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Aktien-Schnell-Check – mit BMW, Mondelez und Air Liquide

Titelbild 10 Aktien-Schnell-Check mit den Logos von BMW, Mondelez, LAM Research, Starbucks, Walmart, Air Liquide, ABB, BASF, Deutsche Börse und Münchener Rück

Inhaltsverzeichnis

Ziel dieses Aktien-Schnell-Checks

Im Aktien-Schnell-Check werden zehn Aktien kurz und knapp analysiert. Dabei soll vor allem die Frage beantwortet werden, ob und wann es sich lohnt diese Aktien zu kaufen. Mit dem Aktien-Schnell-Check bist du in der Lage in kurzer Zeit eine professionelle Einschätzung zu zehn Aktien zu erhalten.

Zunächst stelle ich dir jedes Unternehmen kurz vor und zeige dir die aktuellen Bewertungen auf Basis meiner Aktienkönig-Bewertungsmodelle. Anhand dieser Bewertung erkennst du für welche Art von Investor und welche Strategie die Aktie als Investment infrage kommt. Dabei gehe ich auch auf die wichtigsten Kennzahlen der einzelnen Modelle ein. Anschließend wird für jede Aktie eine schnelle Chartanalyse durchgeführt. Hierbei geht es darum den übergeordneten Trend zu bestimmen und wichtige Kursmarken ausfindig zu machen, bei denen die Aktie kaufenswert ist.

Ziel ist es, dass du für jede der zehn Aktien am Ende genau weißt, ob es sich lohnt die Aktie zu kaufen beziehungsweise wann ein Einstieg möglich ist oder ob du von der Aktie lieber die Finger lassen solltest.

Viel Spaß beim Lesen!

Aktie 1: BMW

ISIN | WKN DE0005190003 | 519000
Marktkapitalisierung 69.870 Mio. EUR
Land Deutschland
Sektor Zyklische Konsumgüter
Industrie Kraftfahrzeuge
Logo BMW
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 8,3% 14,8%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 3,2% 7,5%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 6,0% 9,5%

BMW gehört zu den weltweit führenden Herstellern von Premium-Automobilien. Zum Konzern gehören außerdem die Marken Rolly-Royce und MINI. Neben der Herstellung und dem Verkauf von Autos bietet BMW auch zahlreiche Finanzdienstleistungen wie das Leasing oder das Vermögensmanagement an. Rund 70% der Umsätze erwirtschaftet BMW mit dem Verkauf von Autos, knapp 30% entfallen auf Finanzdienstleistungen.

Aktienkönig Punktemodelle für BMW

Trend-Check: 4 / 7 Fundamental-Check: 11 / 15
Dividenden-Check: 8 / 10 Dauerläufer-Check: 8 / 10

BMW kann vor allem im Dividenden-Check und Dauerläufer-Check mit jeweils 8 von 10 Punkten überzeugen. Im Dividenden-Check glänzt BMW mit einer Dividendenrendite von rund 8% sowie einer gesunden Ausschüttungsquote von 49%. Das Dividendenwachstum der letzten zehn Jahre von durchschnittlich 13% ist ebenfalls beachtlich.

Im Dauerläufer-Check überzeugt BMW mit einem stabilen Umsatzwachstum von 7,1% pro Jahr über die letzten zehn Jahre sowie einem Gewinnwachstum von 7,8% in dieser Zeit. Mit einer jährlichen Rendite von 9,7% über die letzten 20 Jahre konnte BMW außerdem besser abschneiden als der DAX. Die Aktie von BMW überzeugt mit einem KGV von nur 6,4 im Fundamental-Check. Punkte liegen lässt BMW hier aufgrund einer zu geringen Eigenkapitalrendite (12,5%) sowie zu geringen Margen.

Chartanalyse zu BMW

Chartanalyse für BMW (Tageschart). BMW-Chart über 3 Jahre
Chartanalyse für BMW (Tageschart)

Langfristig betrachtet bewegt sich die Aktie von BMW eher seitwärts. Problematisch ist das nicht, da ein Großteil der Performance durch die Dividende zustande kommt. Aktuell ist für BMW ein mittelfristiger Aufwärtstrend zu erkennen, der seinen Ursprung im Herbst 2022 hat. Die hellblaue Aufwärtstrendlinie wurde allerdings noch nicht so oft getestet, bietet aber eine gute Orientierung. Aktuell verläuft diese Trendlinie bei rund 96 Euro und bietet im Falle einer Korrektur einen guten Einstieg an.

Auf der Oberseite wird es nun spannend. Gelingt der BMW-Aktie der Sprung über das letzte markante Hoch von 113 Euro, ist das Allzeithoch bei 123 Euro aus dem Jahr 2015 die nächste Anlaufstelle. Ein Bruch beider Widerstände nach oben ist ein Kaufsignal. Da sich die Aktie auf Sicht der letzten Monate in einem stabilen Aufwärtstrend befindet, ist ein Kauf bereits jetzt möglich.

