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Aktien-Schnell-Check – u.a. mit SAP, Allianz und Apple

Titelbild 10 Aktien-Schnell-Check mit den Logos von Allianz, SAP, Apple, McDonald's, Home Depot, Bayer, Evotec, Diageo, Roche Holding und SMA Solar

Inhaltsverzeichnis

Ziel dieses Aktien-Schnell-Checks

In diesem Artikel zum Aktien-Schnell-Check möchte ich dir zehn Aktien kurz vorstellen und analysieren, ob oder wann diese Aktien kaufenswert sind. Mit dem Schnell-Check bist du in der Lage in kurzer Zeit einen sehr guten Überblick über zehn Aktien zu gewinnen, die in letzter Zeit häufig diskutiert wurden und wo sich bei dir vielleicht die Frage stellt, ob du diese Aktien kaufen sollst.

Ich stelle dir jede Aktie zunächst kurz vor, anschließend erfährst du auf Basis der aktuellen Bewertung nach den Aktienkönig-Bewertungsmodellen, für welche Art von Investor die Aktie geeignet ist. Hierbei gehe ich auch auf die wichtigsten technischen und fundamentalen Daten ein, insbesondere, wenn hier etwas besonders hervorsticht. Anschließend wird jede Aktie einer Chartanalyse unterzogen. Dabei geht es vor allem darum den übergeordneten Trend zu bestimmen, wichtige Kursmarken ausfindig zu machen und zu ermitteln, zu welchem Kursniveau die Aktie kaufenswert ist.

Ziel ist es, dass du für jede der zehn Aktien am Ende genau weißt, ob es sich lohnt die Aktie zu kaufen beziehungsweise wann ein Einstieg möglich ist oder ob du von der Aktie lieber die Finger lassen solltest.

Viel Spaß beim Lesen!

Aktie 1: SAP

ISIN | WKN DE0007164600 | 716460
Marktkapitalisierung 214.743 Mio. EUR
Land Deutschland
Sektor Technologie
Industrie Software
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 13,3% 15,3%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 11,6% 13,5%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 8,9% 10,5%

SAP ist einer der weltweit größten Anbieter von Unternehmens-Software. Das Unternehmen ist vor allem für seine ERP-Systeme bekannt. Diese Softwarelösungen integrieren verschiedene Geschäftsbereiche wie Finanzen, Personalwesen, Produktion, Beschaffung und Vertrieb. Die Software-Produkte reichen von Standardsoftwarelösungen bis hin zu komplexer Individualsoftware für große Unternehmen. Außerdem entwickelt SAP inzwischen zahlreiche Cloud-Lösungen.

Aktienkönig Punktemodelle zu SAP

Trend-Check: 7 / 7 Fundamental-Check: 11 / 15
Dividenden-Check: 9 / 10 Dauerläufer-Check: 9 / 10

SAP kann aktuell in allen vier Aktienkönig-Bewertungsmodellen überzeugen. Dank des starken Aufwärtstrends der letzten Monate erzielt die Aktie im Trend-Check die Maximalpunktzahl von 7 Punkten. Damit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Aktie auch in den kommenden Monaten eine hohe Aufwärtsdynamik verzeichnen wird.

Auch im Dividenden-Check überzeugt die Aktie mit 9 von 10 Punkten. Mit 1,2% ist die Dividendenrendite zwar eher gering – das ist auch der Grund, weshalb die Aktie einen Punkt liegen lässt. Dafür überzeugt SAP aber mit einem starken Dividendenwachstum von 9,2% über die letzten zehn Jahre sowie einer gesunden Ausschüttungsquote von 67%. Auch 9 Punkte im Dauerläufer-Check zeigen, dass die Aktie gerade für ein langfristig ausgelegtes Investment gut geeignet ist. Hier überzeugt SAP mit einer hohen Rendite von 10,8% über die letzten 20 Jahre sowie einem erfreulich niedrigem maximalen Drawdown von nur -45% über die letzten 20 Jahre. Die meisten anderen Aktien weisen hier deutlich größere Risiken auf.

Chartanalyse zu SAP

Chartanalyse für SAP (Tageschart). SAP über 4 Jahre
Chartanalyse für SAP (Tageschart)

SAP hat sich zwischen 2020 und 2022 eher seitwärts bewegt. Besonders gelitten hat die Aktie unter dem Kurseinbruch im Herbst 2020. Grund dafür war damals eine deutlich gekürzte Prognose sowie die Ankündigung umfangreicher Umbaumaßnahmen und eine Neuausrichtung bei der Strategie. Wie sich die letzten Monate aber gezeigt hat, waren diese Maßnahmen absolut korrekt. Seit über einem Jahr befindet sich die Aktie von SAP nun in einem starken Aufwärtstrend.

Wichtig hierbei war auch, dass die Aktie Anfang dieses Jahr den Widerstand bei 142 Euro sowie ihr Ende 2023 markiertes Allzeithoch bei 148 Euro überwinden konnte. Am ehesten bietet sich bei SAP ein Einstieg in den laufenden Aufwärtstrend in einer kleinen Korrektur an. Mögliche Zielzone hierfür ist das Aufwärtsgap (grünes Rechteck) zwischen 148 und 156 Euro. Da der Aufwärtstrend sehr stark ist, ist ein Kauf zwar schon jetzt möglich, schöner wäre es aber die Aktie etwas günstiger einsammeln zu können.

