ist, ist die Tatsache, dass die Aktie tendenziell eine schwächere Phase durchgemacht hat, wenn sie über längere Zeit in der oberen Hälfte des Trendkanals notierte. Folglich ist die LVMH-Aktie nur kaufenswert, wenn sie sich in der unteren Hälfte des langfristigen Trendkanals bewegt.

LVMH-Chart (Tageschart) seit 2020 und Chartanalyse
LVMH-Chart (Tageschart) seit 2020 und Chartanalyse

Betrachten wir die letzten Jahre genauer, werden einige wichtige Zonen im Chart deutlicher zu erkennen. Knapp unterhalb des aktuellen Kursniveau verläuft eine Unterstützung bei rund 740 Euro (grün markiert). Hier lagen zahlreiche Hochpunkte der Jahre 2021 und 2022 sowie ein weiterer lokaler Hochpunkt Ende 2023. Zuletzt gelang es der LVMH-Aktie sich knapp oberhalb dieses Niveaus zu stabilisieren.

Bleibt es dabei, dass sich die Aktie von LVMH auf diesem Niveau stabilisiert, ist die Aktie kaufenswert. Grund dafür ist auch, dass die Aktie dank der Korrektur der letzten Wochen inzwischen wieder knapp in der unteren Hälfte des langfristigen Trendkanals notiert. Sollte das Niveau um 740 Euro jedoch nach unten durchschritten werden, ist eine Ausdehnung der Korrektur bis auf rund 660 Euro denkbar (hellblaue Linie). Hier liegt das letzte Tief nach dem starken Kursrückgang im Jahr 2023. Ein Kursrückgang bis auf dieses Niveau ist aktuell allerdings unwahrscheinlich. Sollte dieser jedoch stattfinden, ist die Aktie von LVMH äußerst attraktiv für einen Kauf.

Noch etwas tiefer findet sich die letzte große Unterstützung bei einer sehr weiten Spanne zwischen 535 und 595 Euro. Hier liegen die Tiefpunkte des Jahres 2022 sowie die untere Begrenzung des langfristigen Aufwärtstrendkanals. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau müsste die Aktie von LVMH allerdings um fast -30% korrigieren, um an das untere Ende des Aufwärtstrendkanals zu fallen. Solch ein Szenario ist nur in einem äußerst schwachen Marktumfeld denkbar.

Auf der Oberseite findet sich ein sehr wichtiger Widerstand bei knapp über 900 Euro (lila markiert). Hier liegt das Allzeithoch aus dem Jahr 2023. Bereits dieses Jahr ist es der LVMH-Aktie nicht gelungen dieses Niveau zu durchbrechen. Kurz davor drehte die Aktie wieder nach unten. Ein nachhaltiger Bruch dieses Widerstands würde für ein Ende der mittelfristigen Seitwärtsbewegung und eine Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends sprechen.

Nachdem die Aktie von LVMH vor allem Mitte 2023 heiß gelaufen ist, befindet sie sich inzwischen wieder in der unteren Hälfte des langfristigen Aufwärtstrendkanals. Knapp unterhalb des aktuellen Kursniveaus findet sich eine gute Unterstützung und die Bodenbildung läuft hier bereits. Zum jetzigen Kurs ist die Aktie vor allem für ein langfristig ausgelegtes Investment daher bereits interessant für einen Kauf.

3.2. Aktie vs. Index & Sektor

Um beurteilen zu können, wie stark sich eine Aktie die letzten Jahre entwickelt hat, müssen wir die Performance mit dem Index vergleichen. Darüber hinaus ist auch ein Vergleich mit dem Sektor-Index sehr wertvoll. Der folgende Chart zeigt dir die Entwicklung von LVMH im Vergleich zum Stoxx600 sowie dem Stoxx600 Consumer Discretionary-Index. Der Stoxx600 Consumer Discretionary ist der Branchenindex des Stoxx600 für zyklische Konsumgüter.

Performancevergleich: LVMH vs. Stoxx600 vs. Stoxx600 Consumer Discretionary-Index
Performancevergleich: LVMH vs. Stoxx600 vs. Stoxx600 Consumer Discretionary-Index

Die Rendite von LVMH über die letzten zehn Jahre ist beeindruckend. Während LVMH einen Gewinn von +507% verzeichnen konnte, kommt der Stoxx600 gerade mal auf einen Kurszuwachs von +55%. Der Branchenindex hat sich mit +77% zwar etwas besser entwickelt als der breite Markt, ist aber dennoch weit von der Performance von LVMH entfernt.

Auffällig ist bei diesem Vergleich, dass die Aktie von LVMH vor allem in den Phasen Schwäche gezeigt hat, wo auch der Branchenindex des Stoxx600 unter Druck geraten ist. Besonders gut zu erkennen ist das am Jahr 2022. Hier näherte sich der Stoxx600 Consumer Discretionary-Index dem Stoxx600 deutlich an. Genau in dieser Zeit hat auch die Aktie von LVMH einen größeren Rückgang verzeichnet.

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Diese umfangreiche Analyse ist exklusiv für Aktienkönig-Premium-Mitglieder.

Haftungsausschluss

Alle in diesem Beitrag dargestellten Informationen dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlageberatung oder Finanzanalyse im Sinne des WpHG dar. Es werden keine Empfehlungen bezüglichen einzelner Wertpapiere abgegeben. Insbesondere die Vorstellung einzelner Aktien spiegelt die persönliche Meinung des Verfassers wider und ist keinesfalls als Aufforderung zum Kauf oder Verkauf zu interpretieren. Auch alle weiteren Informationen sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Wertpapiere. Jeder Anleger, der die zur Verfügung gestellten Informationen nutzt, handelt selbstbestimmt und trägt somit die Verantwortung für sein Handeln und die daraus resultierenden Gewinne oder Verluste. Jedes Investment in Aktien ist mit Risiken behaften, die auch zu einem Totalverlust führen können.

Es besteht die Möglichkeit, dass in diesem Beitrag erwähnten Wertpapiere gleichzeitig im Besitz des Verfassers sind. Dadurch entstehende Interessenkonflikte können nicht ausgeschlossen werden. Alle Informationen wurden sorgfältig recherchiert. Eine Garantie oder Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der zur Verfügung gestellten Informationen und Daten kann jedoch nicht übernommen werden.

Weitere Informationen hierzu findest du unter: https://aktienkoenig.de/haftungsausschluss/