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20 Top Industriegüter Aktien

Titelbild 20 Top Industriegüter Aktien

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Ziel dieses Beitrags - Industriegüter Aktien

In diesem Aktien-Spezialreport stelle ich dir 20 spannende Aktien aus dem Sektor der Industriegüter vor. Vorab zeige ich dir kurz auf, was Industriegüter-Aktien ausmacht und welche Arten von Industriegüter Aktien es gibt. Danach gehe ich auf die Kriterien für die Auswahl der Aktien in diesem Report ein.

Im Anschluss stelle ich dir die 20 einzelnen Industrie-Aktien im Detail vor. Für jedes Unternehmen bekommst du zunächst eine kurze Beschreibung, was es überhaupt macht sowie einen Überblick über die Bewertungen nach meinen vier Aktienkönig-Bewertungsmodellen. Eines dieser Bewertungsmodelle, in dem die jeweilige Aktie sehr gut abschneidet, stelle ich dir anschließend im Detail vor. Daran siehst du dann auch für welche Art von Investor und Strategie die Aktie besonders geeignet ist.

Außerdem werte ich mit dir die langfristige Aktienkursentwicklung aus und leite aus dem Chart wichtige Marken ab, auf die du bei einem Kauf der Aktie achten solltest. Abschließend folgt noch die Auswertung der aktuellen Bewertung nach dem KGV im historischen Vergleich. Und natürlich erfährst du zu jeder Aktie, ob und wann diese aktuell kaufenswert ist.

Viel Spaß beim Lesen!

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Was sind Industriegüter-Aktien?

Für die Einstufung als Industriegüter-Aktie wird der Global Industry Classification Standard (kurz GICS) herangezogen. Beim GICS-Standard handelt es sich um ein Modell, nach dem Aktien in elf unterschiedliche Sektoren eingeteilt werden. Der Sektor der Industriegüter ist gemessen an seiner Anzahl an Unternehmen übrigens einer der größten. Aus dem S&P 500 gehören aktuell rund 80 Aktien dem Sektor der Industriegüter an. Aus dem Stoxx600 sind aktuell etwa 130 Aktien dem Industriegüter-Sektor zuzuordnen.

Das Erste, woran du bei „Industriegütern“ vielleicht denkst, sind große Industrien, in denen schwere Maschinen gefertigt werden oder irgendwelche großen Fertigungshallen. Das deckt aber nur einen kleinen Teil des Sektors ab. Die Branche macht vor allem besonders, dass sich einzelne Industrieunternehmen teilweise stark voneinander unterscheiden. Grund dafür sind die doch recht unterschiedlichen Industrien innerhalb des Sektors. Dazu gehören unter anderem:

  • Maschinen: Unternehmen, die Maschinen und Anlagen für unterschiedliche Industriezweige fertigen.
  • Handels- und Vertriebsunternehmen: Hierzu gehören Unternehmen, die als Zwischenhändler im Handel mit Industriegütern tätig sind.
  • Elektrische Geräte: Produzenten von elektrischen Ausrüstungen und Komponenten.
  • Luft- & Raumfahrt & Verteidigung: Hierbei handelt es sich um Unternehmen, die in der Herstellung von Flugzeugen, Rüstungsgütern und damit verbundenen Dienstleistungen tätig sind.
  • Kommerzielle & Professionelle Dienstleistungen: Hierunter fallen Unternehmen, die spezialisierte Dienstleistungen für andere Unternehmen und Organisationen erbringen.

 

Und hierbei handelt es sich nur um einen kleinen Überblick. Der Sektor der Industrieunternehmen gliedert sich in 14 unterschiedlichen Industrien. Und wie du an der Auflistung bereits siehst, weisen diese doch gravierende Unterschiede zueinander auf. Entsprechend wirst du auch bei der Vorstellung der einzelnen Unternehmen die verschiedensten Tätigkeitsbereiche sehen.

Anforderungen an gute Industriegüter-Aktien

In diesem Report möchte ich dir 20 spannende Industriegüter-Aktien vorstellen. Erstes Kriterium, damit es eine Aktie in diesem Report schafft, ist natürlich, dass sie nach dem GICS-Schema der Branche der Industriegüter zugeordnet ist. Anschließend geht es darum, aus den zahlreichen Industriegüter-Aktien die wirklich aussichtsreichen ausfindig zu machen. Möglich ist das nur mit standardisierten Modellen zur Aktienbewertung.