Fazit zu BMW

BMW ist mit einem KGV von 6,4 enorm günstig bewertet. Auch eine Dividendenrendite von 8% ist gerade für ein Dividendendepot sehr verlockend. Langfristig ist bei der Aktie zwar keine starke Aufwärtsdynamik zu sehen. Da ein Großteil der Performance durch die hohe Dividende zustande kommt, ist das aber unproblematisch. Historisch betrachtet ist BMW aktuell sehr günstig bewertet, obwohl die Aktie nah an ihrem Allzeithoch notiert. Auf dem aktuellen Niveau ist ein Einstieg vor allem für eine Dividenden- aber auch Dauerläufer-Strategie möglich.

Aktie 2: Mondelez

ISIN | WKN US6092071058 | A1J4U0
Marktkapitalisierung 96.596 Mio. USD
Land USA
Sektor Basiskonsumgüter
Industrie Nahrungsmittel
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 8,7% 11,3%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 7,6% 9,5%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 6,2% 9,1%

Der Lebensmittelkonzern Mondelez ist vor allem für den Verkauf von Süßwaren bekannt. Zur Produktpalette des Unternehmens gehören Schokolade, Kekse, Snacks, Kaugummis und Getränke. Zum Unternehmen gehören bekannte Marken wie Oreo, LU, Cadburry, Milka und Toblerone. Fast die Hälfte der Umsätze erzielt Mondelez im Bereich der Kekse und gebackenen Snacks, gefolgt von Schokolade mit einem Umsatzanteil von etwa 30%.

Aktienkönig Punktemodelle für Mondelez

Trend-Check: 2 / 7 Fundamental-Check: 14 / 15
Dividenden-Check: 9 / 10 Dauerläufer-Check: 5 / 10

Mondelez kann sowohl im Dividenden-Check mit 9 von 10 Punkten als auch im Fundamental-Check mit 14 von 15 Punkten überzeugen. Obwohl die Dividendenrendite mit 2,3% auf den ersten Blick nicht besonders hoch aussieht, gehört Mondelez nach dem Dividenden-Check zu einer der besten Aktien. Grund dafür ist, dass Mondelez ein hohes Dividendenwachstum aufweist: Die Dividende wurde die letzten zehn Jahre im Schnitt um 9,2% pro Jahr gesteigert und die Ausschüttungsquote liegt mit 46% auf einem gesunden Niveau.

Im Fundamental-Check fällt Mondelez vor allem mit einem äußerst stabilen Umsatzwachstum auf: Über die letzten fünf Jahre konnten die Umsätze um +6,8% pro Jahr gesteigert werden. Auch das Gewinnwachstum von 6,3% pro Jahr überzeugt. Hier lässt Mondelez allerdings einen Punkt liegen, weil die Gewinne in dieser Zeit stärkeren Schwankungen unterlegen haben. Auch die Bewertung ist mit einem KGV von 22 fair, insbesondere im Vergleich zum S&P 500 mit einem KGV von 25.

Chartanalyse für Mondelez

Chartanalyse für die Mondelez (Tageschart), Mondelez-Chart über 7 Jahre
Chartanalyse für Mondelez (Tageschart)

Die Aktie von Mondelez bewegt sich seit 2018 in einem breit ausgelegten Aufwärtstrendkanal, der eine sehr gute Orientierung bietet. Die letzten Monate hat Mondelez allerdings Schwäche gezeigt. Die lilafarbene Abwärtstrendlinie ist bislang nicht bestätigt, sodass Mondelez hier auch leicht wieder drüber steigen kann.

Momentan notiert Mondelez knapp über der Unterstützungszone zwischen 68 USD und 70 USD. Hier liegen mehrere markante Hochpunkte aus dem Jahr 2022 sowie Tiefpunkte aus dem Jahr 2023. Wenn sich die Aktie hier stabilisiert, bietet sich ein Einstieg an. Spätestens bei einer Korrektur an das untere Ende des Aufwärtstrendkanals (aktuell bei etwa 63 USD) ist die Aktie äußerst attraktiv.

Fazit zu Mondelez

Mondelez überzeugt vor allem im Dividenden-Check und Fundamental-Check. Damit eignet sich die Aktie sehr gut für eine Dividendenstrategie. Die Dividendenrendite ist zwar nicht sonderlich hoch, dafür weist Mondelez ein hohes Dividendenwachstum auf. Auch die aktuelle Bewertung mit einem KGV von 22 ist im Vergleich zum Index fair. Da die Aktie zuletzt etwas geschwächelt hat, musst du hier aber Geduld mitbringen. Ein Kauf ist jetzt bereits möglich, bis die Aktie wieder an Schwung gewinnt, kann es aber etwas dauern.

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Aktie 3: Air Liquide

ISIN | WKN FR0000120073 | 850133
Marktkapitalisierung 101.938 Mio. EUR
Land Frankreich
Sektor Materialien
Industrie Chemikalien
Logo Air Liquide
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 16,0% 18,5%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 11,9% 14,0%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 9,8% 12,6%

Air Liquide ist einer der Weltmarktführer in der Produktion von industriellen und medizinischen Gasen. Die von Air Liquide vertriebenen Gase werden vor allem in der Öl- und Stahlverarbeitung, in der Papier- und Glasherstellung, im Gesundheitswesen und auch in der Halbleiter- und Photovoltaikindustrie benötigt. Air Liquide erzielt 42% seiner Umsätze in Europa und weitere 30% in den USA.