Fazit zu SAP

SAP überzeugt vor allem im Trend-Check sowie im Dividenden-Check und Dauerläufer-Check. Es gibt nur sehr wenige Aktien, die in diesen drei Modellen gleichzeitig eine sehr hohe Punktzahl erzielen. Damit ist die Aktie von SAP aktuell sehr aussichtsreich. Seit über einem Jahr besteht ein stabiler und starker Aufwärtstrend. Ein Kauf ist auf dem aktuellen Niveau möglich, schöner wäre es aber eine Korrektur in Richtung des Aufwärtsgaps bei rund 156 Euro erwischen zu können. Ob diese zeitnah stattfindet, ist allerdings von der Lage am Gesamtmarkt abhängig.

Aktie 2: Allianz

ISIN | WKN DE0008404005 | 840400
Marktkapitalisierung 97.146 Mio. EUR
Land Deutschland
Sektor Finanzen
Industrie Versicherungen
Logo Allianz
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 4,9% 10,4%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 6,7% 12,0%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 4,6% 9,1%

Die Allianz zählt zu den weltweit größten Versicherungs- und Finanzdienstleistern. Neben einer breiten Palette an Versicherungsprodukten bietet die Allianz auch Produkte zur Vermögensverwaltung an. Fast 50% der Umsätze erwirtschaftet die Allianz mit Lebens- und Krankenversicherungen. Die Umsätze sind global äußerst gut verteilt.

Aktienkönig Punktemodelle zur Allianz

Trend-Check: 5 / 7 Fundamental-Check: 10 / 15
Dividenden-Check: 9 / 10 Dauerläufer-Check: 5 / 10

Die Allianz kann vor allem im Dividenden-Check mit 9 von 10 Punkten überzeugen. Mit einer Dividendenrendite von 4,6% sowie einem starken Dividendenwachstum von 9,7% über die letzten zehn Jahre kann die Allianz als Dividendenaktie absolut überzeugen. Die kürzlich angekündigte deutliche Dividendenerhöhung ist hierbei übrigens noch nicht berücksichtigt, da die Dividende noch nicht gezahlt wurde. Auch eine Ausschüttungsquote von 44% zeigt, dass die Allianz hier keinesfalls eine aggressive Dividendenpolitik verfolgt. Einen Punkt liegen lässt die Allianz aufgrund eines zu hohen maximalen Drawdowns von -42% in den letzten fünf Jahren. Bei Dividendenaktien wäre es hier klar schöner, wenn sich die Kursrückgänge im Vergleich zum Index (DAX -35% maximaler Drawdown) in Grenzen hielten.

Auch im Trend-Check schneidet die Allianz mit 5 von 7 Punkten gut ab. Das zeigt dir auch, dass sich die Aktie gerade mittelfristig in einem stabilen Aufwärtstrend befindet. Für Dividendeninvestoren ist das eine attraktive Bewertungskombination. Somit bietet sich ein Einstieg bei der Allianz an.

Chartanalyse zur Allianz

Chartanalyse für die Allianz (Tageschart), Allianz-Chart über 4 Jahre
Chartanalyse für die Allianz (Tageschart)

Die Allianz hatte über die letzten Jahre Schwierigkeiten damit ihr letztes markantes Hoch aus dem Jahr 2020 bei 232 Euro zu überwinden. Ende 2023 ist der Aktie dann der Sprung über diesen Widerstand gelungen. Damit bildet die Marke von 232 Euro nun eine gute Unterstützung. Spätestens auf diesem Niveau bietet sich ein Kauf daher an.

Zusätzlich ist kurzfristig auch ein schöner Aufwärtstrend (lilafarbene Linie) zu erkennen. Diese Aufwärtstrendlinie verläuft aktuell bei 236 Euro. Da diese Unterstützung nach und nach mit ansteigt, findet sich hier also zeitnah ein weiteres Niveau, auf dem sich ein Einstieg lohnt. Bei Dividendenaktien geht es letztlich darum in einen soliden Aufwärtstrend einzusteigen und keine Aktien auszuwählen, deren Kurs in einem Abwärtstrend gefangen ist. Von daher bietet die Allianz hier gerade ein attraktives Einstiegssetup an.

Fazit zur Allianz

Die Allianz gilt allgemein als sehr starke und zuverlässige Dividendenaktie. Das bestätigt der Dividenden-Check mit 9 von 10 Punkten auch noch einmal. Den einen Punkt lässt die Allianz lediglich aufgrund zu großer Drawdowns liegen. Sehr attraktiv ist die Allianz aktuell auch, weil sie im Trend-Check mit 5 von 7 Punkten ebenfalls eine gute Bewertung erzielt. Das bedeutet, dass die Allianz aktuell eine sehr gute Dividendenaktie ist, bei der eine stabile Aufwärtsdynamik vorliegt – ein sehr attraktives Setup. Auch der Blick auf den Chart bestätigt den stabilen Aufwärtstrend noch einmal. Die Ankündigung, dass die Dividende dieses Jahr deutlich steigen soll ist ein weiteres Kaufargument für Dividendeninvestoren.

