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Aktien-Schnell-Check – mit Alphabet, Infineon & Berkshire

Titelbild Aktien-Schnell-Check mit den Logos von Alphabet, Danaher, Berkshire Hathaway, JP Morgan, Continental, Heidelberg Materials, ASML, Infineon, Nestlé und BP

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Ziel dieses Aktien-Schnell-Checks

Ziel des Aktien-Schnell-Checks ist es, dass du in kurzer Zeit eine Analyse für zehn spannende Aktien erhältst und weißt, ob es sich lohnt diese Aktien zu kaufen. Dabei soll vor allem die Frage beantwortet werden, ob und wann es sich lohnt diese Aktien zu kaufen.

Zunächst stelle ich dir jedes Unternehmen kurz vor und zeige dir die aktuellen Bewertungen auf Basis meiner Aktienkönig-Bewertungsmodelle. Anhand dieser Bewertung erkennst du für welche Art von Investor und welche Strategie die Aktie als Investment infrage kommt. Dabei gehe ich auch auf die wichtigsten Kennzahlen der einzelnen Modelle ein. Anschließend wird für jede Aktie eine schnelle Chartanalyse durchgeführt. Hierbei geht es darum den übergeordneten Trend zu bestimmen und wichtige Kursmarken ausfindig zu machen, bei denen die Aktie kaufenswert ist.

Ziel ist es, dass du für jede der zehn Aktien am Ende genau weißt, ob es sich lohnt die Aktie zu kaufen beziehungsweise wann ein Einstieg möglich ist oder ob du von der Aktie lieber die Finger lassen solltest. Außerdem erfährst du für welche Art von Investor oder Strategie eine Aktie geeignet ist.

Viel Spaß beim Lesen!

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Aktie 1: Alphabet

ISIN | WKN US02079K3059 | A14Y6F
Marktkapitalisierung 1.955.471 Mio. USD
Land USA
Sektor Kommunikationsdienste
Industrie Interaktive Medien
alphabet-logo
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 21,0% 21,0%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 19,1% 19,1%
Letzte 20 Jahre (p.a.) --- ---

Alphabet ist die Muttergesellschaft der weltgrößten Suchmaschine Google. Neben Google hält Alphabet aber auch noch zahlreiche weitere Unternehmensbeteiligungen wie beispielsweise Waymo (Entwicklung selbstfahrender Autos) oder Calico (Biotechnologieunternehmen). Aktuell werden die Umsätze allerdings fast ausschließlich mit Google-Diensten wie den Suchmaschinen oder der Google-Cloud erzielt.

Aktienkönig Punktemodelle für Alphabet

Trend-Check: 3 / 7 Fundamental-Check: 13 / 15
Dividenden-Check: 3 / 10 Dauerläufer-Check: 6 / 10

Alphabet kann unter den vier Aktienkönig-Bewertungsmodellen vor allem im Fundamental-Check mit 13 von 15 Punkten überzeugen. Die Aktie weist eine hohe Eigenkapitalrendite von 26% sowie eine hohe Nettomarge von 24% aus. Auch die Wachstumsraten sind beeindruckend: Das Gewinnwachstum die letzten fünf Jahre liegt bei 19% pro Jahr und weist eine sehr hohe Stabilität auf. Mit einem KGV von 26 ist Alphabet in etwa so hoch bewertet wie der S&P 500 selbst.

Dass die Aktie trotz der guten Kursentwicklung nur auf 3 Punkte im Trend-Check kommt, liegt daran, weil Alphabet auf Sicht der letzten Monate nicht so stark performt hat wie der S&P 500. Außerdem sind die Risikomaße vergleichsweise hoch. Der maximale Drawdown ist mit -42% in den letzten fünf Jahren ganze 10%-Punkte größer als der des S&P 500.

Da Alphabet keine Dividende zahlt, kann die Aktie im Dividenden-Check nur die Punkte erreichen, die nicht im direkten Zusammenhang mit Dividenden stehen. Im Dauerläufer-Check kann Alphabet vier Punkte nicht erzielen, weil die Kurshistorie seit Börsengang noch nicht ganz 20 Jahre umfasst und vier Kennzahlen daher nicht berechnet werden können.

