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2 Veränderungen im Fundamental-Depot

Titeilbild 2 Veränderungen im Fundamental-Depot

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Intro – zwei Veränderungen im Fundamental-Depot

Das Fundamental-Depot verfolgt das Ziel in fundamental starke Unternehmen zu investieren. Außerdem wird darauf geachtet, dass sich Aktien nicht in einem starken Abwärtstrend befinden. Zwei Positionen im Fundamental-Depot konnten die letzten Monate allerdings nicht überzeugen. Statt hier auf eine Verbesserung zu hoffen, stehen genug Aktien bereit, die im Fundamental-Check auf eine sehr gute Bewertung kommen und stattdessen gekauft werden können. In diesem Artikel informiere ich dich über die aktuellen Veränderungen im Fundamental-Depot.

Viel Spaß beim Lesen!

Kurze Erläuterung zum Fundamental-Depot

Das Fundamental-Depot investiert in Aktien, die mit Blick auf ihre fundamentalen Kennzahlen eine attraktive Bewertung aufweisen. Gefunden werden diese Aktien mithilfe des Aktienkönig-Fundamental-Checks. Damit eine Aktie für einen Kauf in das Fundamental-Depot infrage kommt, muss sie im Fundamental-Check mindestens 13 von 15 Punkten erreichen. Außerdem werden die Charts der einzelnen Aktien analysiert. Hierbei geht es darum passende Einstiegszeitpunkte zu finden und sicherzustellen, dass sich die Aktie aktuell nicht in einem langfristigen Abwärtstrend befindet. Weiteres Kriterium ist, dass die aktuelle Bewertung im Vergleich zur historischen Bewertung auf einem fairen Niveau liegt.

Ziel des Fundamental-Depots ist es ein Depot bestehend aus fundamental starken Unternehmen aufzubauen, die in der Lage sind, eine höhere Rendite zu erzielen als der Gesamtmarkt. Die Schwankungen des Depots können durch eine gute Diversifikation reduziert werden. Das Fundamental-Depot eignet sich vor allem für Anleger, die in grundsolide Unternehmen investieren wollen und einen eher defensiven Investmentstil verfolgen.

Eine ausführliche Erklärung zur Funktionsweise des Fundamental-Depots und der Bewertung von Aktien im Rahmen des Fundamental-Checks findest du in diesem Artikel: Mit dem Fundamental-Check die besten Aktien finden

Verkauf 1: Brenntag

Nach dem Kauf von Brenntag ins Fundamental-Depot im März sah zunächst noch alles gut aus. Was zum Einstiegszeitpunkt nur nach einer kleinen Korrektur nach dem Angriff auf ein neues Allzeithoch aussah, entpuppte sich dann allerdings als der Beginn eines mittelfristigen Abwärtstrends.

Im Fundamental-Check erzielt die Aktie von Brenntag aktuell auch nur noch 11 Punkte. In Kombination mit der Schwäche der Aktie reicht das für einen Verbleib im Fundamental-Depot nicht aus.

Brenntag Chart seit 2021 (Tageschart)
Brenntag Chart seit 2021 (Tageschart)

Den mittelfristigen Aufwärtstrendkanal hat die Aktie von Brenntag bereits im Mai nach unten verlassen. Anschließend lief der Versuch einer Bodenbildung im Bereich von rund 65 Euro. Mit den Verlusten der letzten Wochen ist dieser Versuch aber klar gescheitert. Nun besteht zwar die Möglichkeit, dass sich die Aktie von Brenntag bei der Unterstützung zwischen 54 und 56 Euro (grün markiert) stabilisiert. Die mittelfristige Trendrichtung ist aktuell aber dennoch abwärts gerichtet.

Hinzu kommt wie gesagt die nun deutlich schlechtere Bewertung im Fundamental-Check mit nur noch 11 Punkten. Zum Kauf im März hatte Brenntag noch 13 Punkte erzielt. Nach einem Gewinnrückgang im letzten Quartal lässt Brenntag nun allerdings zwei weitere Punkte liegen.

Ohnehin gibt es am deutschen Aktienmarkt aktuell nur sehr wenig Aktien mit einer sehr guten Bewertung im Fundamental-Check. Brenntag bot zum Kaufzeitpunkt eine gute Möglichkeit sich hier im deutschen Aktienmarkt zu positionieren. Da die Aktie die letzten Monate allerdings nicht überzeugen konnte, wird der Verlust nun lieber realisiert und in eine neue aussichtsreichere Position umgeschichtet.