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Aktie 3: Apple

ISIN | WKN US0378331005 | 865985
Marktkapitalisierung 2.820.151 Mio. USD
Land USA
Sektor Technologie
Industrie Hardwarekomponenten, Speicher- u. Peripheriegeräte
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 33,4% 34,1%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 25,5% 27,1%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 35,4% 36,5%

Apple ist eines der weltgrößten Technologieunternehmen mit Fokus auf den Verkauf von Hardwareprodukten (wie beispielsweise dem iPhone, iPad und iMac) sowie Software- und Betriebssystemen. Außerdem hat Apple in den letzten Jahren sein Dienstleistungsangebot um Dienste wie Apple Music, Apple TV+ sowie die iCloud stark ausgebaut.

Aktienkönig Punktemodelle für Apple

Trend-Check: 4 / 7 Fundamental-Check: 12 / 15
Dividenden-Check: 7 / 10 Dauerläufer-Check: 8 / 10

Apple kann zwar in keinem der vier Aktienkönig-Bewertungsmodelle die Höchstpunktzahl erreichen, dafür schneidet die Aktie in jedem Modell zufriedenstellend ab. Im Fundamental-Check überzeugt Apple vor allem mit einer hohen Rentabilität (Gesamtkapitalrendite von 29%) sowie sehr hohen Margen (Nettomarge von 26%). Auch ein KGV von 28 ist im Vergleich zum Index (S&P 500 mit KGV von 25) absolut in Ordnung.

Im Dividenden-Check erzielt die Aktie trotz einer niedrigen Dividendenrendite von 0,5% dennoch 7 Punkte, da Apple ein hohes Dividendenwachstum aufweist sowie die Umsätze und Gewinne in den letzten Jahren ebenfalls deutlich gestiegen sind, was für Dividendenaktien wichtige Nebenbedingungen sind. Hier muss man aber auch sagen, dass 7 Punkte für die Aufnahme in eine Dividendenstrategie einfach nicht ausreichen.

Chartanalyse zu Apple

Chartanalyse für Apple (Tageschart), Super Micro Computer-Chart über die das letzte Jahr
Chartanalyse für Apple (Tageschart)

In den letzten Jahren fehlt es bei Apple etwas an Dynamik. Im Jahr 2022 hat sich bei Apple sogar ein leichter Abwärtstrendkanal entwickelt, den die Aktie inzwischen aber wieder verlassen hat. Dennoch ist über die letzten Monate zu erkennen, dass Apple sich erneut nur seitwärts bewegt. Das Allzeithoch bei rund 200 USD stellt hier einen entscheidenden Widerstand dar. Gelingt der Aktie der Sprung darüber, ist das ein klares Kaufsignal und könnte für neue Dynamik sorgen.

Aktuell kämpft die Aktie von Apple aber mit ihrer 200-Tage-Linie und ist unterwegs in Richtung letztes lokales Tief aus Oktober 2023. Sollte die Aktie dieses Niveau unterschreiten, ist Apple charttechnisch äußerst unattraktiv. Auch jetzt findet sich bei der Aktie aber kein attraktives Setup für einen Einstieg. Solange die Apple-Aktie keine Aufwärtsdynamik aufweist, heißt es hier beobachten.

Fazit zu Apple

Apple kommt in allen vier Bewertungsmodellen auf eine zufriedenstellende Bewertung. Apple kann allerdings nach keinem Bewertungsmodell vollends überzeugen, sodass die Aktie aktuell kein zwingender Kaufkandidat ist. Das spiegelt auch noch einmal die Chartanalyse wider. Solange Apple das Allzeithoch bei rund 200 USD nicht dynamisch überwinden kann, befindet sich die Aktie in einem Seitwärtstrend. Natürlich ist das Unternehmen fundamental attraktiv und ein Kauf ist daher möglich. In diesem Fall musst du dich aber in Geduld üben, bis die Aktie tatsächlich wieder in einen neuen Aufwärtstrend übergeht.

Aktie 4: Evotec

ISIN | WKN DE0005664809 | 566480
Marktkapitalisierung 2.518 Mio. EUR
Land Deutschland
Sektor Gesundheitswesen
Industrie Biowissenschaften: Hilfsmittel und Dienstleistungen
Evotec Logo
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) -7,4% -7,4%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 13,1% 13,1%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 4,6% 4,6%

Evotec ist ein Wirkstoffforschungs- und -entwicklungsunternehmen. Das bedeutet, dass Evotec in Kooperation mit anderen Pharma- und Biotechnologieunternehmen an Wirkstoffen zur Behandlung verschiedener Krankheiten forscht. Zu den Partnerunternehmen gehören unter anderem Bayer, Novartis, Novo Nordisk und Sanofi. Spezialisiert ist Evotec auf neurale Erkrankungen, Schmerz, Stoffwechsel- und Entzündungskrankheiten sowie die Onkologie.

Aktienkönig Punktemodelle für Evotec

Trend-Check: 0 / 7 Fundamental-Check: 4 / 15
Dividenden-Check: 1 / 10 Dauerläufer-Check: 4 / 10

Evotec kann nach den vier Aktienkönig-Bewertungsmodellen nicht überzeugen. Im Trend-Check kann die Aktie keinen einzigen Punkt erzielen, was zeigt, dass Evotec aktuell in einem Abwärtstrend feststeckt. Da Evotec keine Dividende zahlt, schneidet die Aktie auch im Dividenden-Check schwach ab. Den einen Punkt kann Evotec hier nur aufgrund eines hohen Umsatzwachstums erzielen.