Chartanalyse zu Alphabet

Chartanalyse für Alphabet (Tageschart). Alphabet-Chart über 3 Jahre
Chartanalyse für Alphabet (Tageschart)

Die Aktie von Alphabet bewegt sich seit 2011 in einem stabilen Aufwärtstrendkanal, aus welchem die Aktie im Jahr 2021 nach oben ausgebrochen ist. Würden wir den Aufwärtstrendkanal bis zu diesem Niveau ziehen, ergebe sich nach oben deutlich mehr Potenzial. Allerdings ist der starke Anstieg im Jahr 2021 eher als Übertreibung anzusehen.

Aktuell bewegt sich Alphabet in der oberen Hälfte des Aufwärtstrendkanals, allerdings noch nicht an der oberen Begrenzung und ist daher nicht heiß gelaufen. Kürzlich gelangt der Sprung über das Allzeithoch von 151 USD, welches nun als erste Unterstützung dient. Da der Ausbruch auf ein neues Allzeithoch gelungen ist und der Aufwärtstrend intakt ist, ist die Aktie bereits kaufenswert.

Besonders interessant ist Alphabet im Bereich von 135 und 140 USD. Hier verläuft der 200-Tage-Durchschnitt sowie die kurzfristige Aufwärtstrendlinie (hellblau). Bei einer Korrektur auf dieses Niveau lohnt sich ein Einstieg besonders. Ein Rückgang bis an die untere Grenze des Aufwärtstrendkanals ist ohne eine deutliche Marktschwäche zeitnah nicht zu erwarten.

Fazit zu Alphabet

Alphabet überzeugt vor allem als fundamental attraktive Aktie mit 13 von 15 Punkten im Fundamental-Check. Das Unternehmen weist ein solides Wachstum sowie eine faire Bewertung auf. Heiß gelaufen ist die Aktie nicht. Zuletzt konnte das Allzeithoch überwunden werden und der langfristige Aufwärtstrend ist intakt. Alphabet hat auch Dauerläufer-Qualitäten, hier ist aber noch eine längere Kurshistorie zur Berechnung der restlichen Kennzahlen erforderlich. Insgesamt bietet Alphabet vor allem für ein fundamental ausgerichtetes Depot eine gute Kaufgelegenheit.

Aktie 2: Infineon

ISIN | WKN DE0006231004 | 623100
Marktkapitalisierung 44.598 Mio. EUR
Land Deutschland
Sektor Technologie
Industrie Halbleiter & Halbleiterausrüster
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 10,9% 11,9%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 14,9% 17,7%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 5,6% 6,7%

Infineon gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Halbleiterlösungen. Die Gründung erfolgte im Jahr 1999 als Ausgliederung aus dem Siemens-Konzern. Das Unternehmen fokussiert sich auf die Herstellung von Halbleiterprodukten wie beispielsweise Mikrocontroller, Sensoren und Chips für die drahtlose Kommunikation. Die Chips von Infineon kommen vor allem in Fahrzeugen, PCs, Mobiltelefonen, Steuerungsgeräten aber auch in Ausweisen mit Chips und Kreditkarten zum Einsatz.

Aktienkönig Punktemodelle für Infineon

Trend-Check: 1 / 7 Fundamental-Check: 14 / 15
Dividenden-Check: 5 / 10 Dauerläufer-Check: 5 / 10

Infineon kann mit 14 von 15 Punkten im Fundamental-Check vor allem als fundamental starke Aktie glänzen. Mit einem KGV von knapp 14 ist Infineon aktuell sogar günstiger bewertet als der DAX (KGV von 15). Außerdem überzeugt Infineon mit einer hohen Eigenkapitalquote von 61% sowie einer hohen Nettomarge von 19%.

Im Trend-Check schneidet Infineon mit nur einem Punkt allerdings schlecht ab. Das liegt vor allem an der deutlichen Underperformance zum DAX in den letzten Monaten und Jahren. Während der DAX die letzten drei Jahre um +22% steigen konnte, verlor Infineon -12%.

