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Aktien-Schnell-Check – mit The Trade Desk, Lockheed Martin und TJX

Titelbild Aktien-Schnell-Check mit den Logos von The Trade Desk, Lockheed Martin, TJX Companies, AstraZeneca und Benefit Systems

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Ziel dieses Aktien-Schnell-Checks

Im Aktien-Schnell-Check stelle ich dir für fünf Aktien kurz gehaltene Aktienanalysen vor. Jede Aktie wird zunächst auf Basis meiner vier Aktienkönig-Bewertungsmodelle analysiert, anschließend folgt eine Chartanalyse. Außerdem erhältst du eine Einschätzung zum Drawdown, der Bewertung auf Basis des KGVs sowie eine Analyse der Dividendenentwicklung. Ziel ist, dass du für jede der fünf Aktien genau weißt, ob es sich lohnt in diese zu investieren und für welche Art von Investor die Aktie geeignet ist.

Viel Spaß beim Lesen!

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Aktie 1: The Trade Desk

ISIN | WKN US88339J1051 | A2ARCV
Marktkapitalisierung 6.174 Mio. USD
Land USA
Sektor Kommunikationsdienste
Industrie Medien
Logo The Trade Desk
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) -30,2% -30,2%
Letzte 10 Jahre (p.a.) --- ---
Letzte 20 Jahre (p.a.) --- ---

The Trade Desk bietet eine cloudbasierte Plattform für den automatisierten Einkauf digitaler Werbung. Werbekunden und Agenturen können darüber Werbeplätze über verschiedene Kanäle wie Connected TV, Video, Audio, Mobile und Display datenbasiert buchen, steuern und optimieren. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2009.

Aktienkönig Punktemodelle für The Trade Desk

Trend-Check: 0 / 8 Fundamental-Check: 8 / 10
Dividenden-Check: 1 / 10 Dauerläufer-Check: 4 / 10

Die Aktie von The Trade Desk erzielt nur im Fundamental-Check mit 8 von 10 Punkten ein gutes Ergebnis. Allerdings reichen 8 Punkte hier für einen Kauf nicht aus. Bei den Rentabilitätskennzahlen lässt The Trade Desk Punkte liegen (Gesamtkapitalrendite von 6,3%). Überzeugend ist eine hohe Bruttomarge von 77% sowie vor allem die Wachstumsraten beim Gewinn: Über die letzten drei Jahre liegt hier ein jährliches Wachstum von +101% vor. Über fünf Jahre beläuft sich dieses aber „nur“ auf +13%. Kritisch anzumerken ist hier, dass für das laufende Jahr und Folgejahr Gewinnrückgänge erwartet werden. Ein KGV von aktuell 16 klingt zunächst günstig, unter Einbeziehung der erwarteten Gewinnrückgänge ist hier allerdings Vorsicht geboten.

Ein Warnzeichen sind 0 Punkte im Trend-Check. Die Rendite über drei Jahre liegt bei -83% und über ein Jahr bei -75%. Erschreckend sind hier auch die Risikomaße: Die Volatilität über drei Jahre beläuft sich auf 64% (S&P 500 mit 15%) und der maximale Drawdown über fünf Jahre liegt bei -91%. Im Dividenden-Check erzielt The Trade Desk einen Punkt, obwohl das Unternehmen keine Dividende zahlt. Dieser Punkt ist auf das Kriterium beim Gewinnwachstum zurückzuführen.

Fundamental-Check für The Trade Desk

Fundamental-Check im Detail für The Trade Desk
Fundamental-Check im Detail für The Trade Desk

Chartanalyse für The Trade Desk

Chartanalyse für The Trade Desk (Tageschart) seit 2019
Chartanalyse für The Trade Desk (Tageschart) seit 2019

Die Aktie von The Trade Desk befindet sich seit Anfang 2025 im Krisenmodus. Der Einbruch Anfang 2025 war hier der Beginn der Probleme. Die erste Unterstützung von damals 62 USD (hellblau) hat die Aktie dabei klar unterschritten. Anschließend folgte im Frühjahr 2025 eine Stabilisierung am oberen rot markierten Bereich (damals noch eine wichtige Unterstützung) bei rund 41 bis 44 USD. Bereits zu diesem Zeitpunkt notierte die Aktie aber -70% von ihrem Allzeithoch entfernt. Die folgende Erholung wurde abverkauft und Ende 2025 ist The Trade Desk dann unter diesen Support gefallen.