Im Fundamental-Check erzielt Evotec auch nur 4 Punkte. Hier punktet Evotec unter anderem mit einer ausreichend hohen Eigenkapitalquote (51%) sowie einem starken Umsatzwachstum von 18% über die letzten fünf Jahre. Auch nach dem Dauerläufer-Check kommt Evotec mit 4 von 10 Punkten nicht für einen Kauf infrage. Die Punkte sammelt die Aktie hier aufgrund einer starken Performance von +13,5% über die letzten zehn Jahre sowie einem Umsatzwachstum von durchschnittlich 26% über die letzten zehn Jahre.

Chartanalyse zu Evotec

Chartanalyse für Evotec (Tageschart), Evotec-Chart über die letzten 3 Jahre
Chartanalyse für Evotec (Tageschart)

Die Aktie von Evotec hatte bis Ende 2022 noch einen sehr guten Lauf. Seitdem ist die Aktie allerdings um -70% eingebrochen. Klar zu erkennen ist hier auch die lilafarbene Abwärtstrendlinie bei aktuell 19 Euro. Solange diese nicht nach oben durchbrochen wird, ist der Abwärtstrend intakt. Zuletzt kam erschwerend hinzu, dass Evotec den Unterstützungsbereich zwischen 15 und 16 Euro nach unten durchbrochen hat. Hier lagen mehrere Tiefpunkte der letzten Monate. Diese Zone fungiert nun als Widerstand.

Stoppen könnte Evotec den Abwärtstrend bei etwa 12 Euro (blaue Unterstützung). Diese Unterstützungslinie markiert wichtige lokale Tiefpunkte aus den Jahren 2017 und 2018. Auf eine Stabilisierung verlassen solltest du dich auf diesem Niveau aber keinesfalls. Die Aktie von Evotec ist momentan nicht kaufenswert. Charttechnisch ändert sich an dieser Situation frühestens etwas, wenn der Bruch der lilafarbenen Abwärtstrendlinie gelingt.

Fazit zu Evotec

Evotec kann in keinem der vier Bewertungsmodelle überzeugen. Im Trend-Check erzielt die Aktie sogar 0 Punkte und zeigt damit, dass sie sich in einem starken Abwärtstrend befindet. Solange die Abwärtstrendlinie bei aktuell etwa 19 Euro nicht nach oben durchbrochen wird, kommt aus charttechnischer Sicht kein Einstieg infrage. Nach den vier Bewertungsmodellen ist Evotec auf absehbare Zeit ohnehin kein Kaufkandidat.

Aktie 5: Bayer

ISIN | WKN DE000BAY0017 | BAY001
Marktkapitalisierung 28.834 Mio. EUR
Land Deutschland
Sektor Gesundheitswesen
Industrie Pharmazeutika
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) -16,1% -12,5%
Letzte 10 Jahre (p.a.) -11,7% -8,6%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 1,6% 4,6%

Bayer ist im Gesundheitswesen sowie in der Agrarwirtschaft tätig. In der Gesundheitssparte entwickelt und verkauft Bayer verschiedenste Medikamente aber auch rezeptfreie Gesundheitsprodukte wie beispielsweise Nahrungsergänzungsmittel und Hautpflegeprodukte. Im Segment Agrarwirtschaft bietet Bayer Pflanzenschutzmittel für die Schädlingsbekämpfung an.

Aktienkönig Punktemodelle für Bayer

Trend-Check: 0 / 7 Fundamental-Check: 4 / 15
Dividenden-Check: 3 / 10 Dauerläufer-Check: 2 / 10

Die Aktie von Bayer ist am deutschen Aktienmarkt aktuell eines der größten Sorgenkinder. Das bestätigt auch nochmal die Bewertung auf Basis der vier Aktienkönig-Bewertungsmodelle. 0 Punkte im Trend-Check zeigen, dass Bayer einen starken Abwärtstrend aufweist und keinerlei Aufwärtsdynamik vermuten lässt. Die 3 Punkte im Dividenden-Check wird die Aktie auch nicht halten können, da bereits angekündigt wurde, dass die Dividende dieses Jahr auf wenige Cent je Aktie gekürzt wird.

Auch 4 Punkte im Fundamental-Check können nicht überzeugen. Grund dafür sind negative Rentabilitäten und die Tatsache, dass das Unternehmen zuletzt Verluste erwirtschaftet hat. Da die Performance in den letzten Jahren bei Bayer eine Katastrophe ist, verwundert auch im Dauerläufer-Check eine schlechte Bewertung mit 2 Punkten wenig. Über die letzten zehn Jahre lag die jährliche Rendite bei -8,4% und ein maximaler Drawdown von -74% über die letzten 20 Jahre zeigen, dass die Aktie für alles andere steht als für Stabilität.

Chartanalyse zu Bayer

Chartanalyse für Bayer (Tageschart), Bayer-Chart über die letzten 2 Jahre
Chartanalyse für Bayer (Tageschart)

Die Bayer-Aktie befindet sich bereits seit 2015 in einem klaren Abwärtstrend. Zwischenzeitlich gab es immer mal wieder Versuche einer Stabilisierung, die dann aber gescheitert sind. Die letzten Monate hat sich der Abwärtstrend noch einmal beschleunigt. Dabei hat die Aktie auch eine Unterstützung bei 40 Euro durchbrochen. Hier lag ein markanter Tiefpunkt aus dem Jahr 2020.