Im Dauerläufer-Check könnte Infineon besser abschneiden, wenn die Aktie in der Vergangenheit nicht so große Kurseinbrüche verzeichnet hätte. Der maximale Drawdown in den letzten 20 Jahren liegt bei 97% und verhagelt in Kombination mit einer sehr hohen Volatilität (47% über 20 Jahre) eine bessere Bewertung. Sehenlassen kann sich dafür das starke Gewinnwachstum: Über die letzten zehn Jahre hat Infineon den Gewinn um jährlich +24% steigern können.

Chartanalyse für Infineon

Chartanalyse für Infineon (Tageschart), Infineon-Chart seit 2021
Chartanalyse für Infineon (Tageschart)

Die Aktie von Infineon bewegt sich aktuell in einem Dreieck. Auf der Oberseite liegt eine Abwärtstrendlinie (lila) vor, während auf der Unterseite eine Aufwärtstrendlinie vorhanden ist (hellblau). Mittelfristig dürfte daher entscheidend sein, ob die Aktie aus diesem Dreieck nach oben oder unten ausbricht. Die obere Begrenzung verläuft aktuell bei 38 Euro und die untere bei 30 Euro.

Auf der Unterseite bietet sich bei 31 Euro weitere Unterstützung (blaue Markierung). Hier liegen die Tiefpunkte der letzten Monate. Ein Einstieg bietet sich in zwei Szenarien an: Zum einen die Spekulation auf einen Turnaround im Bereich der Aufwärtstrendlinie bei etwa 30 Euro oder der Ausbruch aus dem charttechnischen Dreieck bei etwa 38 Euro. Dann muss die Aktie allerdings auch das Allzeithoch bei etwa 43 Euro zeitnah überwinden. Insgesamt könnte das charttechnische Bild bei Infineon aber attraktiver sein.

Fazit zu Infineon

Infineon kann aktuell nur im Aktienkönig-Fundamental-Check überzeugen. Hier glänzt Infineon unter anderem mit einer günstigen Bewertung mit einem KGV von unter 14. Charttechnisch sieht die Lage allerdings weniger attraktiv aus. Aktuell bewegt sich Infineon in einem Dreieck, bei dem sich die nächsten Wochen zeigen muss, in welche Richtung die Aktie tendiert. Ein Einstieg für ein Fundamental-Depot bietet sich am ehesten an der Aufwärtstrendlinie (untere Begrenzung des Dreiecks) bei rund 30 Euro an.

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Aktie 3: Berkshire Hathaway

ISIN | WKN US0846707026 | A0YJQ2
Marktkapitalisierung 896.947 Mio. USD
Land USA
Sektor Finanzen
Industrie Diversifizierte Finanzdienstleistungen
berkshire hathaway logo
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 15,2% 15,2%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 13,0% 13,0%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 9,9% 9,9%

Bei Berkshire Hathaway handelt es sich um die Holding-Investmentgesellschaft von Warren Buffett. Die Beteiligungsgesellschaft hält über 50 Tochtergesellschaften. Den größten Anteil des Portfolios machen aktuell Apple, Bank of America, American Express, Coca-Cola und Chevron aus. Anzumerken ist allerdings, dass der Anteil von Apple am gesamten Portfolio inzwischen bei rund 50% liegt.

Aktienkönig Punktemodelle für Bershire Hathaway

Trend-Check: 6 / 7 Fundamental-Check: 12 / 15
Dividenden-Check: 4 / 10 Dauerläufer-Check: 7 / 10

Die Aktie von Berkshire Hathaway schneidet im Trend-Check, Fundamental-Check und Dauerläufer-Check zufriedenstellend ab. Lediglich im Dividenden-Check kann die Aktie nicht überzeugen. Das liegt allerdings daran, weil Berkshire keine Dividende zahlt und die Aktie hier nur die Punkte erzielen kann, die nicht im direkten Zusammenhang mit Dividenden stehen, wie beispielsweise ein maximaler Drawdown von nur -27% in den letzten fünf Jahren.