Die letzten Monate ist die Aktie von The Trade Desk wie ein fallendes Messer. Kürzlich ist die Aktie auch unter den Unterstützungsbereich von 15,60 bis 17,50 USD (untere rote Markierung) gefallen. Aktuell gibt es auch noch keine Anzeichen einer Stabilisierung. Ein erstes positives Zeichen wäre nun ein Anstieg über die letzten Hochs von rund 20 USD (orange).

Aktuell bieten sich bei der Aktie von The Trade Desk nur Tradingchancen beziehungsweise eher Zockereien mit Spekulation auf einen Turnaround an. Die Tatsache, dass die Aktie bereits -90% gefallen ist, mag die Hoffnung aufkommen lassen, dass sie nicht viel weiter fallen kann. Hier darf aber keinesfalls der Eindruck entstehen, dass der Boden nun doch gefunden sein muss. Für ein Investment mit überschaubarem Risiko müsste nun über Monate zunächst eine Stabilisierung erfolgen.

Drawdown-Analyse für The Trade Desk

The Trade Desk Drawdown seit 2017
The Trade Desk Drawdown seit 2017

Die Aktie von The Trade Desk notiert erst seit 2016 an der Börse, daher startet der Drawdown-Chart erst Anfang 2017. Bereits vor dem großen Kurseinbruch Anfang 2025 hat die Aktie von The Trade Desk regelmäßig große Drawdowns verzeichnet – in der Spitze -60% zu einer Zeit, in der der S&P 500 einen Drawdown von etwa -25% vollzogen hat. Die Warnzeichen, dass The Trade Desk eine offensive und risikoreiche Aktie ist, waren also da. Mit dem Einbruch der letzten knapp zwei Jahre hat die Aktie nun einen Drawdown von mehr als -90% verzeichnet.

Historische Bewertung nach dem KGV für The Trade Desk

KGV im historischen Vergleich für The Trade Desk
KGV im historischen Vergleich für The Trade Desk

Eine Analyse des KGVs macht für die Aktie von The Trade Desk kaum Sinn. Bis vor zwei Jahren wurde die Aktie als starke Wachstumsaktie gehandelt mit KGVs von weit über 100. Das durchschnittliche KGV der letzten zehn Jahre von rund 160 stellt also keinesfalls die Bewertung dar, die The Trade Desk unter normalen Umständen erzielen könnte. Aktuell liegt das KGV bei 16, was absolut betrachtet günstig aussieht. Hier ist allerdings zu beachten, dass für das laufende Jahr sowie das Folgejahr Gewinnrückgänge erwartet werden, sodass das KGV allein dadurch wieder steigen würde, selbst wenn die Aktie seitwärts läuft. Generell bleibt hier aber festzuhalten, dass bei einer einstigen Wachstumsaktie wie The Trade Desk die Bewertung nach dem KGV nicht sinnvoll vorgenommen werden kann.

Analyse der Dividende von The Trade Desk

The Trade Desk hat seit dem Börsengang im Jahr 2016 noch keine Dividende ausgeschüttet. Daher ist keine Analyse der Dividende möglich.

Fazit zu The Trade Desk

Die Aktie von The Trade Desk erzielt im Fundamental-Check zwar solide 8 von 10 Punkten, das allein reicht für einen Kauf aber keinesfalls aus. Vor allem 0 Punkte im Trend-Check sind hier als Warnzeichen zu werten. Die Bewertung mit einem KGV von 16 sieht günstig aus, allerdings spiegelt diese Bewertung nicht die erwarteten Gewinnrückgänge wider. Charttechnisch ist die Aktie außerdem ein fallendes Messer. Wenn überhaupt ist hier eine Spekulation auf einen Turnaround denkbar. Für einen Kauf sollte allerdings besser eine ausgedehnte Bodenbildung abgewartet werden – und die ist aktuell nicht ansatzweise zu sehen.