Die Industriegüter-Aktien in diesem Report müssen entweder als Dauerläufer-Aktien, als Dividenden-Aktien oder als fundamental starke Aktien überzeugen können. Der Blick richtet daher vor allem auf die Bewertungen nach meinem Dauerläufer-Check, dem Dividenden-Check und dem Fundamental-Check.

Der Dauerläufer-Check hilft dabei Aktien zu finden, die bereits seit Jahren und Jahrzehnten zu den größten Gewinnern an der Börse gehören. Diese Aktien überzeugen langfristig mit einer Outperformance zum Gesamtmarkt sowie einem starken und gleichzeitig stabilen Umsatz- und Gewinnwachstum.

Mit dem Dividenden-Check werden Aktien gefunden, die eine attraktive Dividendenrendite sowie ein stabiles und kontinuierliches Dividendenwachstum verzeichnen. Und der Fundamental-Check ist in der Lage Aktien ausfindig zu machen, die nach diversen fundamentalen Kriterien (wie beispielsweise hohe Rentabilität, hohe Margen, gute Finanzierungsstruktur, stabiles Wachstum, faire Bewertung) überzeugen können.

Im ersten Schritt habe ich aus einem riesigen Anlageuniversum unter anderem bestehend aus den Aktien des S&P 500 und Stoxx600 alle Industriegüter-Aktien nach diesen drei Modellen bewertet. Damit es eine Aktie in diesen Report schafft, muss sie mindestens nach einem dieser drei Modelle auf eine sehr gute Bewertung kommen. Noch besser ist es natürlich, wenn sie gleich in mehreren Modellen überzeugen kann.

Im zweiten Schritt geht es darum, die einzelnen Aktien einer Chartanalyse zu unterziehen. Hierbei wird vor allem sichergestellt, dass die Aktie nicht in einem Abwärtstrend gefangen ist. Es bringt dir nämlich nichts das beste Unternehmen zu kaufen, wenn die Aktie seit Jahren auf der Stelle tritt oder gar einen Abwärtstrend verzeichnet. Im dritten und letzten Schritt wird eine Aktie noch hinsichtlich ihrer aktuellen Bewertung auf Basis des KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) im historischen Vergleich untersucht. Im Idealfall weist die Aktie hiernach eine faire Bewertung auf.

Das Ergebnis dieses dreistufigen Analyseprozesses ist die Auswahl an 20 Top Industriegüter-Aktien, die ich dir nun vorstelle.

Die 20 Top Industriegüter-Aktien

Automatic Data Processing

ISIN | WKN US0530151036 | 850347
Marktkapitalisierung 118.273 Mio. USD
Land USA
Sektor Industriegüter
Industrie Professionelle Dienstleistungen
Automatic Data Processing Logo
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 17,4% 19,8%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 13,8% 16,3%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 11,4% 14,0%

Automatic Data Processing (ADP) ist ein Anbieter von Dienstleistungen für das Personalmanagement. Die Softwarelösungen von ADP umfassen die Gehaltsabrechnung, das Personal- und Talentmanagement sowie die Verwaltung von Vergünstigungen und Prämien. Zum Kundenkreis des Unternehmens gehören vor allem kleine und mittelständische Unternehmen. Mit einem Umsatzanteil von rund 90% in den USA ist der Heimatmarkt der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt für ADP.

Aktienkönig Punktemodelle für Automatic Data Processing

Trend-Check: 3 / 8 Fundamental-Check: 8 / 10
Dividenden-Check: 10 / 10 Dauerläufer-Check: 9 / 10

Dividenden-Check im Detail für Automatic Data Processing

Dividenden-Check für Automatic Data Processing im Detail
Dividenden-Check für Automatic Data Processing im Detail

Die Aktie von Automatic Data Processing ist eine der wenigen, die im Dividenden-Check die Höchstpunktzahl von 10 Punkten erreichen. Die Dividendenrendite erfüllt die Vorgabe mit 2,1% allerdings nur knapp. Gleiches gilt auch für die durchschnittliche Dividendenrendite über die letzten zehn Jahre mit 2,2%. Das zeigt, dass Automatic Data Processing alles andere als ein Hoch-Dividendenzahler ist.