Mittelfristig dürfte außerdem die lilafarbene Abwärtstrendlinie interessant werden. Sollte Bayer diese überschreiten, könnte sich das charttechnische Bild wieder etwas bessern. Die Betonung liegt hier aber auf könnte. Da bei Bayer keinerlei Tendenzen eines neuen Aufwärtstrends vorhanden sind, ist die Aktie aktuell nicht kaufenswert.

Fazit zu Bayer

Bayer kann in keinem der vier Aktienkönig-Bewertungsmodelle überzeugen. Damit ist die Aktie auf absehbare Zeit kein attraktives Investment. Auch charttechnisch betrachtet bietet sich ein Einstieg bei Bayer nicht an. Der Abwärtstrend hat sich zuletzt sogar beschleunigt. Solange hier keine Tendenzen eines neuen Aufwärtstrends bestehen, solltest du um die Aktie einen großen Bogen machen. Solltest du die Aktie aktuell im Depot haben, bieten sich kleine Aufwärtsbewegungen innerhalb des Abwärtstrends an, um die Verluste zu begrenzen.

Aktie 6: Home Depot

ISIN | WKN US4370761029 | 866953
Marktkapitalisierung 344.689 Mio. USD
Land USA
Sektor Zyklische Konsumgüter
Industrie Verkauf, spezialisiert
Logo Home Depot
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 15,2% 18,3%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 16,4% 19,2%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 12,4% 15,1%

Home Depot ist eine US-amerikanische Baumarktkette vergleichbar mit Obi oder Bauhaus hierzulande. Das Unternehmen betreibt über 2.000 Filialen, größtenteils in den USA. Zu den Produkten gehören diverse Baumaterialien, Werkzeuge, Sanitärprodukte, Elektroinstallationen, etc. Das Unternehmen erwirtschaftet 92% seiner Umsätze in den USA.

Aktienkönig Punktemodelle für Home Depot

Trend-Check: 5 / 7 Fundamental-Check: 14 / 15
Dividenden-Check: 9 / 10 Dauerläufer-Check: 9 / 10

Home Depot schneidet in den vier Aktienkönig-Bewertungsmodellen sehr gut ab und kommt nach jedem Modell für ein Investment infrage. Im Fundamental-Check überzeugt die Aktie mit einer hohen Gesamtkapitalrendite von 22%, einer moderaten Bewertung mit einem KGV von 25 sowie einem starken Umsatz- und Gewinnwachstum (7,1% beziehungsweise 6,4% über die letzten fünf Jahre).

9 von 10 Punkten im Dividenden-Check zeigen, dass Home Depot eine äußerst zuverlässige Dividendenaktie ist. Die Dividendenrendite ist mit 2,3% zwar nicht so hoch, dafür fällt das Dividendenwachstum über die letzten zehn Jahre mit durchschnittlich 18% pro Jahr enorm hoch aus. Auch im Dauerläufer-Check überzeug Home Depot mit einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 15% über die letzten zehn Jahre sowie einem äußerst stabilen Umsatz- und Gewinnwachstum über die letzten zehn Jahre.

Chartanalyse zu Home Depot

Chartanalyse für Home Depot (Tageschart), Home Depot-Chart die letzten 3 Jahre
Chartanalyse für Home Depot (Tageschart)

Die Aktie von Home Depot befand sich lange Zeit in einem starken und stabilen Aufwärtstrend. Die letzten drei Jahre bewegt sich die Aktie hingegen eher seitwärts. Das hinterlässt an der langfristigen Stabilität natürlich einen kleinen Kratzer. Es ist aber gut möglich, dass Home Depot bald wieder in solch einen langfristigen Aufwärtstrend übergeht.

Wichtig war, dass die Aktie vor Kurzem die Widerstandszone zwischen 300 und 320 USD nach oben verlassen konnte. Hier lagen einige Hochpunkte der letzten Monate, mit denen sich Home Depot zuletzt schwergetan hat. Nun ist das nächste Ziel das Allzeithoch bei 389 USD. Nachdem die Aktie die Widerstandszone durchbrochen hat, ist ein Einstieg auf dem aktuellen Niveau möglich. Vorsicht ist geboten, sollte die Aktie wieder unter 300 USD fallen, dann wäre auch ein Einbruch in Richtung der Unterstützung zwischen 247 USD und 263 USD denkbar. Spätestens auf diesem Niveau ist die Aktie von Home Depot äußerst attraktiv.

Fazit zu Home Depot

Home Depot kann in allen vier Bewertungsmodellen überzeugen und eignet sich damit für viele unterschiedliche Investmentansätze und -strategien. Nach einem über Jahre anhaltenden stabilen Aufwärtstrend tendiert die Aktie seit drei Jahren eher seitwärts. Ein positives Zeichen war kürzlich, dass der Aktie der Sprung über die Widerstandszone von 300 USD bis 320 USD gelungen ist. Damit ist nun eine klare Aufwärtsdynamik vorhanden. Solange dieses Niveau hält, bietet sich ein Einstieg bei Home Depot an.