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Aktie 2: Lockheed Martin

ISIN | WKN US5398301094 | 894648
Marktkapitalisierung 128.440 Mio. USD
Land USA
Sektor Industriegüter
Industrie Luft- & Raumfahrt & Verteidigung
Logo Lockheed Martin
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 9,2% 12,2%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 8,4% 11,3%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 10,0% 13,2%

Lockheed Martin ist auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Luft- und Raumfahrtsystemen sowie U-Booten spezialisiert. Das Unternehmen produziert militärische Flugzeuge (hauptsächlich für Regierungsorganisationen), Hubschrauber, Schiffe, Raketenabwehrsysteme, Radare und Satellitensysteme.

Aktienkönig Punktemodelle für Lockheed Martin

Trend-Check: 5 / 8 Fundamental-Check: 3 / 10
Dividenden-Check: 9 / 10 Dauerläufer-Check: 5 / 10

Die Aktie von Lockheed Martin erzielt im Dividenden-Check sehr gute 9 von 10 Punkten. Die Dividendenrendite liegt bei 2,4%, die Ausschüttungsquote über die letzten drei Jahre beläuft sich im Schnitt auf gesunde 53% und das Dividendenwachstum über zehn Jahre liegt bei +8% pro Jahr. Außerdem gab es in jedem der zehn letzten Jahre auch eine Dividendensteigerung. Einen Punkt verliert Lockheed Martin, weil die Gewinne über die letzten drei Jahre rückläufig waren. Das Gewinnwachstum ist im Dividenden-Check auch eine wichtige Kennzahl.

Das negative Gewinnwachstum kostet auch im Fundamental-Check Punkte. Außerdem liegt die Gesamtkapitalrendite mit 8,6% knapp unter der Vorgabe von 10%, gleiches gilt für die Nettomarge mit 8,2% (Vorgabe ebenfalls 10%). Die Eigenkapitalquote fällt mit 11% auch zu gering aus. Dafür punktet Lockheed Martin beim KGV. Dieses liegt mit 21 klar unter dem des S&P 500 von 25,5.

Im Trend-Check lässt Lockheed Martin aufgrund der Underperformance über die letzten drei Jahre (+35% vs. +81% beim S&P 500) Punkte liegen. Im Dauerläufer-Check überzeugt ein geringer maximaler Drawdown von -33% über die letzten zehn Jahre. Die Rendite fällt in dieser Zeit mit +12% (S&P 500 +15%) wie auch das Gewinnwachstum mit +3,4% pro Jahr zu gering aus.

Dividenden-Check für Lockheed Martin

Dividenden-Check im Detail für Lockheed Martin
Dividenden-Check im Detail für Lockheed Martin

Chartanalyse für Lockheed Martin

Chartanalyse für Lockheed Martin (Tageschart) seit Mitte 2021
Chartanalyse für Lockheed Martin (Tageschart) seit Mitte 2021

Langfristig folgt die Aktie von Lockheed Martin einem eher moderaten Aufwärtstrend. Die letzten Jahre (seit 2019) kommt dieser gut durch die hellblaue Trendlinie zum Ausdruck. Die Kursschwankungen bei Lockheed Martin haben die letzten Jahre allerdings deutlich zugenommen und nachdem die Aktie 2025 längere Zeit unter der Aufwärtstrendlinie notierte, hat diese nun an Relevanz verloren.

Langfristig die wichtigste Unterstützung findet Lockheed Martin bei den Tiefs aus 2024 und 2025 bei rund 420 USD (blau). Darüber bietet der grün markierte Bereich zwischen 465 und 485 USD eine gute Unterstützung. Kurse im Bereich dieses Niveaus sind am attraktivsten für einen Einstieg. Allein im laufenden Jahr hat Lockheed Martin schon einen größeren Kurseinbruch verzeichnet und angesichts dieser Volatilität kommt ein Kauf nur nahe der letzten Tiefs in Betracht.

Aktuell hat die Aktie bei 613 USD (lila) nur einen Widerstand vor sich. Ein Anstieg darüber wäre charttechnisch zwar positiv zu werten, allerdings ist die Aktie dann auch nicht mehr ganz günstig. Außerdem müsste für Korrekturen dann zu viel Raum gegeben werden.