Am besten schneidet Berkshire im Trend-Check mit 6 von 7 Punkten ab. Vor allem die letzten drei Jahre hat die Aktie mit +63% deutlich besser performt als der S&P 500 (+37%). Außerdem überzeugt die Aktie bei den Risikomaßen wie dem eben schon angesprochenen maximalen Drawdown sowie einer niedrigen Volatilität von nur 17% über die letzten drei Jahre. Einen Punkt liegen lässt die Aktie lediglich aufgrund der unterdurchschnittlichen Performance in den letzten sechs Monaten. Hier stieg die Aktie um +20% während der S&P 500 um +24% zulegen konnte.

Im Dauerläufer-Check lässt Berkshire zwei Punkte nur äußerst knapp liegen, weil die Rendite über die letzten zehn und 20 Jahre jeweils 0,1%-Punkt pro Jahr geringer ist als die des S&P 500. Beeindruckend ist dafür ein Gewinnwachstum von +17% pro Jahr über die letzten zehn Jahre.

Chartanalyse zu Berkshire Hathaway

Chartanalyse für Berkshire Hathaway (Tageschart), Berkshire Hathaway-Chart seit 2022
Chartanalyse für Berkshire Hathaway (Tageschart)

Die Aktie von Berkshire Hathaway befindet sich seit 2009 in einem stabilen langfristigen Aufwärtstrendkanal. Lediglich im Corona-Crash 2020 ist die Aktie einmal kurz aus diesem Kanal ausgebrochen. Aktuell notiert die Berkshire-Aktie in der Nähe der oberen Begrenzung, sodass das Potenzial kurzfristig begrenzt ist. Für einen langfristig orientierten Einstieg sollte daher eine Korrektur abgewartet werden, um einen überteuerten Einstieg zu vermeiden.

Eine wichtige Unterstützung im Falle einer Korrektur bietet die im Herbst 2022 gestartete Aufwärtstrendlinie (orange), welche aktuell bei rund 375 USD verläuft. Knapp darunter befindet sich dann auch schon die 200-Tage-Linie. Spätestens auf diesem Niveau lohnt sich ein Kauf. Möchtest du die Aktie unbedingt kaufen, ist bereits jetzt in Teilkauf in den laufenden Aufwärtstrend möglich. Schöner wäre es aber die Aktie zumindest in der Mitte ihres Aufwärtstrendkanals einzusammeln.

Fazit zu Berkshire Hathaway

Berkshire Hathaway kommt in drei Aktienkönig-Bewertungsmodellen auf gute Resultate. Vor allem im Trend-Check steht die Aktie mit 6 von 7 Punkten gut da. Berkshire ist aber auch eine sehr gute Dauerläufer-Aktie, wenn man berücksichtigt, dass die Aktie hier zwei Punkte nur äußerst knapp verpasst. Verglichen mit der langfristigen Kursentwicklung und dem Aufwärtstrendkanal wäre für einen Einstieg eine Korrektur in Richtung der 200-Tage-Linie aber wünschenswert. Ein Teilkauf ist dennoch bereits jetzt für ein Trend-Depot, ein Fundamental-Depot aber auch ein Dauerläufer-Depot möglich.

Aktie 4: Continental

ISIN | WKN DE0005439004 | 543900
Marktkapitalisierung 13.349 Mio. EUR
Land Deutschland
Sektor Zyklische Konsumgüter
Industrie Kraftfahrzeugkomponenten
continental logo
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) -12,7% -10,5%
Letzte 10 Jahre (p.a.) -8,0% -5,3%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 4,3% 6,7%

Continental wird häufig nur als Reifenhersteller wahrgenommen, tatsächlich ist das Produktangebot des Unternehmens aber deutlich weiter gefasst. Den größten Umsatzanteil macht das Segment Automotive mit 49% aus. Hierzu gehören Bremssysteme, Karosserie-Komponenten sowie diverse Steuerungssysteme. Natürlich ist das Segment der Reifenfertigung mit einem Umsatzanteil von 34% aber ebenfalls ein wichtiges Geschäftsfeld für das Unternehmen.