Aktie 7: SMA Solar

ISIN | WKN DE000A0DJ6J9 | A0DJ6J
Marktkapitalisierung 1.752 Mio. EUR
Land Deutschland
Sektor Technologie
Industrie Halbleiter und Halbleiterausrüstung
Logo SMA Solar
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 16,8% 17,4%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 1,5% 1,6%
Letzte 20 Jahre (p.a.) --- ---

SMA Solar ist in der Entwicklung und der Produktion von Photovoltaik-Wechselrichtern tätig. Die Wechselrichter von SMA Solar werden benötigt, damit andere Hersteller von Photovoltaikanlagen den durch die Anlagen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln können. SMA Solar erwirtschaftet rund ein Viertel seiner Umsätze im Heimatmarkt Deutschland, 32% in Amerika und 26% in der EMEA-Region.

Aktienkönig Punktemodelle für SMA Solar

Trend-Check: 1 / 7 Fundamental-Check: 12 / 15
Dividenden-Check: 3 / 10 Dauerläufer-Check: 1 / 10

SMA Solar kann nach den vier Bewertungsmodellen lediglich im Fundamental-Check mit 12 von 15 Punkten überzeugen. Hier kann SMA Solar mit hohen Renditen (Eigenkapitalrendite von 35%) und einer günstigen Bewertung (KGV von 7,4) überzeugen. Auch die Wachstumsraten sind stark: Das Umsatzwachstum über die letzten fünf Jahre beträgt 14% und das Gewinnwachstum sogar 75% pro Jahr.

Nach den drei weiteren Bewertungsmodellen kann SMA-Solar hingegen nicht überzeugen. Da das Unternehmen aktuell keine Dividende zahlt, kann SMA Solar die Punkte im Dividenden-Check nur bei den Kennzahlen holen, die nicht im direkten Zusammenhang mit Dividenden stehen (wie beispielsweise beim Umsatzwachstum). Aufgrund der schwachen Kursentwicklung in den letzten Monaten kann die Aktie im Trend-Check auch nicht überzeugen.

Chartanalyse zu SMA Solar

Chartanalyse zu SMA Solar (Tageschart), SMA Solar-Chart über die letzten zwei Jahre
Chartanalyse zu SMA Solar (Tageschart)

Charttechnisch sah bei SMA Solar bis Mai letztes Jahr noch alles in Ordnung aus. Seitdem befindet sich die Aktie aber in einem starken Abwärtstrend. In nicht einmal einem Jahr hat die Aktie von SMA Solar 60% an Wert verloren. Über die letzten Monate bewegt sich SMA Solar in einem engen Abwärtstrendkanal (blau markiert).

Gestoppt werden könnte dieser Abwärtstrend an der langfristigen Aufwärtstrendlinie (lila) bei aktuell rund 40 Euro. Diese hat ihren Ursprung Ende 2018. Besonders häufig angesteuert wurde diese Trendlinie allerdings noch nicht. Knapp darunter findet sich eine weitere Unterstützung bei 38 Euro (blau).

Da die Aktie fundamental attraktiv bewertet ist, könnte sich ein Einstieg für ein Fundamental-Depot frühestens bei einer Stabilisierung im Niveau um die 40 Euro anbieten. Natürlich kann die Aktie auch vom aktuellen Niveau aus einen neuen Aufwärtstrend etablieren. Das würde allerdings noch eine Bestätigung und vor allem Zeit erfordern.

Fazit zu SMA Solar

SMA Solar kann lediglich im Fundamental-Check mit 12 von 15 Punkten überzeugen. Von einem Einstieg ist bei SMA Solar aktuell dennoch abzuraten. Die Aktie befindet sich kurz- und mittelfristig in einem starken Abwärtstrend. Ein Kauf für ein Fundamental-Depot kommt frühestens infrage, wenn sich die Aktie im Bereich ihres letzten lokalen Tiefs bei rund 40 Euro stabilisiert, oder einen nachhaltigen neuen Aufwärtstrend etabliert.

Aktie 8: Roche Holding

ISIN | WKN CH0012032048 | 855167
Marktkapitalisierung 199.054 Mio. EUR
Land Schweiz
Sektor Gesundheitswesen
Industrie Pharmazeutika
Roche Holding Logo
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) -3,5% -0,6%
Letzte 10 Jahre (p.a.) -1,6% 1,5%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 2,9% 5,9%

Die Roche Holding ist in der Erforschung, Entwicklung und dem Vertrieb neuartiger Gesundheitslösungen tätig. Hierzu gehören diverse Produkte und Dienstleistungen aller medizinischen Bereiche von der Prävention über die Diagnostik bis hin zur Therapie. Weltweit führend ist Roche im Bereich der In-vitro-Diagnostika sowie bei diversen Arzneimitteln gegen Krebs und der Transplantationsmedizin.

Aktienkönig Punktemodelle für Roche Holding

Trend-Check: 1 / 7 Fundamental-Check: 14 / 15
Dividenden-Check: 6 / 10 Dauerläufer-Check: 7 / 10

Die Aktie von Roche kann aktuell vor allem im Fundamental-Check von 14 von 15 Punkten überzeugen. Besonders attraktiv sind die hohe Eigenkapitalrendite von 64%, ein KGV von nur 10, sowie ein starkes Gewinnwachstum von 12,2% pro Jahr über die letzten fünf Jahre. Die Stabilität beim Umsatz- und Gewinnwachstum könnte für ein defensives Unternehmen aus dem Pharmabereich aber höher ausfallen.