Brenntag: Verkauf aus dem Fundamental-Depot

63 Stück zu je 60,70 Euro am 26.11.2024 mit einem Verlust von -23%

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Kauf 1: Vidrala

ISIN | WKN ES0183746314 | 873772
Marktkapitalisierung 3.179 Mio. EUR
Land Spanien
Sektor Materialien
Industrie Behälter & Verpackungen
Performance Kursveränderung mit Dividenden
Letzte 5 Jahre (p.a.) 7,2% 9,0%
Letzte 10 Jahre (p.a.) 15,5% 17,0%
Letzte 20 Jahre (p.a.) 13,1% 15,2%

Vidrala ist ein führender Hersteller von Glasverpackungen. Zu den Verpackungen gehören Glasbehälter für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, einschließlich Flaschen und Gläser für Wein, Bier, Spirituosen, Softdrinks, Lebensmittel und andere Produkte. Gegründet wurde das Unternehmen 1965. Vidrala ist ausschließlich in Europa tätig.

Aktienkönig Punktemodelle zu Vidrala

Trend-Check: 4 / 7 Fundamental-Check: 15 / 15
Dividenden-Check: 7 / 10 Dauerläufer-Check: 10 / 10

Fundamental-Check für Vidrala

Fundamental-Check für Vidrala
Fundamental-Check für Vidrala

Die Aktie von Vidrala ist eine der wenigen europäischen Aktien, die im Fundamental-Check die Höchstpunktzahl von 15 Punkten erreichen. Das Unternehmen überzeugt mit soliden Rentabilitäten (Gesamtkapitalrendite von etwa 8%), einer gesunden Finanzierungsstruktur (Eigenkapitalquote von 53%) und vor allem mit einer günstigen Bewertung. Das KGV liegt bei nur 14,8 und damit sogar unter dem des Stoxx600 (15,7).

Sehenlassen kann sich vor allem das Umsatz- und Gewinnwachstum der letzten fünf Jahre. In dieser Zeit konnten die Umsätze um +10,3% und die Gewinne sogar um +15,6% gesteigert werden. Vor allem das Umsatzwachstum weist dabei eine sehr hohe Stabilität auf wie eine Stabilitätsrate von 96% zeigt.

Chartanalyse zu Vidrala

Vidrala Chart seit 2018 (Tageschart)
Vidrala Chart seit 2018 (Tageschart)

Die Aktie von Vidrala bewegt sich langfristig in einem starken Aufwärtstrend. Die blaue Trendlinie zeigt hier die obere Begrenzung an. An dieser ist die Aktie in den letzten Jahren mehrfach abgeprallt – zuletzt im Juni dieses Jahr. Danach wies Vidrala kurzzeitig einer starke Abwärtsdynamik auf. Die letzten Wochen hat sich die Aktie von Vidrala aber wieder stabilisiert und ihren übergeordneten Aufwärtstrend fortgesetzt.

Aktuell sind zwei Unterstützungen für die Aktie besonders wichtig. Zum einen das Niveau von rund 89 Euro (orange) und zum anderen 81 Euro (lila). Letzteres ergibt sich durch die Tiefpunkte zu Beginn des Jahres. Solange die Aktie von Vidrala darüber notiert, ist für den langfristigen Aufwärtstrend alles in Ordnung.

Sollte dieses Niveau nicht halten, wäre im schlimmsten Fall eine Korrektur bis auf 64 Euro möglich (hellblau). Dazwischen liegen aktuell keine weiteren Unterstützungen. Das bedeutet aber nicht, dass die Aktie im Zweifel nicht schon früher wieder nach oben drehen könnte. Nennenswerte Widerstände hat Vidrala aktuell nicht vor sich. Lediglich in der Nähe der blauen Aufwärtstrendlinie (die die letzten Hochpunkte verbindet) wird die Luft etwas dünn.

Historische Bewertung nach dem KGV für Vidrala

Historische Bewertung von Vidrala auf Basis des KGV
Historische Bewertung von Vidrala auf Basis des KGV

Das KGV von Vidrala liegt aktuell bei 15 und damit auf dem Niveau des Durchschnitts der letzten 20 Jahre. Verglichen zur Bewertung der letzten zehn Jahre mit einem durchschnittlichen KGV von 17,7 ist die Aktie von Vidrala zurzeit sogar günstig bewertet. Sicherlich hat die Aktie die letzten Monate auch schon ein niedrigeres KGV verzeichnet. Der KGV-Chart zeigt dir aber auch deutlich, dass die Aktie die letzten Jahre schon deutlich teurer bewertet war. Mit einem KGV von aktuell 15 ist Vidrala mit Blick auf die Bewertung also äußerst attraktiv.

Details zum Kauf von Vidrala

Vidrala ist eine der wenigen europäischen Aktien, die die Höchstpunktzahl von 15 Punkten im Fundamental-Check erreicht. Die Aktie befindet sich in einem gesunden Aufwärtstrend und die aktuelle Bewertung nach dem KGV ist historisch betrachtet eher als günstig einzustufen. Insgesamt eine sehr gute Kombination für die Aufnahme ins Fundamental-Depot.

Vidrala: Kauf ins Fundamental-Depot

51 Stück zu je 93,50 Euro am 26.11.2024

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