Aktienkönig Punktemodelle für Continental

Trend-Check: 0 / 7 Fundamental-Check: 6 / 15
Dividenden-Check: 2 / 10 Dauerläufer-Check: 0 / 10

Die Aktie von Continental kann in keinem der vier Aktienkönig-Bewertungsmodelle überzeugen. Im Trend-Check und Dauerläufer-Checkt kommt die Aktie sogar auf 0 Punkte. Sowohl über die letzten Monate als auch langfristig ist die Performance der Continental-Aktie schlecht.

Im Dauerläufer-Check fällt die Aktie durch, da ihre Performance deutlich schlechter ist als die des DAX. Über die letzten zehn Jahre hat die Continental-Aktie -6,1% pro Jahr eingebüßt, während der DAX um +7,1% steigen konnte. Auch über die letzten 20 Jahre kommt Continental mit einer Rendite von +4,3% pro Jahr nicht an den DAX mit +7,8% heran (jeweils inklusive Dividenden). Problematisch ist hier auch das negative Gewinnwachstum von -5,0% pro Jahr über die letzten zehn Jahre.

Im Fundamental-Check kann Continental bei ein paar Kennzahlen zwar überzeugen, 6 Punkte sind hier aber dennoch ein schlechtes Ergebnis. Erfreulich ist zwar ein günstiges KGV von nur 11. Auch hier ist allerdings das negative Umsatz- und Gewinnwachstum über die letzten fünf Jahre problematisch.

Chartanalyse für Continental

Chartanalyse für Continental (Tageschart), Continental-Chart seit 2017
Chartanalyse für Continental (Tageschart)

Die Aktie von Continental befindet sich seit Anfang 2018 in einem Abwärtstrend, wie die lilafarbene Abwärtstrendlinie zeigt. Solange diese Trendlinie nicht nachhaltig überwunden ist, ist die Aktie von Continental kein Kaufkandidat. Ein Bruch der Trendlinie ist aber keinesfalls als Kaufsignal zu werten. Erster Widerstand wäre in diesem Fall das Niveau von 78 Euro (orange). Hier liegen die letzten lokalen Hochpunkte.

Auf der Unterseite gibt es gleich zwei Unterstützungszonen, welche jeweils auf die letzten Tiefpunkte zurückzuführen sind. Zum einen der Bereich um 57 Euro und zum anderen die Zone zwischen 44 und 46 Euro. Sollten dieses Niveaus nicht halten, ist sogar ein Kursrutsch bis auf das Tief aus dem Jahr 2011 bei 36 Euro denkbar (hellblaue Markierung). Insgesamt gibt es bei Continental aktuell keinen Grund für einen Kauf.

Fazit zu Continental

Die Aktie von Continental kann nach keinem der vier Aktienkönig-Bewertungsmodelle überzeugen und ist als Investment daher aktuell unattraktiv. Auch der Blick auf den Chart zeigt, dass es hier aktuell kein attraktives Einstiegsszenario gibt. Die Aktie befindet sich in einem langfristigen Abwärtstrend. Ein Bruch der Abwärtstrendlinie bei aktuell rund 73 Euro würde das Chartbild zwar minimal verbessern. Ein Kaufsignal ist daraus allerdings nicht abzuleiten.

Aktie 5: JP Morgan Chase

ISIN | WKN US46625H1005 | 850628
Marktkapitalisierung 521.489 Mio. USD
Land USA
Sektor Finanzen
Industrie Banken
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 13,4% 16,9%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 13,1% 16,1%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 8,1% 11,5%

JP Morgan Chase ist eines der weltweit größten Finanzdienstleistungsunternehmen. Das Dienstleistungsangebot reicht von Finanzdienstleistungen für Privatkunden über die Vermögensverwaltung bis hin zum Investment Banking. Schwerpunkt des Unternehmens ist Nordamerika mit einem Umsatzanteil von 78%.

Aktienkönig Punktemodelle für JP Morgan Chase

Trend-Check: 6 / 7 Fundamental-Check: 12 / 15
Dividenden-Check: 9 / 10 Dauerläufer-Check: 6 / 10

JP Morgan Chase überzeugt nach den Aktienkönig-Bewertungsmodellen vor allem im Trend-Check aber auch im Dividenden-Check. Obwohl die Dividendenrendite zwar nur bei 2,1% liegt, kommt die Aktie hier auf eine sehr gute Bewertung. Grund dafür ist die sehr hohe Dividendenkontinuität (letzte zehn Jahre jedes Jahr die Dividende angehoben) sowie ein hohes Dividendenwachstum von 11,5% pro Jahr über die letzten zehn Jahre. Eine Ausschüttungsquote von nur 26% zeigt hier auch, dass eine deutlich höhere Dividende möglich wäre.