Aktienkönig Punktemodelle für Air Liquide

Trend-Check: 7 / 7 Fundamental-Check: 13 / 15
Dividenden-Check: 9 / 10 Dauerläufer-Check: 9 / 10

Air Liquide kann aktuell in allen vier Aktienkönig-Bewertungsmodellen überzeugen. Im Trend-Check holt die Aktie die Maximalpunktzahl. Im Dividenden- und Dauerläufer-Check lässt die Aktie jeweils nur einen Punkt liegen. Und auch nach dem Fundamental-Check ist Air Liquide mit 13 von 15 Punkten attraktiv.

Im Trend-Check beeindruckt Air Liquide mit einer Rendite von 69% über die letzten drei Jahre (Stoxx600 nur +30% in dieser Zeit), sowie einem kleinen maximalen Drawdown von nur -25 über die letzten fünf Jahre. Auch hier war der maximale Drawdown des Stoxx600 mit -32% deutlich größer. Die Dividendenrendite liegt zwar bei nur 1,7%, da Air Liquide mit einer sehr guten Dividendenkontinuität sowie einem stabilen Dividendenwachstum überzeugt, schneidet die Aktie aber auch im Dividenden-Check sehr gut ab.

Besonders beeindruckend sind die einzelnen Ergebnisse im Dauerläufer-Check. Über 20 Jahre lag der maximale Drawdown gerade mal bei -38% (Stoxx600 -60%). Das Gewinnwachstum über die letzten zehn Jahre lag bei durchschnittlich 21%.

Chartanalyse zu Air Liquide

Chartanalyse für Air Liquide (Tageschart), Air Liquide-Chart über die letzten 4 Jahre
Chartanalyse für Air Liquide (Tageschart)

Die Aktie von Air Liquide bewegt sich über die letzten 30 Jahre in einem stabilen Aufwärtstrend. Der im Chart eingezeichnete Aufwärtstrendkanal reicht zurück bis in die 80er-Jahre. Beachte bitte, dass ein Trendkanal über solch einen langen Zeitraum lediglich der groben Orientierung dient. Da die Aktie von Air Liquide hier nun aber an der oberen Begrenzung notiert, ist ein günstiger Einstieg aktuell nicht möglich.

Da sich die Aktie in einem langfristigen Aufwärtstrend befindet, kannst du natürlich jetzt noch einstiegen. Allerdings wäre es angebracht hier ein günstigeres Kaufniveau abzuwarten. Passende Einstiegszonen finden sich bei etwa 168 Euro (lila Unterstützung). Hier liegen markante Hochpunkte aus dem Jahr 2023 sowie das letzte Tief der Konsolidierung. Spätestens bei rund 150 Euro ist die Aktie absolut kaufenswert. Hier wäre dann die Mitte des Trendkanals erreicht. Außerdem liegt hier das letzte markante Tief aus dem Jahr 2023. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau wäre hierfür aber eine Korrektur von über 20% erforderlich, die nur zu erwarten ist, wenn der Gesamtmarkt deutliche Schwäche zeigt.

Fazit zu Air Liquide

Air Liquide überzeugt in allen vier Aktienkönig-Bewertungsmodellen und ist demnach für alle vier Strategien kaufenswert. Problematisch ist allerdings, dass die Aktie im langfristigen Aufwärtstrendkanal die obere Begrenzung erreicht hat und daher heiß gelaufen ist. Auch das KGV markiert mit 33 einen historischen Höchstwert. So attraktiv Air Liquide als Unternehmen auch ist, solltest du dennoch versuchen hier eine Korrektur abzuwarten und einen günstigeren Einstieg zu erwischen. Air Liquide gehört auf jeden Fall auf die Watchlist.

Aktie 4: Münchener Rück

ISIN | WKN DE0008430026 | 843002
Marktkapitalisierung 60.073 Mio. EUR
Land Deutschland
Sektor Finanzen
Industrie Versicherungen
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 16,0% 21,1%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 11,5% 16,2%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 8,2% 12,7%

Die Münchener Rück ist einer der weltgrößten Rückversicherer und tritt damit quasi als eine Art Versicherung für andere Erstversicherer auf. Über die Ergo-Versicherungsgruppe agiert die Münchener Rück aber auch selbst als Erstversicherer. Im Geschäft für Rückversicherungen werden rund 60% der Umsätze erzielt, der Rest entfällt auf die Erstversicherungen der ERGO, wovon die Kranken- und Lebensversicherungen den größten Anteil ausmachen.

Aktienkönig Punktemodelle für die Münchener Rück

Trend-Check: 6 / 7 Fundamental-Check: 12 / 15
Dividenden-Check: 8 / 10 Dauerläufer-Check: 6 / 10

Die Münchener Rück überzeugt in den Aktienkönig-Bewertungsmodellen aktuell im Trend-Check, Dividenden-Check und Fundamental-Check. In allen Modellen lässt die Aktie zwar jeweils ein paar Punkte liegen, dennoch ist die Münchener Rück insgesamt aussichtsreich.