Dafür überzeugt die Aktie mit einem sehr stabilen und zuverlässigen Dividendenwachstum. Die letzten zehn Jahre wurde die Dividende jedes Jahr gesteigert und das jährliche durchschnittliche Dividendenwachstum in dieser Zeit beläuft sich auf +13%. Sehr schön zu sehen ist auch, dass über die letzten fünf Jahre der Gewinn und auch die Dividende um jeweils gut +10% gesteigert werden konnten. So bleibt die Ausschüttungsquote konstant. Diese liegt mit aktuell 60% ebenfalls klar innerhalb der Vorgaben.

Auch bei den beiden Kennzahlen zur Performance kann Automatic Data Processing punkten. Über die letzten fünf Jahre liegt die jährliche Rendite inklusive Dividenden bei +19% pro Jahr und damit gut 2%-Punkte höher als ein ohnehin starker S&P 500 (+17%). Gleichzeitig fällt der maximale Drawdown über fünf Jahre mit -21% geringer aus als der des S&P 500 (-25%). Beides wichtige Eigenschaften, die eine starke Dividendenaktie ebenfalls auszeichnen.

Chartanalyse für Automatic Data Processing

Chartanalyse Automatic Data Processing (Tageschart) seit Mitte 2021
Chartanalyse Automatic Data Processing (Tageschart) seit Mitte 2021

Der hier im Chart gezeigte Aufwärtstrendkanal geht zurück bis ins Jahr 2009. Diesen Trendkanal arbeitet die Aktie von Automatic Data Processing gut ab, wobei die obere und untere Begrenzung nicht immer exakt getroffen werden. Aktuell befindet sich die Aktie in der unteren Hälfte des Trendkanals, was die Aktie für einen langfristig ausgelegten Kauf interessant macht.

Nachdem die Aktie von Automatic Data Processing zwischen 2023 und Mitte 2024 etwas an Schwung verloren hat, läuft es seit einem Jahr nun wieder besser. Ende letztes Jahr ist es der Aktie gelungen dynamisch über ihr bisheriges Allzeithoch von 275 USD (hellblau) auszubrechen. Dieses Niveau wurde Anfang April dieses Jahr auch schon als Unterstützung bestätigt. Eine Korrektur bis hier hin wäre absolut unproblematisch.

Die letzten Wochen verzeichnet die Aktie von Automatic Data Processing zwar wieder eine Korrektur, hier bieten die Tiefs der letzten Monate bei rund 285 USD (orange) einen ersten möglichen Support. Im Zoll-Crash Anfang April notierte die Aktie zwar tiefer, hierbei handelte es sich allerdings um einen Ausreißer. Solange das Niveau von 275 USD sowie knapp darunter die untere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals bei aktuell rund 265 USD hält, ist alles in Ordnung. Die grün markierte Unterstützung zwischen 228 und 235 USD spielt in den kommenden Monaten mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Rolle.

Historische Bewertung auf Basis des KGV

KGV im historischen Vergleich für Automatic Data Processing
KGV im historischen Vergleich für Automatic Data Processing

Das KGV von Automatic Data Processing liegt aktuell bei 29 und damit auf dem Niveau des Durchschnitts der letzten zehn Jahre. Seit 2015 ist zu beobachten, dass das KGV von Automatic Data Processing größtenteils zwischen 25 und 35 schwankt. Auch hier liegt die Aktie aktuell ziemlich genau in der Mitte dieser Bewertungsbandbreite und ist daher als fair bewertet anzusehen.

Fazit zu Automatic Data Processing

Die Aktie von Automatic Data Processing erzielt im Dividenden-Check die Höchstpunktzahl. Auch im Dauerläufer-Check kann die Aktie mit 9 von 10 Punkten überzeugen, weshalb Automatic Data Processing auch in beiden zugehörigen Depots enthalten ist. Langfristig weist die Aktie einen sehr starken und stabilen Aufwärtstrend auf. Die Schwäche der letzten Wochen ermöglicht nun einen attraktiven Einstieg in die Aktie. Auch das KGV liegt mit 29 auf einem historisch betrachtet fairen Niveau.