Drawdown-Analyse für Lockheed Martin

Lockheed Martin Drawdown über die letzten 20 Jahre
Lockheed Martin Drawdown über die letzten 20 Jahre

Vor allem seit 2020 haben die Drawdowns bei Lockheed Martin im Vergleich zum S&P 500 zugenommen. Seitdem sehen wir mehrere Rücksetzer von rund -30%. Speziell ein Kursrückgang im Jahr 2024 ist hier als kritisch zu werten, weil die Aktie in einem freundlichen Marktumfeld über ein Jahr benötigt hat, um diese Verluste wieder auszugleichen. Insgesamt liegen die Drawdowns aber auf einem akzeptablen Niveau. Da die Aktie die letzten Jahre aber vor allem kurzfristig immer wieder zu Rücksetzern tendiert, sollten diese, wenn auch gezielt zum Einstieg genutzt werden.

Historische Bewertung nach dem KGV für Lockheed Martin

KGV von Lockheed Martin im historischen Vergleich
KGV von Lockheed Martin im historischen Vergleich

Das KGV von Lockheed Martin weist sowohl durch schwankende Gewinne aber auch durch die eher volatile Kursentwicklung der letzten Jahre auch eine größere Schwankungsbreite auf. Aktuell liegt das KGV bei 21, was dem historischen Durchschnitt der letzten zehn Jahre entspricht. Eine KGV-Spitze von über 30, wie sie Anfang 2026 zu sehen war, stellt eher die Ausnahme dar. Generell sind KGVs oberhalb von 25 für Lockheed Martin eher die Ausnahme. Die aktuelle Bewertung ist historisch fair aber kein Schnäppchen.

Analyse der Dividende von Lockheed Martin

Entwicklung der Dividendenrendite von Lockheed Martin über die letzten 10 Jahre
Entwicklung der Dividendenrendite von Lockheed Martin über die letzten 10 Jahre

In Sachen Dividendenstabilität ist auf die Aktie von Lockheed Martin Verlass. Die letzten zehn Jahre hat das Unternehmen seine Dividende sehr gleichmäßig angehoben. Ohnehin steigert Lockheed Martin seine Dividende inzwischen bereits seit über 20 Jahren jedes Jahr. Über die letzten zehn Jahre lag das Dividendenwachstum bei durchschnittlich +8% pro Jahr. Die Dividendenrendite konnte so durchgehend bei über 2% gehalten werden. Auch eine Dividendenrendite von aktuell 2,4% machen Lockheed Martin zu einer guten Dividendenaktie, gerade in Kombination mit dem stabilen Dividendenwachstum.

Fazit zu Lockheed Martin

Die Aktie von Lockheed Martin kann vor allem im Dividenden-Check mit 9 von 10 Punkten überzeugen. Kritisch ist hier allerdings der Gewinnrückgang der letzten Jahre. Außerdem haben die Schwankungen der Aktie seit 2020 zugenommen. Für einen Kauf sollte daher, wenn auch gezielt einer der zuletzt öfter zu beobachtenden Rücksetzer genutzt werden. Die Bewertung ist mit einem KGV von 21 als fair anzusehen. Lediglich 3 Punkte im Fundamental-Check sorgen aktuell aber dafür, dass die Aktie als Kaufkandidat nicht zur ersten Wahl gehört.

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Alle in diesem Beitrag dargestellten Informationen dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlageberatung oder Finanzanalyse im Sinne des WpHG dar. Es werden keine Empfehlungen bezüglichen einzelner Wertpapiere abgegeben. Insbesondere die Vorstellung einzelner Aktien spiegelt die persönliche Meinung des Verfassers wider und ist keinesfalls als Aufforderung zum Kauf oder Verkauf zu interpretieren. Auch alle weiteren Informationen sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Wertpapiere. Jeder Anleger, der die zur Verfügung gestellten Informationen nutzt, handelt selbstbestimmt und trägt somit die Verantwortung für sein Handeln und die daraus resultierenden Gewinne oder Verluste. Jedes Investment in Aktien ist mit Risiken behaften, die auch zu einem Totalverlust führen können.

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