Im Trend-Check kann sich vor allem die Rendite von +86% über die letzten drei Jahre sehenlassen. Der DAX kam in dieser Zeit nur auf eine Rendite von 23%. Im Dividenden-Check überzeugt die Münchener Rück mit einem Dividendenwachstum von 5,2% über die letzten zehn Jahre. Die angekündigte deutliche Dividendenerhöhung für das Jahr 2023 ist dabei noch nicht mitberücksichtigt. Die aktuelle Dividendenrendite liegt bei 2,6%. Nach der Dividendenerhöhung fällt die Dividendenrendite aber auch wieder höher aus. Im Fundamental-Check überzeugt die Münchener Rück mit einem KGV von 12,6 sowie einem hohen Gewinnwachstum von 15,6% pro Jahr über die letzten fünf Jahre.

Chartanalyse für die Münchener Rück

Chartanalyse für die Münchener Rück (Tageschart), Münchener Rück-Chart über die letzten 3 Jahre
Chartanalyse für die Münchener Rück (Tageschart)

Lange Zeit galt die Aktie der Münchener Rück als langweilige Aktie, weil sie sich nur in sehr kleinen Schritten aufwärtsbewegt hat. In den letzten Monaten hat die Aktie aber einen deutlichen Aufwärtstrend etabliert. Inzwischen ist die Aktie allerdings etwas heiß gelaufen. Ein aggressiver Einstieg ist natürlich nach wie vor möglich, in diesem Fall musst du eine Korrektur allerdings einkalkulieren.

Möchtest du einen günstigeren Einstieg abwarten, bietet sich als erste Zielzone das letzte markante Hoch bei rund 400 Euro an (hellblaue Markierung). In etwa auf diesem Niveau verläuft auch der im Frühjahr 2023 gestartete kurzfristige Aufwärtstrend (blaue Trendlinie). Solange die Aktie über der 200-Tage-Linie bei aktuell 373 Euro notiert, ist der kurz- und mittelfristige Aufwärtstrend voll intakt.

Fazit zur Münchener Rück

Die Münchener Rück galt lange Zeit als langweiliges Investment. Dafür wurde lange Zeit eine hohe Dividendenrendite ausgezahlt. Aufgrund des starken Kursanstiegs der letzten Monate ist die Dividendenrendite nun aber wieder etwas zurückgegangen. Außerdem ist die Aktie etwas heiß gelaufen. Ein offensiver Einstieg ist auch in den laufenden Trend möglich. Besser wäre es aber hier eine Korrektur in Richtung 400 Euro abzuwarten. Die Aktie eignet sich vor allem für ein Depot mit Fokus auf Dividenden. Für ein kurz- bis mittelfristiges Investment kommt die Aktie auch für ein Trenddepot infrage.

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Aktie 5: LAM Research

ISIN | WKN US5128071082 | 869686
Marktkapitalisierung 124.657 Mio. USD
Land USA
Sektor Technologie
Industrie Halbleiter und Halbleiterausrüstung
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 41,0% 42,8%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 33,2% 34,7%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 19,8% 20,6%

Das Halbleiter-Unternehmen LAM Research ist ein Anbieter von Wafer-Ausrüstungen und ergänzenden Dienstleistungen für die Halbleiterindustrie. Das Unternehmen bietet Anlagentechnik für die Halbleiterfertigung sowie zahlreiche Serviceleistungen für diese Anlagen. LAM Research erzielt rund 80% seiner Umsätze in Asien. Allein auf China entfallen hierbei gut 30%.

Aktienkönig Punktemodelle für LAM Research

Trend-Check: 5 / 7 Fundamental-Check: 13 / 15
Dividenden-Check: 5 / 10 Dauerläufer-Check: 7 / 10

LAM Research überzeugt im Trend-Check mit 5 von 7 Punkten sowie im Fundamental-Check mit 13 von 15 Punkten. Gerade für eine Technologieaktie ist es überraschend, dass das beste Ergebnis unter den vier Bewertungsmodellen im Fundamental-Check erzielt wird. Die gute Bewertung ist vor allem auf die hohe Rentabilität zurückzuführen. LAM Research weist eine Eigenkapitalrendite von 42% und eine Gesamtkapitalrendite von 20% auf. Das KGV ist mit 36 zwar nicht niedriger, aber noch unter dem doppelten des S&P 500 (KGV von 25), sodass die Aktie auch hier einen Punkt erzielt.

Im Trend-Check überzeugt LAM Research bei den Renditekennzahlen. Hier ist vor allem die Performance über drei Jahre mit +89% stark (S&P 500 in dieser Zeit +36%). Eine bessere Bewertung verhindern die hohen Risikomaße. Die Volatilität über drei Jahre liegt bei 43% (S&P 500 bei 17%) und der maximale Drawdown über fünf Jahre ist mit -57% zu hoch.

Chartanalyse zu LAM Research

Chartanalyse für LAM Research (Tageschart), LAM Research-Chart über die letzten 3 Jahre
Chartanalyse für LAM Research (Tageschart)

Nach einem deutlichen Kursrückgang im Jahr 2022 von über -50% hat sich die Aktie von LAM Research inzwischen wieder gefangen und einen neuen mittelfristigen Aufwärtstrend ausgebildet. Der mittelfristige Aufwärtstrendkanal hat seinen Ursprung im Herbst 2022. Aktuell notiert die Aktie von LAM Research in der oberen Hälfte dieses Trendkanals und gilt damit als eher teuer. Wünschenswert wäre für einen Einstieg hier mindestens eine Korrektur in die Mitte des Trendkanals bei etwa 860 USD.