Caterpillar

ISIN | WKN US1491231015 | 850598
Marktkapitalisierung 218.564 Mio. USD
Land USA
Sektor Industriegüter
Industrie Maschinen
Caterpillar Logo
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 26,3% 28,8%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 20,5% 23,6%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 11,1% 13,9%

Caterpillar ist einer der weltweit führenden Hersteller von Baumaschinen, Motoren und Turbinen. Die Maschinen von Caterpillar kommen vor allem im Bauwesen, Bergbau, der Landwirtschaft, der Energie und dem Transportwesen zum Einsatz. Zu den Baumaschinen gehören unter anderem Bagger und Radlader. Im Bereich der Bergbauausrüstung bietet Caterpillar Muldenkipper und Bohrgeräte an. Bei den Strom- und Energiesystemen fertigt Caterpillar Generatoren und im Bereich der Motoren und Antriebssysteme entwickelt das Unternehmen Diesel- und Gasmotoren sowie Industrie- und Antriebslösungen für Lokomotiven und Schiffe.

Aktienkönig Punktemodelle für Caterpillar

Trend-Check: 6 / 8 Fundamental-Check: 9 / 10
Dividenden-Check: 8 / 10 Dauerläufer-Check: 6 / 10

Fundamental-Check im Detail für Caterpillar

Fundamental-Check für Caterpillar im Detail
Fundamental-Check für Caterpillar im Detail

Caterpillar erzielt im Fundamental-Check 9 von 10 Punkten. Einen Punkt verliert die Aktie aufgrund einer geringeren Eigenkapitalquote von 22%. Die Vorgabe liegt hier bei 30%. Die weiteren Kriterien kann Caterpillar aber ohne Probleme bestehen. Eine Eigenkapitalrendite von 53% ist natürlich sehr hoch, was allerdings das Ergebnis einer geringen Eigenkapitalquote ist. Dass die Rentabilität hoch genug ist, zeigt aber auch eine Gesamtkapitalrendite von knapp 9%.

Die Nettomarge liegt mit 15% klar über der Vorgabe, die Bruttomarge erfüllt mit 31% das Soll von 30% allerdings knapp. Die Bewertungskennzahlen liegen auf einem attraktiven Niveau. Das KGV beläuft sich auf 24 und liegt unter dem des S&P 500, während das KUV mit 3,5 auf dem Niveau des S&P 500 liegt. Sehr überzeugend ist auch ein Gewinnwachstum von +12% pro Jahr über die letzten fünf Jahre.

Chartanalyse für Caterpillar

Chartanalyse für Caterpillar (Tageschart) seit 2023
Chartanalyse für Caterpillar (Tageschart) seit 2023

Langfristig betrachtet gibt es bei der Aktie von Caterpillar immer mal längere Seitwärtsphasen, weshalb sich hier nicht so einfach ein über Jahre bestehender Aufwärtstrendkanal einzeichnen lässt. Die letzten Wochen hat sich die Aktie von Caterpillar über dem Bereich von 405 bis 420 USD (oberer grüner Bereich) etabliert. Hier lag das bisherige Allzeithoch, welches die Aktie mit dem starken Anstieg seit dem Tief im April nun endlich überschritten hat. Der langfristige Aufwärtstrend wurde damit ein weiteres Mal bestätigt. Dieses Niveau dient nun auch als erste Unterstützung. Bei einer Korrektur auf dieses Niveau, ist die Aktie für einen Einstieg bereits attraktiv.

Das nächste markante Niveau darunter ist erst der zweite grün markierte Unterstützungsbereich zwischen 310 und 325 USD. Dieser resultiert aus den Tiefs aus dem ersten Halbjahr 2024. Unterschreitet Caterpillar nochmal das Niveau von 405 USD bedeutet das natürlich nicht, dass die Aktie bis zur nächsten Unterstützung fallen muss. Auch darüber können sich jederzeit Wendepunkte ergeben. Wichtig ist nur, dass das Niveau von 310 USD nicht mehr unterschritten wird, ansonsten ist der langfristige Aufwärtstrend in Gefahr.