Obwohl die Aktie eine Dividendenrendite von über 4% aufweist, erhält sie im Dividenden-Check nur 6 von 10 Punkten. Grund dafür ist ein zu geringes Dividendenwachstum von gerade einmal 2,7% pro Jahr über die letzten fünf und zehn Jahre sowie eine schwache Performance der Aktie. Im Dauerläufer-Check erzielt Roche zwar 7 von 10 Punkten. Einige der Punkte erzielt die Aktie hier allerdings nur knapp, sodass sich Roche aktuell nur bedingt für ein Dauerläufer-Depot eignet.

Chartanalyse zu Roche Holding

Chartanalyse für Roche Holding (Tageschart), Roche Holding-Chart über die letzten 2 Jahre
Chartanalyse für Roche Holding (Tageschart)

Die Aktie der Roche Holding befindet sich seit Anfang 2022 in einem Abwärtstrend. Seit Ende 2022 bewegt sich die Aktie innerhalb des Abwärtstrends in einem klar erkennbaren Abwärtstrendkanal (blau markiert). Solange die Aktie diesen Kanal nicht nach oben verlässt, kommt ein Kauf nicht infrage.

Das charttechnische Bild würde sich deutlich verbessern, wenn die Aktie über das letzte Hoch von rund 255 CHF steigen würde. Ein Aufwärtstrend liegt dann aber noch nicht automatisch vor, sondern muss durch den Wechsel steigender Hochs und steigender Tiefs zunächst noch bestätigt werden. Aus charttechnischer Sicht kommt ein Einstieg bei Roche aktuell noch nicht infrage. Aufgrund ihrer attraktiven fundamentalen Bewertung lohnt es sich aber den Chart und die Aktie im Auge zu behalten.

Fazit zu Roche Holding

Die Aktie von Roche überzeugt vor allem im Fundamental-Check mit 14 von 15 Punkten. Damit kommt die Aktie für ein Fundamental-Depot infrage. Vor allem die schlechte Bewertung im Trend-Check mit nur 1 von 7 Punkten zeigt aber, dass ein Einstieg aktuell verfrüht wäre. Momentan befindet sich Roche in einem klaren Abwärtstrend. Solange die Aktie diesen nicht nach oben durchbricht und einen neuen Aufwärtstrend etabliert, bietet sich ein Einstieg nicht an, außer du bringst eine Menge Geduld mit.

Aktie 9: McDonald's

ISIN | WKN US5801351017 | 856958
Marktkapitalisierung 195.601 Mio. USD
Land USA
Sektor Zyklische Konsumgüter
Industrie Hotels, Restaurants und Freizeit
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 9,8% 12,5%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 11,9% 14,8%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 12,4% 15,5%

McDonald’s ist einer der weltweit größten Anbieter von Fast Food. Das Unternehmen ist so aufgestellt, dass die Restaurants entweder direkt durch McDonald’s betrieben werden oder als Franchise-Filialen von unabhängigen Unternehmern bewirtschaftet werden. Etwa 90% der rund 40.000 Filialen von McDonald’s werden nach dem Franchise-System geführt.

Aktienkönig Punktemodelle für McDonald's

Trend-Check: 5 / 7 Fundamental-Check: 12 / 15
Dividenden-Check: 9 / 10 Dauerläufer-Check: 7 / 10

Die Aktie von McDonald’s kann vor allem im Dividenden-Check mit 9 von 10 Punkten überzeugen. Die Dividendenrendite liegt mit 2,1% zwar auf keinem besonders hohen Niveau, dafür weist McDonalds eine sehr gute Dividendenhistorie auf und auch das Dividendenwachstum kann sich mit 7,2% über die letzten zehn Jahre sehenlassen. Einen Punkt liegen lässt McDonald’s im Dividenden-Check lediglich deswegen, weil die Aktie mit einer Rendite von 12,4% über die letzten fünf Jahre nicht ganz an den S&P 500 mit 14,6% herankommt.

Aber auch in den drei anderen Bewertungsmodellen schneidet McDonald’s gut ab. 5 von 7 Punkten im Trend-Check zeigen dir, dass die Aktie auch die letzten ein bis drei Jahre eine gute Performance verzeichnet hat. Im Fundamental-Check lässt die Aktie nur deshalb Punkte liegen, weil McDonald’s aufgrund bilanzieller Besonderheiten ein negatives Eigenkapital ausweist. In Anbetracht dessen sind 12 von 15 Punkten im Fundamental-Check ein sehr gutes Ergebnis.

Chartanalyse zu McDonald's

Chartanalyse für McDonald's (Tageschart), McDonald's-Chart über die letzten 2 Jahre
Chartanalyse für McDonald's (Tageschart)

Die Aktie von McDonald’s bewegt sich seit Mitte 2020 in einem äußerst stabilen Aufwärtstrendkanal (hier blau markiert). Die Begrenzungen dieses Kanals wurden in den letzten Jahren häufiger angesteuert, sodass die Aktie besonders am unteren Ende als günstig betrachtet werden kann. Momentan befindet sich McDonald’s aber leider in der oberen Hälfte dieses Kanals. Kaufenswert ist die Aktie aber in zwei Szenarien.

Im ersten Szenario überschreitet McDonald’s das Allzeithoch bei rund 300 USD und kann im Anschluss einen dynamischen Aufwärtstrend etablieren. Alternativ kannst du antizyklisch in die Aktie einsteigen und eine Korrektur in den Bereich des letzten Tiefpunktes bei 280 USD abwarten. Spätestens am unteren Ende des Aufwärtstrendkanals (aktuell rund 255 USD) ist die Aktie definitiv ein guter Kaufkandidat.