Im Trend-Check kann sich vor allem die deutliche Outperformance zum S&P 500 in den letzten sechs Monaten sehenlassen. Während der S&P 500 um +24% stieg, legte JP Morgan um +40% zu. Nach dem Trend-Check lässt die Aktie lediglich aufgrund ihres zu hohen maximalen Drawdowns von -40% über die letzten fünf Jahre einen Punkt liegen. Der maximale Drawdown des S&P 500 lag bei -32%. Erlaubt sind bei einer Einzelaktie hier 5%-Punkte mehr als beim Index.

Auch 12 Punkte im Fundamental-Check sind ein gutes Ergebnis. Hier überzeugt JP Morgan vor allem mit einem niedrigen KGV von nur 11,6. Dass die Aktie hier nicht mehr Punkte holen kann, liegt an der hohen Verschuldung wie eine Eigenkapitalquote von 8,5% zeigt. Für Banken ist das aber noch ein normales Niveau.

Chartanalyse zu JP Morgan Chase

Chartanalyse für JP Morgan Chase (Tageschart), JP Morgan Chase-Chart über die letzten 4 Jahre
Chartanalyse für JP Morgan Chase (Tageschart)

Die Aktie von JP Morgan Chase bewegt sich seit 2011 in einem stabilen Aufwärtstrendkanal, aus dem die Aktie nicht einmal im Corona-Crash 2020 nach unten ausgebrochen ist. Wichtig bei dem Trendkanal anzumerken ist, dass JP Morgan nie nach oben ausgebrochen ist und die obere Begrenzung daher das höchste Potenzial darstellt.

Noch ist bis zur oberen Begrenzung des Trendkanals ausreichend Luft. Vor allem in den letzten Wochen ist die Aktie allerdings stark gestiegen und kurzfristig damit etwas heiß gelaufen. Jede kleine Korrektur kann für einen Einstieg in den laufenden Aufwärtstrend dennoch genutzt werden. Eine gute Unterstützung bietet das ehemalige Allzeithoch bei 173 USD sowie die darunter liegende 200-Tage-Linie bei aktuell 161 USD. Die kurzfristige Aufwärtstrendlinie (orange) wurde bislang noch nicht bestätigt und dient daher nur der Orientierung.

Fazit zu JP Morgan Chase

Die Aktie von JP Morgan Chase bewegt sich in einem stabilen Aufwärtstrend, was auch der Trend-Check mit 6 von 7 Punkten bestätigt. Kurzfristig ist die Aktie etwas heiß gelaufen, eine Überbewertung liegt aber nicht vor. Daher kann jede Korrektur zum Einstieg genutzt werden. Neben einem Trend-Depot kommt JP Morgan Chase auch für ein Dividendendepot infrage. Die Dividendenrendite ist mit gut 2% zwar nicht so hoch, dafür überzeugt JP Morgan Chase mit einem sehr guten Dividendenwachstum sowie einer hohen Dividendenkontinuität.

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Alle in diesem Beitrag dargestellten Informationen dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlageberatung oder Finanzanalyse im Sinne des WpHG dar. Es werden keine Empfehlungen bezüglichen einzelner Wertpapiere abgegeben. Insbesondere die Vorstellung einzelner Aktien spiegelt die persönliche Meinung des Verfassers wider und ist keinesfalls als Aufforderung zum Kauf oder Verkauf zu interpretieren. Auch alle weiteren Informationen sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Wertpapiere. Jeder Anleger, der die zur Verfügung gestellten Informationen nutzt, handelt selbstbestimmt und trägt somit die Verantwortung für sein Handeln und die daraus resultierenden Gewinne oder Verluste. Jedes Investment in Aktien ist mit Risiken behaften, die auch zu einem Totalverlust führen können.

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