Sollte die Aktie eine ausgedehntere Korrektur vollziehen, ist das Niveau von 730 USD die perfekte Unterstützung. Hier liegt das ehemalige Allzeithoch. Dank einer kleinen Konsolidierung Anfang diesen Jahres auf dieses Niveau hat sich diese Zone bereits erfolgreich als Unterstützung bewiesen. Spätestens hier ist die Aktie kaufenswert.

Fazit zu LAM Research

LAM Research kann als Techaktie mit einer überraschend guten Bewertung im Fundamental-Check überzeugen. Aber auch im Trend-Check schneidet die Aktie gut ab. Im mittelfristigen Aufwärtstrendkanal befindet sich die Aktie von LAM Research aktuell allerdings in der oberen Hälfte und gilt damit als eher teuer. Ein offensiver Einstieg in den laufenden Trend ist zwar jetzt bereits möglich, besser wäre aber eine Korrektur in Richtung der Mitte des Aufwärtstrendkanals abzuwarten.

Aktie 6: BASF

ISIN | WKN DE000BASF111 | BASF11
Marktkapitalisierung 44.086 Mio. EUR
Land Deutschland
Sektor Materialien
Industrie Chemikalien
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) -5,9% -0,1%
Letzte 10 Jahre (p.a.) -4,3% 0,2%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 4,4% 8,6%

BASF ist der weltweit größte Chemiekonzern. Das Unternehmen verfügt über ein sehr breites Produktportfolio und beliefert zahlreiche Industrien wie beispielweise die Automobil-, Elektro-, Bau-, Agrar-, und Pharmaindustrie. BASF entwickelt und produziert Haupt- und Vorprodukte wie hochveredelte Chemikalien, technische Kunststoffe, Pflanzenschutzmittel sowie Öle und Gase.

Aktienkönig Punktemodelle für BASF

Trend-Check: 1 / 7 Fundamental-Check: 4 / 15
Dividenden-Check: 2 / 10 Dauerläufer-Check: 3 / 10

BASF kann in keinem der vier Aktienkönig-Bewertungsmodelle überzeugen. Aufgrund der schwachen Kursentwicklung in den letzten Monaten und Jahren erzielt BASF im Trend-Check gerade mal einen Punkt. Auch im Fundamental-Check stellen 4 Punkte ein äußerst schwaches Ergebnis dar. Grund dafür ist, dass BASF erst kürzlich wieder in die Gewinnzone vorgedrungen ist und entsprechend eine sehr geringe Rentabilität aufweist.

Trotz einer Dividendenrendite von 7% kann BASF im Dividenden-Check nur 2 Punkte holen. Das liegt zum einen an dem geringem Dividendenwachstum von nur 2,7% pro Jahr über die letzten zehn Jahre und zum anderen an der schwachen Entwicklung der Aktie. Eine gute Dividendenaktie muss letztlich auch in der Performance überzeugen. Im Dauerläufer-Check fällt BASF durch, da die Umsätze über die letzten zehn Jahre nicht nachhaltig gewachsen sind. Außerdem ist das Gewinnwachstum über die letzten zehn Jahre sogar negativ.

Chartanalyse zu BASF

Chartanalyse für BASF (Tageschart), BASF-Chart die letzten 6 Jahre
BASF-Chartanalyse (Tageschart)

Über die letzten fünf Jahre befindet sich BASF in einem klaren Abwärtstrend. Die obere Begrenzung dieses Abwärtstrends stellt die lilafarbene Abwärtstrendlinie dar, welche bei aktuell rund 56 Euro verläuft. Solange dieses Niveau nicht überwunden ist, befindet sich BASF im Abwärtstrend. Spannend wird es die kommenden Tage sein, ob BASF den Widerstand bei 50 Euro überwinden kann. Hier lagen die beiden letzten markanten Hochs. Sollte das gelingen, ist aber dennoch keine Trendwende vorhanden.

Im Bereich um die 40 Euro hat die Aktie auf jeden Fall erfolgreich einen Boden gebildet. Dieses Niveau muss unbedingt halten. Solange der übergeordnete Abwärtstrend aber nicht überwunden ist, ist BASF kein Kaufkandidat.

Fazit zu BASF

BASF kann in keinem der vier Bewertungsmodelle überzeugen. Das liegt vor allem daran, weil das Unternehmen im Jahr 2022 Verluste erzielt hat und erst kürzlich wieder knapp in die Gewinnzone vorgedrungen ist. Sollte BASF wieder sein Ertragsniveau von vor einigen Jahren erreichen, kann sich das Bild hier mittelfristig auch wieder ändern. Aktuell bietet sich ein Einstieg allerdings nicht an. Grund dafür ist auch der übergeordnete intakte Abwärtstrend im Chart.

Aktie 7: ABB

ISIN | WKN CH0012221716 | 919730
Marktkapitalisierung 81.907 Mio. EUR
Land Schweiz
Sektor Industriegüter
Industrie Elektrische Geräte
ABB Logo
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 17,5% 21,6%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 7,3% 10,0%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 9,7% 13,0%

ABB ist in der Elektro- und Automatisierungstechnik tätig. Das Schweizer Unternehmen bietet ein umfassendes Angebot an Anlagen und Lösungen, die die Sicherheit und Betriebsfähigkeit von Stromversorgungsnetzen gewährleisten sollen. 35% der Umsätze erzielt das Unternehmen in Europa.