Fazit zu McDonald's

McDonald’s schneidet aktuell in allen vier Aktienkönig-Bewertungsmodellen gut ab. Besonders überzeugen kann McDonald’s im Dividenden-Check. Außerdem weist die Aktie einen stabilen Aufwärtstrend auf. Für einen Einstieg bietet sich ein dynamischer Ausbruch über das Allzeithoch bei 300 USD an oder du wartest auf eine Korrektur in den Bereich des letzten Tiefs bei 280 USD. McDonalds eignet sich vor allem für Dividenden-Investoren mit Fokus auf konstant wachsende Dividenden.

Aktie 10: Diageo

ISIN | WKN GB0002374006 | 851247
Marktkapitalisierung 79.257 Mio. EUR
Land Großbritannien
Sektor Basiskonsumgüter
Industrie Getränke
Logo Diageo
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 0,8% 2,9%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 4,9% 7,5%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 7,3% 10,4%

Diageo ist in der Produktion und dem Verkauf von Spirituosen tätigen. Zu den bekanntesten Marken des Unternehmens gehören Johnnie Walker, Guinness, Smirnoff, Bailey’s, Tanqueray Gin und Captain Morgan. Die Umsätze von Diageo sind geographisch gut verteilt. Den größten Umsatzanteil haben die USA mit 37%.

Aktienkönig Punktemodelle für Diageo

Trend-Check: 2 / 7 Fundamental-Check: 10 / 15
Dividenden-Check: 7 / 10 Dauerläufer-Check: 7 / 10

Diageo kommt im Fundamental-Check im Dividenden-Check sowie im Dauerläufer-Check auf zufriedenstellende Ergebnisse. Besonders kaufenswert ist die Aktie allerdings nach keinem der drei Modelle. Diageo kann im Dividenden-Check zwar mit einer Dividendenrendite von 3,0% überzeugen, das Dividendenwachstum über die letzten fünf Jahre fällt mit 4,1% allerdings nicht hoch genug aus. Außerdem ist die Performance der Aktie mit 2,4% pro Jahr (inklusive Dividenden) über die letzten fünf Jahre zu schwach und auch das Gewinnwachstum von 1,3% pro Jahr in diesem Zeitraum ist zu gering.

Dass die Aktie aktuell in einem Abwärtstrend steckt, zeigt das Ergebnis im Trend-Check. Hier erreicht die Aktie nur 2 von 7 Punkten. Grund dafür ist eine deutliche Underperformance zum Stoxx600 über die letzten Monate und Jahre.

Chartanalyse zu Diageo

Chartanalyse für Diageo (Tageschart), Diageo-Chart über die letzten 3 Jahre
Chartanalyse für Diageo (Tageschart)

Die Aktie von Diageo befindet sich seit Anfang 2022 in einem Abwärtstrend, welcher bis Mai 2023 klar durch die lilafarbene Abwärtstrendlinie gekennzeichnet war. Seitdem hat sich der Abwärtstrend aber noch einmal beschleunigt (blaue Abwärtstrendlinie). Aktuell läuft bei Diageo der Versuch diese Abwärtstrendlinie zu durchbrechen.

Knapp darüber wird dann der Kampf mit der 200-Tage-Linie spannend. Sollte Diageo nachhaltig über die 200-Tage-Linie springen, könnte sich das charttechnische Bild hier wieder etwas bessern. Möchtest du die Aktie unbedingt kaufen, wäre das ein mögliches Einstiegsszenario. Das letzte lokale Tief bei etwa 2.700 GBp darf die Aktie aber nicht mehr durchbrechen. Andernfalls würde sich die charttechnische Lage wieder deutlich eintrüben. Ein optimaler Kaufkandidat ist die Aktie von Diageo aktuell allerdings nicht.

Fazit zu Diageo

Diageo kommt in drei von vier Bewertungsmodellen aktuell auf ein zufriedenstellendes Rating. Allerdings ist die Aktie nach keinem der vier Modelle ein absoluter Kaufkandidat. Auch mit Blick auf den Chart ergibt sich momentan kein spannendes Einstiegsszenario. Wichtig wird in den kommenden Tagen und Wochen sein, ob Diageo den kurzfristigen Abwärtstrend drehen kann und über die blaue Abwärtstrendlinie sowie über die 200-Tage-Linie steigt. Dann käme ein Einstieg infrage, wenn du die Aktie unbedingt kaufen möchtest.

Schlusswort

Ich habe dir in diesem Artikel nun zehn Aktien mit einer kurzen Einschätzung vorgestellt. Anhand der Aktienkönig-Bewertungsmodelle erkennst du, für welche Art von Investor sich eine Aktie besonders gut eignet. Mithilfe der Chartanalyse weißt du, wo eine Aktie kaufenswert ist. Ich habe dir aber auch klar gesagt, wenn ich eine Aktie nicht kaufen würde und warum. Sieh diesen Artikel gerne als Inspiration für deine nächsten Käufe oder auch als Warnsignal, wenn du beabsichtigt hast, eine der schlechten Aktien zu kaufen. Diese Erkenntnisse kannst du nun in deine eigene Analyse weiter einfließen lassen.

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