Historische Bewertung auf Basis des KGV

KGV im historischen Vergleich für Caterpillar
KGV im historischen Vergleich für Caterpillar

Mit dem starken Kursanstieg der letzten Monate ist natürlich auch das KGV gestiegen. Zuvor war Caterpillar mit einem KGV von 15 so günstig bewertet wie die letzten fünf Jahre nicht mehr. Aktuell liegt das KGV bei 24 und damit leicht über dem durchschnittlichen KGV der letzten zehn Jahre, welches sich auf 21 beläuft. Ein etwas günstigerer Einstieg wäre natürlich umso besser, diese Chance bestand nun aber bereits vor einigen Monaten. Das aktuelle Bewertungsniveau ist keinesfalls überzogen.

Fazit zu Caterpillar

Caterpillar eignet sich mit 9 von 10 Punkten im Fundamental-Check gut für ein auf fundamental starke Unternehmen ausgerichtetes Depot. Abgerundet wird die Bewertung durch ebenfalls gute 8 Punkte im Dividenden-Check. Die letzten Monate hat die Aktie eine starke Erholung verzeichnet und dabei ein neues Allzeithoch markiert. Ein Schnäppchen ist Caterpillar damit aktuell nicht mehr. Auch auf dem aktuellen Kursniveau ist ein Kauf aber weiterhin möglich.

Diploma

ISIN | WKN GB0001826634 | 930196
Marktkapitalisierung 8.377 Mio. EUR
Land Großbritannien
Sektor Industriegüter
Industrie Handels- und Vertriebsunternehmen
Diploma Logo
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 25,8% 28,0%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 24,1% 26,4%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 20,2% 23,4%

Diploma ist auf technische Produkte und Dienstleistungen fokussiert. Der Konzern ist in drei Hauptbereichen aktiv: Life Sciences (medizinische Geräte, Verbrauchsmaterialien, Diagnostik), Seals (Dichtungen, O-Ringe, Hydraulikkomponenten) sowie Controls (Steuerungs- und Automatisierungstechnik, Kabelsysteme). Diploma arbeitet stark dezentral über ein Netzwerk mittelständischer Tochtergesellschaften, die jeweils in ihren Nischenmärkten führend sind.

Aktienkönig Punktemodelle für Diploma

Trend-Check: 6 / 8 Fundamental-Check: 8 / 10
Dividenden-Check: 6 / 10 Dauerläufer-Check: 9 / 10

Dauerläufer-Check im Detail für Diploma

Dauerläufer-Check für Diploma im Detail

Die Aktie von Diploma ist mit 9 von 10 Punkten im Dauerläufer-Check eine sehr gute Dauerläufer-Aktie. Besonders beeindruckend sind die hohen Renditen: Über die letzten zehn Jahre konnte die Aktie um +25% zulegen und über die letzten 20 Jahre um +23%. Dass auch zuletzt eine hohe Dynamik vorlag, zeigt der große Abstand zum 200-Wochen-Durchschnitt von +60%. Der Stoxx600 notiert aktuell „nur“ +23% über seinem 200-Wochen-Durchschnitt.

Diese hohe Rendite hat in Form einer höheren Volatilität aber auch ihren Preis. Die Volatilität über die letzten 20 Jahre liegt bei 31,5% und damit deutlich über der des Stoxx600 (18,4%) und damit auch über den erlaubten +10%-Punkten. Dafür fällt der maximale Drawdown in dieser Zeit aber -5%-Punkte geringer aus. Auch eine maximale Drawdown-Differenz von -26% vs. -7% beim Stoxx600 zeigt, dass die Aktie von Diploma über die letzten zehn Jahre keine abnormalen großen Drawdowns im Vergleich zum Gesamtmarkt verzeichnet hat.

Sehenswert ist auch das fundamentale Wachstum des Unternehmens. Die Umsätze konnten die letzten zehn Jahre um +16% pro Jahr gesteigert werden und die Gewinne um +14%. Beide Wachstumsraten weisen eine Stabilitätsrate von über 90% auf und zeigen damit, dass Diploma Umsatz und Gewinn gleichmäßig steigern konnte.

Chartanalyse für Diploma

Chartanalyse für Diploma (Tageschart) seit 2022
Chartanalyse für Diploma (Tageschart) seit 2022

Der hier im Chart gezeigte Aufwärtstrendkanal für Diploma reicht zurück bis ins Jahr 2011. Mit Ausnahme eines kurzen Ausbruchs im Corona-Crash im Frühjahr 2020 bewegt sich die Aktie seitdem zuverlässig in diesem Trendkanal. Allerdings muss auch erwähnt werden, dass der Kanal eine große Breite aufweist, was angesichts der höheren Volatilität der Aktie aber auch nicht verwundern dürfte.