Aktienkönig Punktemodelle für ABB

Trend-Check: 7 / 7 Fundamental-Check: 14 / 15
Dividenden-Check: 7 / 10 Dauerläufer-Check: 3 / 10

Die Aktie von ABB holt im Trend-Check aktuell die Höchstpunktzahl von 7 Punkten. Auch im Fundamental-Check überzeugt ABB mit 14 von 15 Punkten. Lediglich im Dauerläufer-Check fällt ABB mit nur 3 Punkten durch. Dank der starken Kursentwicklung in den letzten Monaten und insbesondere letzten drei Jahren erzielt ABB im Trend-Check die Maximalpunktzahl. Über die letzten drei Jahre stieg die Aktie um +63% (Stoxx600 +30%). Die Volatilität über drei Jahre ist mit 23% allerdings gerade so an der Grenze. Der Stoxx600 kommt auf eine Volatilität von nur 15%.

Im Fundamental-Check überzeugt ABB mit einer hohen Eigenkapitalrendite von 28% und hohen Margen. Auch das KGV von 20 sowie ein KUV von 2,3 sind fair. Die schlechte Bewertung im Dauerläufer-Check ist unter anderem auf die hohen Kursrisiken (maximaler Drawdown über 20 Jahre von -66%) sowie das zu geringe Gewinnwachstum über zehn Jahre (3,0% p.a.) und das negative Umsatzwachstum über zehn Jahre (-2,6% p.a.) zurückzuführen.

Chartanalyse zu ABB

Chartanalyse zu ABB (Tageschart), ABB-Chart über die letzten 3 Jahre
ABB-Chartanalyse (Tageschart)

Lange Zeit hat sich die Aktie von ABB nur seitwärts bewegt. Zwischen 2010 und 2017 hat sich die Aktie in einer Spanne zwischen 13 CHF und 23 CHF bewegt. In den letzten Jahren hat die Aktie aber klar an Schwung gewonnen und notiert nun bei rund 42 CHF.

Über die letzten Monate ist ein schöner Aufwärtstrendkanal zu erkennen, welcher seiner Ursprung Ende 2022 hat. Momentan befindet sich die Aktie allerdings am oberen Ende dieses Kanals. Da es sich hierbei aber nur um einen kurzfristigen Kanal handelt, ist die daraus resultierende Überhitzung nicht allzu dramatisch. Daher bietet sich ein erster Einstieg in den laufenden Aufwärtstrend bereits jetzt an. Schöner wäre natürlich eine Korrektur auf das ehemalige Allzeithoch bei 36 CHF (hellblaue Markierung).

Fazit zu ABB

ABB überzeugt im Trend-Check mit der Maximalpunktzahl von 7 Punkten. Damit eignet sich die Aktie aktuell vor allem für Trenddepots. Gleichzeitig ist die Aktie aus fundamentaler Sicht aber auch sehr attraktiv, wie 14 Punkte im Fundamental-Check zeigen. Mit einem KGV von 20 ist die Aktie trotz des starken Aufwärtstrends der letzten Monate im historischen Vergleich nicht überbewertet. Ein offensiver Einstieg ist in den laufenden Aufwärtstrend daher bereits möglich. Spätestens im Bereich von 36 CHF ist die Aktie kaufenswert.

Aktie 8: Starbucks

ISIN | WKN US8552441094 | 884437
Marktkapitalisierung 202.180 Mio. USD
Land USA
Sektor Zyklische Konsumgüter
Industrie Hotels, Restaurants & Freizeit
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 5,7% 7,8%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 9,5% 11,4%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 12,1% 14,2%

Starbucks ist die weltweit größte Kaffeehauskette sowie einer der weltweit führenden Kaffeeproduzenten. Neben dem Verkauf diverser Kaffeevariationen bietet Starbucks auch eine Auswahl an Snacks an. Weltweit gibt es rund 38.000 Starbucks-Filialen, davon etwa 17.000 in den USA. In seinem Heimatmarkt erwirtschaftet Starbucks über 70% seiner Umsätze.

Aktienkönig Punktemodelle für Starbucks

Trend-Check: 1 / 7 Fundamental-Check: 11 / 15
Dividenden-Check: 8 / 10 Dauerläufer-Check: 4 / 10

Starbucks kann aktuell lediglich im Dividenden-Check mit 8 von 10 Punkten überzeugen. Die Dividendenrendite liegt aktuell bei 2,4%. Besonders beeindruckend ist das Dividendenwachstum von 10,4% pro Jahr über die letzten 5 Jahre und sogar 17,1% über die letzten 10 Jahre.

Auch im Fundamental-Check kommt Starbucks mit 11 von 15 Punkten auf ein zufriedenstellendes Ergebnis. Zwei Punkte liegen lässt die Aktie, da aufgrund bilanzieller Besonderheiten das Eigenkapital bei Starbucks negativ ist. Das ist im Falle von Starbucks zwar unproblematisch, führt allerdings zu Punktabzug.

Im Trend-Check erzielt Starbucks momentan nur einen Punkt, da die Aktie die letzten Monate unter Druck geraten ist. Dass Starbucks auch im Dauerläufer-Check nicht überzeugen kann, liegt unter anderem an einer zu hohen Volatilität, einem zu hohen maximalen Drawdown (-80% über die letzten 20 Jahre) sowie einer Underperformance zum S&P 500 in den letzten zehn Jahren.

Chartanalyse zu Starbucks

Chartanalyse für Starbucks (Tageschart), Starbucks-Chart über die letzten 4 Jahre
Chartanalyse für Starbucks (Tageschart)

Zwischen 2009 und 2016 hat sich Starbucks in einem äußerst stabilen und starken Aufwärtstrend bewegt. Diese Zeiten sind inzwischen aber leider vorbei. Seit 2021 befindet sich die Aktie von Starbucks in einem Abwärtstrend (blaue Abwärtstrendlinie).

Aktuell versucht sich die Aktie im Bereich von 90 USD zu stabilisieren. Hier liegt auch das letzte Tief aus dem Herbst 2023 (hellblaue Markierung). Ob diese Bodenbildung gelingt, werden aber erst die nächsten Tage und Wochen zeigen. Sollte sich Starbucks auf dem aktuellen Niveau stabilisieren, kann im Rahmen einer Dividendenstrategie über einen Einstieg nachgedacht werden. Ein besonders heißer Kaufkandidat ist die Aktie momentan allerdings nicht.

Fazit zu Starbucks

Starbucks galt in den früher 2010er-Jahren als eine der Top-Aktien. Diese Zeiten sind aber vorbei. Seit 2021 befindet sich Starbucks in einem Abwärtstrend, daher ist die Bewertung im Trend-Check auch sehr schlecht. Überzeugen kann Starbucks dafür aber mit 8 von 10 Punkten im Dividenden-Check. Damit könnte die Aktie für ein Dividendendepot infrage kommen. Hierfür ist aber eine Stabilisierung auf dem aktuellen Niveau bei etwa 90 USD erforderlich.

Aktie 9: Walmart

ISIN | WKN US9311421039 | 860853
Marktkapitalisierung 452.695 Mio. USD
Land USA
Sektor Basiskonsumgüter
Industrie Handel mit Lebensmitteln und Basiskonsumgütern
Walmart Logo
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 13,2% 15,3%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 9,5% 11,4%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 5,9% 8,7%

Walmart ist der weltweit führende Einzelhandelskonzern. Das Produktangebot von Walmart geht weit über Lebensmittel hinaus. Zu den angebotenen Waren gehören außerdem Kleidung, Haushaltswaren, elektronische Geräte, Autozubehör, Spielzeug und Schmuck. Weltweit gibt es aktuell rund 10.600 Walmart-Filialen, davon die Hälfte in den USA.

Aktienkönig Punktemodelle für Walmart

Trend-Check: 5 / 7 Fundamental-Check: 12 / 15
Dividenden-Check: 7 / 10 Dauerläufer-Check: 5 / 10

Walmart erzielt zwar in keinem der vier Aktienkönig-Bewertungsmodelle die Höchstpunktzahl, im Trend-Check, Fundamental-Check und Dividenden-Check kommt die Aktie aber auf gute Ergebnisse. Ein paar der Punkte im Trend-Check holt Walmart allerdings nur knapp, daher sollte die Trendstärke der Aktie hier nicht überschätzt werden.

Im Dividenden-Check überzeugt Walmart vor allem mit einer guten Dividendenkontinuität. Das Dividendenwachstum ist mit 1,9% pro Jahr über die letzten zehn Jahre aber zu gering und auch die aktuelle Dividendenrendite von 1,4% überzeugt nicht wirklich. Auch hier holt Walmart die erzielten Punkte teilweise nur knapp. Für eine Dividendenstrategie kommt die Aktie daher nicht infrage.

Am besten schneidet Walmart noch im Fundamental-Check ab. Hier überzeugt Walmart mit einer für einen Einzelhändler untypisch hohen Eigenkapitalrendite von 21%. Das KGV ist mit 30 zwar nicht günstig, liegt allerdings nur leicht über dem des S&P 500 (KGV von 25).

Chartanalyse zu Walmart

Chartanalyse für Walmart (Tageschart), Walmart-Chart über die letzten 2 Jahre
Walmart-Chartanalyse (Tageschart)

Walmart bewegt sich seit Ende 2015 in einem sehr breiten Aufwärtstrendkanal. Problematisch an diesem Kanal ist, dass sich die Aktie mal über längere Zeit am oberen Ende und dann wieder längere Zeit am unteren Ende bewegt. Zuletzt notierte Walmart tendenziell am unteren Ende dieses Kanals und ist im Vergleich zu den letzten Monaten damit nun etwas heiß gelaufen.

Insbesondere die letzten Wochen ist die Aktie stark gestiegen, daher wäre für einen Einstieg eine Korrektur auf das letzte markante Hoch bei etwa 57 USD (orangene Markierung) zu begrüßen. Im Falle einer ausgedehnteren Korrektur ist die Aktie bei spätestens 51 USD kaufenswert. Hier ist dann auch das untere Ende des Trendkanals erreicht. Außerdem verläuft dort die hellblaue Unterstützung resultierend aus zahlreichen Hochpunkten von Ende 2020 und aus dem Jahr 2021. Außerdem hat die Aktie hier zuletzt im Jahr 2023 Halt gefunden.