Die letzten Jahre drehte die Aktie knapp oberhalb der mittleren Grenze des Trendkanals wieder leicht nach unten oder tendierte seitwärts. Auf diesem Niveau befindet sich die Aktie auch jetzt, sodass sich sagen lässt, dass die Luft kurzfristig dünn werden könnte. Für einen Kauf besonders attraktiv sind Kurse in der Nähe der unteren Begrenzung des Trendkanals, wie die letzten Jahre auch gezeigt haben. Hier müsstest du aber zunächst auf eine Korrektur von etwa -25% warten und ob diese zeitnah eintritt ist mehr als fraglich.

Kurzfristig findet die Aktie bei rund 5.000 GBp (orange) eine kleine erste Unterstützung. Wichtiger ist aber das Niveau zwischen 4.520 und 4.660 GBp (grün). Hier liegen gleich mehrere Hochpunkte aus der zweiten Jahreshälfte 2024 sowie das Tief nach der großen Aufwärtskurslücke im Mai dieses Jahr. Eine Korrektur bis auf dieses Niveau wäre absolut unkritisch. Hier wäre die Aktie für einen Kauf bereits sehr attraktiv. Der langfristige Aufwärtstrend ist bis zur unteren Begrenzung des Trendkanals von aktuell rund 4.000 GBp intakt.

Historische Bewertung auf Basis des KGV

KGV im historischen Vergleich für Diploma
KGV im historischen Vergleich für Diploma

Absolut betrachtet ist die Aktie von Diploma mit einem KGV von 44 alles andere als günstig. Seit mehreren Jahren sind derartige Bewertungsniveaus aber normal. Das durchschnittliche KGV der letzten zehn Jahre liegt bei 37, wird allerdings durch sehr hohe Bewertungen aus 2021 etwas verzerrt. Die damals hohe Bewertung führte zu einer größeren Korrektur. Auch die letzten Monate wies die Aktie von Diploma schon höhere KGVs auf. Das aktuelle Bewertungsniveau ist natürlich alles andere als günstig, da die letzten Jahre ähnlich hohe Bewertungen aber auch schon erreicht wurden, liegt keine kritische Überbewertung vor.

Fazit zu Diploma

Die Aktie von Diploma überzeugt im Dauerläufer-Check mit 9 von 10 Punkten. Auch im Fundamental-Check schneidet die Aktie mit 8 von 10 Punkten gut ab. Langfristig weist die Aktie einen sehr starken Aufwärtstrend auf, was sie zu einer spannender Dauerläufer-Aktie macht. Allerdings musst du hier auch mit einer etwas größeren Volatilität zurechtkommen. Die Bewertung ist mit einem KGV von 44 kein Schnäppchen, ein erster Einstieg ist aber dennoch möglich.

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Haftungsausschluss

Alle in diesem Beitrag dargestellten Informationen dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlageberatung oder Finanzanalyse im Sinne des WpHG dar. Es werden keine Empfehlungen bezüglichen einzelner Wertpapiere abgegeben. Insbesondere die Vorstellung einzelner Aktien spiegelt die persönliche Meinung des Verfassers wider und ist keinesfalls als Aufforderung zum Kauf oder Verkauf zu interpretieren. Auch alle weiteren Informationen sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Wertpapiere. Jeder Anleger, der die zur Verfügung gestellten Informationen nutzt, handelt selbstbestimmt und trägt somit die Verantwortung für sein Handeln und die daraus resultierenden Gewinne oder Verluste. Jedes Investment in Aktien ist mit Risiken behaften, die auch zu einem Totalverlust führen können.

Es besteht die Möglichkeit, dass in diesem Beitrag erwähnten Wertpapiere gleichzeitig im Besitz des Verfassers sind. Dadurch entstehende Interessenkonflikte können nicht ausgeschlossen werden. Alle Informationen wurden sorgfältig recherchiert. Eine Garantie oder Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der zur Verfügung gestellten Informationen und Daten kann jedoch nicht übernommen werden.

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