Fazit zu Walmart

Walmart kann in keinem der vier Aktienkönig-Bewertungsmodelle so richtig überzeugen. Die beste Bewertung erzielt Walmart im Fundamental-Check. Ein zwingender Kauf ist die Aktie aktuell aber keinesfalls. Die letzten Wochen ist die Aktie auch etwas heiß gelaufen, weshalb die Bewertung im historischen Vergleich nicht gerade günstig ist. Für ein Fundamental-Depot lohnt es sich die Aktie zu beobachten.

Aktie 10: Deutsche Börse

ISIN | WKN DE0005810055 | 581005
Marktkapitalisierung 36.262 Mio. EUR
Land Deutschland
Sektor Finanzen
Industrie Kapitalmärkte
Logo Deutsche Börse
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 10,7% 13,3%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 12,8% 14,4%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 11,1% 14,5%

Die Deutsche Börse ist einer der größten Börsenplatzbetreiber in Europa. Das Unternehmen deckt die gesamte Prozesskette vom Aktien- und Terminhandel ab. Das umfasst das Clearing, Settlement, Custody, die Bereitstellung von Marktdaten sowie die Entwicklung und den Betrieb elektronischer Handelssysteme. Zur Deutschen Börse gehört der elektronische Handelsplatz XETRA, die Terminbörse Eurex sowie Clearstream, welche für die Banking- und Settlement-Dienstleistungen zuständig sind.

Aktienkönig Punktemodelle für die Deutsche Börse

Trend-Check: 6 / 7 Fundamental-Check: 12 / 15
Dividenden-Check: 8 / 10 Dauerläufer-Check: 9 / 10

Die Aktie der Deutschen Börse kann in allen vier Aktienkönig-Bewertungsmodellen überzeugen. Vor allem im Dauerläufer-Check glänzt die Aktie mit 9 von 10 Punkten. Hier sticht vor allem die Rendite von 14,3% pro Jahr über die letzten 20 Jahre hervor (zum Vergleich der DAX: 7,7% p.a.). Einen Punkt liegen lässt die Aktie hier aufgrund des hohen maximalen Drawdowns von
-77% über die letzten 20 Jahre.

Auch im Dividenden-Check überzeugt die Deutsche Börse mit 8 von 10 Punkten. Das Dividendenwachstum der letzten zehn Jahre liegt bei 5,5% pro Jahr. Einen Punkt verfehlt die Aktie allerdings, da die Dividendenrendite mit 1,9% relativ niedrig ist.

Chartanalyse für die Deutsche Börse

Chartanalyse für die Deutsche Börse (Tageschart), Deutsche Börse-Chart über die letzten 4 Jahre
Chartanalyse für die Deutsche Börse (Tageschart)

Die Aktie der Deutschen Börse befindet sich bereits seit 2012 in einem stabilen langfristigen Aufwärtstrend. Ein enger Aufwärtstrendkanal, der Orientierung bietet, lässt sich seit Ende 2020 erkennen. Mit wenigen Ausnahmen hat sich die Deutsche Börse stabil in diesem Aufwärtstrendkanal bewegt. Aktuell befindet sich die Aktie in etwa in der Mitte dieses Kanals und ist somit nicht heiß gelaufen.

Mit dem Kursrückgang der letzten Tage hat die Aktie der Deutschen Börse nun eine wichtige Unterstützungszone zwischen 182 und 186 Euro erreicht. Diese resultiert aus der Konsolidierung Anfang des Jahres sowie dem bisherigen Allzeithoch aus dem Jahr 2023. Gelingt der Aktie hier eine Stabilisierung, ist ein Einstieg auf dem aktuellen Niveau möglich. Sollte dieses Niveau allerdings nicht halten, kann sich die Korrektur noch bis zur 200-Tage-Linie und dem unteren Ende des Aufwärtstrendkanals bei etwa 172 Euro ausweiten. Spätestens dort ist die Aktie für einen Kauf sehr interessant.

Fazit zur Deutschen Börse

Die Deutsche Börse kann in allen vier Aktienkönig-Bewertungsmodellen überzeugen. Vor allem nach dem Dauerläufer-Check ist die Aktie mit 9 von 10 Punkten für ein langfristiges Investment sehr interessant. Charttechnisch ergeben sich aktuell auch Einstiegschancen. Hierfür muss aber eine Stabilisierung auf dem aktuellen Niveau gelingen. Spätestens am unteren Ende des Aufwärtstrendkanals bei rund 172 Euro ist die Aktie der Deutschen Börse kaufenswert.

Schlusswort

Ich habe dir in diesem Artikel nun zehn Aktien mit einer kurzen Einschätzung vorgestellt. Anhand der Aktienkönig-Bewertungsmodelle erkennst du, für welche Art von Investor sich eine Aktie besonders gut eignet. Mithilfe der Chartanalyse weißt du, wo eine Aktie kaufenswert ist. Ich habe dir aber auch klar gesagt, wenn ich eine Aktie nicht kaufen würde und warum. Sieh diesen Artikel gerne als Inspiration für deine nächsten Käufe oder auch als Warnsignal, wenn du beabsichtigt hast, eine der schlechten Aktien zu kaufen. Diese Erkenntnisse kannst du nun in deine eigene Analyse weiter einfließen lassen.

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